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Auto Illustrierte 08 2015 - Hyundai Tucson: Neues SUV, alter Name

52 AUTO-ILLUSTRIERTE 08|15 RENDEZVOUS|HYUNDAI TUCSON ZURÜCK ZU ALTEN TUGENDEN TEXT: JÖRG PETERSEN FOTOS: HYUNDAI Hyundai kehrt zur alten Nomenklatur zurück. So wird aus dem iX35 wieder der Tucson. Und wo man gleich dabei war, verpasste man ihm ein Facelift, das fast einer Neuauflage gleichkommt. J a, was denn nun? Während Hyundai in EuropadenTuc- son als ix35 verkaufte, durf- te er seinen angestammten Namen in Amerika weiter tragen. InterkontinentaleVerwirrung.Des- halb kehrt die Marke nun wieder zum alten Namen zurück. Das bedeutet: Umgewöhnen. Rund 10 700 Kunden in der Schweiz hatten seit 2010 einen ix35 geordert; die Masse davon mit Dieselmotoren und Automa- ten.Das soll beim Newcomer nicht viel anders werden. Doch muss der Tucson einiges mehr bieten als der Vorgänger.Schliesslich tritt er in einem der aktuellen Wachs- tumssegmente an und trifft dort auf Konkurrenten wie Ford Kuga, Toyota RAV4, Kia Sportage, Nissan Qashqai oder VW Tiguan. Gut ausgestattet Äusserlich hat er jedenfalls mit dem ix35 nicht mehr viel gemein. AbereinblossesFaceliftreichtena- türlichnicht:Eristnichtnurkanti- gergeworden,sonderngleichzeitig 6,5 Zentimeter länger, drei Zenti- meterbreiterundeinenZentimeter flacher. Die neue Frontpartie, der sechseckige Kühlergrill und die schmalerenLED-Scheinwerferlas- sen ihn nicht mehr so hochbeinig wirken wie noch den Vorgänger. Auch im Interieur hat der Tuc- son zugelegt. Der um drei Zenti- meter auf 2,67 Meter verlängerte Radstand kommt den Passagie- ren in Form von mehr Bein- und Schulterfreiheit zugute. Einzig die Vordersitze dürften ruhig noch et- was mehr Seitenhalt bieten. Dafür lässt es sich bequem reisen. Stress kommtnichtauf,weilsichdiezahl- reichen Ausstattungsschmankerln auch intuitiv bedienen lassen. LED-Tagfahrlicht, Einparkhilfe vorn/hinten,Lichtautomatik,Blue- tooth-Freisprecheinrichtung und DAB+-Radio sind ab der Basisausstattung Origo seri- enmässig an Bord. Navi, Kur- venlicht, Spurhalte- und Totwin- kelassistent oder das automatische Notbremssystem AEB gibt es ab der Piena-Austattung serienmässig. Beim Kofferraumvolumen muss sich der Tucson mit seinen 513 bis 1503 Litern allerdings dem Lade- primus Toyota RAV 4 (547–1746 Liter), Ford Kuga (456–1653 Liter) und VW Tiguan (470–1510 Liter) geschlagen geben. Kraftvoller Leisetreter Nicht bei der Motorisierung. Ne- ben dem rauh zu Werke gehen- den 1,6-Liter-Benziner,der nur mit Doppelkupplungsgetriebe ange- boten wird, stehen drei Turbodie- sel mit 115 bis 185 PS bereit. Vor allem der grosse, 402 Newtonme- ter liefernde Zweiliter-Selbstzün- der glänzt mit Spontaneität und Durchzugskraft. Forsch und ohne grosse Anfahrschwäche lässt er das 1,7 Tonnen schwere SUV in 9,5 Sekunden auf 100 km/h sprinten. Gut gedämmt, glänzt er daneben mitLaufruheundeinemVerbrauch von 6,5 l/100 km. Ruhig auch das Fahrverhalten des Allradlers. Straff abgestimmt bringen ihn selbst gröbste Un- ebenheiten nicht aus der Ruhe. Leichte Wankbewegungen des Aufbaus bei schneller, leicht un- tersteuernder Kurvenfahrt sind dennoch spürbar.Für leichtes Ge- lände stehen bereits in der Basis- version Bergan- und -abfahrhilfe bereit. ■ Jörg Petersen sagt »Der Hyundai Tucson hat mit dem iX35 fast nichts mehr gemein und in allen Belangen zugelegt. Der Zweiliter-Diesel mit 185 PS ist aufgrund der Laufruhe und Effizienz gegenüber dem 177 PS leistenden 1,6-Liter-Benziner die bessere Wahl. Leider gibt es ihn statt mit dem sanft schaltenden Doppel- kupplungsgetriebe nur mit einem Sechsstufen-Automat. Der gegenüber dem Vorgänger etwas höhere, aber immer noch günstige Preis, wird durch die üppigere Ausstattung wieder aufgewogen. Rund 10700 Kunden in der

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