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Auto Illustrierte 08 2015

66 AUTO-ILLUSTRIERTE 08|15 bei und verwickelte uns in Fach- gespräche.Der Volvo scheint quer durch alle Klassen ein Sympathie- träger zu sein. Und das, obwohl er allein aufgrund seiner puren Masse nicht gerade demokratisch und bescheiden auftritt. Image ist das halbe Leben – wir wollten aber wissen, wie sich der Grosse im Alltag so macht. Alltag in Übergrösse Nein, der Autor hat sich für die- sen Test nicht in ein «Fatsuit» ge- zwängt. Vielmehr ging es als ers- te Mutprobe in die Basler Innen- stadt, wo Horden von Radfahrern und enge Parkhäuser mit einem Fünf-Meter-Dickschiff schon mal zur Herausforderung werden kön- nen. Zumal die Rundumsicht im überdimensionalen XC90 nicht perfekt ist.Wo genau die gewaltige Motorhaube endet, oder was sich hinten rechts abspielt, kann man teilweise nur ahnen. Aber zum Glück gibt es ja technische Helfer, die dem Fahrer mit zahlreichen Kameras und Sensoren zur Seite stehen. Vor allem die 360-Grad- Kamera, die bei langsamer Fahrt eine simulierte Vogelperspektive des Fahrzeugs ins Multimedia- Display zaubert, ist beim Rangie- ren auf engem Raum Gold wert. Apropos Displays: Hier ist Vol- vo endlich im neuen Jahrtausend angekommen.Der hochauflösen- de 9-Zoll-Touchscreen lässt nicht nur den Vorgänger, sondern auch manchen Mitbewerber alt ausse- hen.Volvo reduzierte beim Flagg- schiff die Knöpfe in der Mittelkon- sole auf ein absolutes Minimum. Navi,- Multimedia- und Komfort- funktionen werden stattdessen über den Touchscreen bedient. Hat man sich erstmal an das Sys- tem gewöhnt, klappt das wun- derbar. Wie im Audi Q7 ist auch die Instrumententafel beim XC90 komplett digital. Damit der Blick aber nicht zu sehr abgelenkt ist von all der Pracht, liefert Volvo Schweiz im Testwagen noch ein optionales Head-Up-Display mit, das man schon nach kurzer Zeit nicht mehr missen will. Das gilt auch für die ultrabeque- men Komfortsitze aus Nappaleder mit Massagefunktion,Sitzheizung – und bei der aktuellen Hitze noch wichtiger – Belüftung. Der Testwagen für schlappe 120000 Herrlich bequem: Die elektrischen Komfortsitze mit Nappaleder, Sitzheizung und – bei Hitze noch wichtiger – Belüftung. Mit der optionalen Luftfederung lassen sich nicht nur Motor, Schalt- kennung und Lenkung, sondern auch das Fahrwerk anpassen. »Nicht nur Banker drehen die Köpfe nach dem neuen XC90. Franken hat so ziemlich alles an Bord, was man an Luxus so braucht. Über Highend-Sound- anlagen verlieren wir im Test nor- malerweise selten ein Wort. Aber wenn der Fahrer schon mal den Klassik-Sender in der Akustik der Göteborg-Concert-Hall geniessen kann, muss das eben lobend er- wähnt werden. Klasse! Schnell zurück zum seriösen Autojournalismus. Im Vorfeld wurde von den üblichen Verdäch- tigen – Gasgeben, Spasshaben – gejammert, weil Volvo im XC90 keine Fünfzylinder mehr anbietet. Aber: Macht nichts. Zumindest, wenn man den T6-Turbobenziner mit 320 PS unter der Haube hat. Der ist bei moderater Fahrweise laufruhig und leise und wuchtet den über zwei Tonnen schweren Schweden in 6,9 Sekunden von Null auf Tempo Hundert, wie ai- Messungen ergaben. TEST|VOLVO XC90

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