Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

Auto Illustrierte 12 2014

Unbekanntes Albanien Vor dem Aufbruch in die Albanischen Alpen gibt Guide Matthias (v.l.) noch ein kurzes Briefing.Auf dem Markt in der Hauptstadt Tirana gibt es kulinarische Köstlichkeiten zu entdecken.Die Et’hem-Bey-Moschee aus dem 18.Jahrhundert (Mitte) gehört zu den wenigen historischen Gebäuden,die den Kommunismus überlebt haben. 12312|14 auto-illustrierte mehr Faszination auf www.auto-illustrierte.ch Text | Michael Lux Fotos | VW, Michael Lux D as Abenteuer Albanien beginnt in Tirana. Nach kurzer Lagebespre- chung landet der Seesack mit Einmann-Zelt, Schlafsack und Isomatte auf der Pritsche des Pickups und wir entern zu zweit die Doppelkabine eines Ama- rok. Auf gen Norden! Ein Zwei- Tages-Trip durch die Albani- schen Alpen liegt vor uns – in- klusive Biwak. Doch zuerst muss sich der Tross durch das Verkehrschaos der albanischen Hauptstadt schlagen. Damit keiner verloren geht, sind die Fahrzeuge mit Walkie Talkies ausgerüstet. «Jeder achtet auf das Auto hinter sich», gibt unser Guide Matthias über Funk durch. Gar nicht so einfach, in der 900000-Einwohner-Metro- pole den Anschluss nicht zu verlieren. Jeder dritte Albaner wohnt in der am Reissbrett ge- planten Stadt, und jeder, so scheint es, hat ein eigenes Auto. Vielleicht liegt die Auto- begeisterung der Albaner ja daran, dass im Kommunismus bis 1991 Privatautos verboten waren. Eine Besonderheit sind die riesigen Kreisverkehre: drei-, vier- oder gar fünfspurig geht es hinein. Markierungen? Fehlan- zeige. Blickkontakt suchen, hupen oder das Recht des Stärkeren ausspielen, heisst die Devise. Selbst die Polizei macht das so – und es funktioniert er- staunlich gut. Dann passiert es doch: Das Fahrzeug hinter uns ist verschwunden. Immer leiser wird das Funksignal, bis nur noch ein leises Rauschen aus dem Äther zu hören ist. Die Grossstadt hat die Kollegen verschluckt. Bange Minuten Freundliche Anarchie Im Kreisverkehr ohne Fahrbahnmarkierungen herrscht das Recht des Stärkeren. Es wird viel gehupt und gewinkt,dabei bleiben die Fahrer aber gelassen. AusgebauteTeilstrecke Anfangs geht es noch auf asphaltierten Strassen in die Berge. Nach wenigen Kilometern ist aber Schluss.

Übersicht