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Auto Illustrierte 12 2014 - Occasionentest: Renault Twingo

auto-illustrierte 12|14 OCCASIONENTEST Renault Twingo (2007–2014) Massives Spiel Das Lenkgestänge links hat Spiel.Das Spurstangenend- stück zu tauschen,kostet nicht allzu viel.Die Lenkung macht aber häufig Ärger. 1 Verstelltes Licht Die Beleuchtung zählt eigentlich nicht zu den Schwachstellen des Twingo. Hier sind aber die Scheinwerfer verstellt. 2 Vernachlässigter Service? Bei 120000 Kilometern ist ein Zahnriemenwechsel fällig.Ob er gemacht wurde,ist bei dem aus Italien importierten Fahrzeug nicht mehr nachvollziehbar.Im Serviceheft ist nichts davon vermerkt. 4 1 3 4 75 6 10 2 98 Schluss mit Jööh! Die Kulleraugen sind weg, aber ein paar Mängel bleiben.Als Occasion bietet der Twingo II ein gemischtes Bild. Text | Michael Lux Fotos | Richard Meinert Erst kürzlich wurde der neue, in Kooperation mit Smart entwickelte Renault Twingo lanciert. Genau die rich- tige Zeit, sich nach einem güns- tigen Gebrauchten umzuschau- en. Schon ab 4000 Franken ist der Twingo II (Typ N) zu haben. Doch Vorsicht! Mit der zweiten Generation hat der kleine Fran- zose zwar seine Kulleraugen gegen schmale Schlitze ge- tauscht. Was die Mängel an- geht, ist er aber nie richtig er- wachsen geworden. Da zählt der Rückruf wegen nicht einras- tender Sitze (Modelle 09/2008– 02/2009) noch zu den Kinder- krankheiten. Stärker krankt der Renault bei der Lenkung: Die hat dreimal so häufig Spiel wie der Kleinwagen-Durchschnitt. Undichte Achsmanschetten und Ölverlust sorgen ebenfalls für Frust. Ein weiteres Manko: die frühzeitig nachlassende Bremswirkung. Typisch Twingo Die ist beim Twingo Baujahr 2008 aus der Shergo Garage in Schwerzenbach zum Glück kein Problem. Dafür sind die vorderen Bremsscheiben der noch nicht aufbereiteten Occa- sion zu dünn: Ein Untermass von 0,6 Millimetern wäre MFK- relevant. Dabei wurde das aus Italien importierte Auto erst im Juni vorgeführt. Der Import macht es wohl auch schwierig herauszufinden, ob der Zahn- riemen bereits gewechselt wur- de. Er wäre bei 120000 Kilome- tern fällig. Beim Test-Twingo mit 135 000 Kilometern fehlt ein entsprechender Vermerk im Serviceheft. Nicht nur bei den Bremsen ist der Twingo ein typischer Vertre- ter seiner Art: Das Lenkgestän- ge links hat massiv Spiel – so möchte Prüf-Experte Jürg Stauber nicht auf die Autobahn. Aber das Spurstangenendstück kostet nicht die Welt. Und dass Motor und Ölfilter «schwitzen», ist nicht wirklich schlimm. Da Ölverlust aber ein bekannter Mangel ist, sollte man das im Auge behalten. Die zu schwa- che Batterie muss dagegen sofort getauscht werden. Es gäbe einiges zu tun bei dieser Occasion – wie bei den meisten Twingos. Der Renault Twingo II ist trotz allem deutlich besser als sein mängelbe- hafteter Vorgänger.Die Karosserie ist ordentlich verarbeitet und der Rost- schutz auf einem guten Niveau. Das Testexemplar beweist aber, dass es sich wirklich lohnt, bei Occasionen auf die bekannten Mängel zu achten. Lenkungsspiel und verschlissene Bremsen sind die grössten Baustellen bei diesem Modell. Jürg Stauber Leiter der Prüfstelle im Technischen Zentrum TCS, Volketswil DER EXPERTENTIPP 34 135000 Kilometern fehlt ein

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