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Auto Illu 10 15 - MERCEDES CONCEPT IIA

IAA Concept: Das Aerodynamik-Wunder von Mercedes

AUTO-ILLUSTRIERTE 10|15 AERODYNAMIK-WUNDER VON MERCEDESTEXT: BIRGIT PRIEMER FOTOS: VESA ESKOLA (1), MERCEDES Aufbruch in eine neue Zeitrechnung: Der Mer- cedes der Zukunft ist, so seine Entwickler, ein «digitaler Transformer». Ist das denn überhaupt noch ein Auto? Z ukunft ist bei Mercedes ei- gentlich schon lange Ver- gangenheit. Denn mit ih- ren Forschungsautos hat die Marke auch schon in den Jahrzehnten zuvor spektakuläre Zeitreisen angetreten.Und zuletzt mit dem autonom fahrenden F 015 auf der CES in Las Vegas Anfang dieses Jahres – einer Art rollendem Roboter für das Jahr 2030 mit riesigen Bildschirmflä- chen sogar in den Innenverklei- dungen der Türen. Ganz so weit geht die IAA-Studie nicht, auch wenn Mercedes in dem Concept IAA (Intelligent Aerodynamic Au- tomobil) selbst einen «digitalen Transformer» sieht. Klären wir zunächst einmal diesen Begriff: Aus Sicht von Mercedes steht dieses Auto sinn- bildlich für die fundamentalen Veränderungen in der Automo- bilbranche, die auch vom zu- nehmenden Grad der Digitali- sierung vorangetrieben werden. Industrie 4.0 nennen andere die- sen Prozess, der für eine durch- gehende digitale Kette von der Forschung und Entwicklung über die Produktion bis hin zu Vertrieb, Logistik und Dienstleis- tung steht. Das ist nicht in allen Punkten ganz neu, denn im Bereich von Entwicklung und Design wird schon lange digital gearbeitet, aber die Bandbreite der Möglich- keiten steigt – zum Beispiel auch bei der Strömungssimulation. Um einen möglichst niedrigen cw -Wert zu realisieren, rechneten die Experten rund 300 Varianten der Studie durch. Herausgekom- men ist ein rund fünf Meter lan- ges Modell als grosses Coupé, das auf einen sensationell niedrigen cw -Wert von 0,19 kommt. Cha- peau, eine tolle Leistung, die die Konkurrenz mal wieder ins Grü- beln versetzen dürfte. Mercedes hat sich bei der Aerodynamik in den letzten Jahren einen exzel- lenten Ruf erworben. Tropfenförmiges Heck Und wenn man dann so vor dem Auto steht, dann fühlt man sich trotz aller Modernität – Merce- des nennt diese Designsprache schon seit einiger Zeit «sinnli- che Klarheit» – ein bisschen in die Vergangenheit versetzt. In die 20er des vorigen Jahrhunderts, als die Benz-Tropfenwagen noch Rennen fuhren. Denn tropfenför- mig wirkt auch das Heck, das zu- gunsten optimaler Aerodynamik ab Tempo 80 um bis zu 39 Zenti- meter ausfahren kann – genau- er gesagt, in acht Segmenten aus CFK in Sandwich-Bauweise, die geschlossen einen Ring ergeben. Bewegung kommt hier auch in die Felgen, und zwar fliehkraft- gesteuert. Das Fünfspeichenrad wandelt sich zum vollflächigen Scheibenrad, wenn es der op- timalen Luftumströmung der Karosserie dient. Auch die Front verändert sich bei Bedarf: Die La- mellen im vorderen Stossfänger können um 60 Millimeter nach hinten fahren, um die Strömung am Unterboden zu verbessern, die Spoilerlippen im Grill kön- nen sich zurückziehen. Das klingt alles noch ziemlich nach Zukunftsmusik, denn ak- tuell gibt es keine Planungen zu einem Modell mit herausfahrba- rem Heck. Wer sich dagegen im Innenraum umschaut, der findet eine schöne neue Welt wieder, die schon ab Anfang 2016 zu kaufen ist – in der nächsten E-Klasse-Ge- neration. Merken wir uns in die- sem Zusammenhang schon ein- mal die Buchstabenkombination OFN für Optical Finger Navigati- on.Sie findet in Form zweier klei- ner schwarzer Buttons im neu- en Zweispeichenlenkrad Platz, die es ermöglichen, durch das Menü des Kombi-Instruments zu blättern, ohne den Blick von der Strasse abzuwenden. Das Könnte so die nächste Generation der S-Klasse aussehen? Die Studie gibt einen Ausblick auf 2020. Ab Tempo 80 fährt das Heck aus, die Felgen werden plan. So schafft man einen cw -Wert von 0,19 8 PREMIERE|MERCEDES IAA CONCEPT

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