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Auto Illustrierte 08 2015 - BMW 7er, Fiat 500, Mini Clubman, Peugeot 308 GTi u.a.

VORNEHME ZURÜCKHALTUNGTEXT: MICHAEL LUX FOTOS: BMW, VESA ESKOLA An der IAA in Frankfurt feiert der neue BMW 7er Messepremiere. Chefdesigner Adrian van Hooydonk erklärte uns vorab sein Designkonzept – und was er unter «modernem Luxus» versteht. L uxus wird weltweit un- terschiedlich wahrge- nommen», erklärt Adrian van Hooydonk. Daher schwärmte das 650-köpfige Team des BMW-Chefdesigners vor fünf Jahren erst einmal aus in alle Welt. Der Auf- trag: Die Suche nach «modernem Lu- xus» abseits des Autos. Sie besuchten Hotels, sprachen mit potenziellen Kun- den und kamen zurück mit vielen Ein- drücken, die sich in noch mehr Skizzen und Zeichnungen – und schliesslich in realen Modellen manifestierten. Weite- re zwei Jahre brauchte es für die Tech- nik, dann war der neue 7er fertig. «Wir wollten viel ausdrücken mit möglichst wenig Mitteln», erläutert van Hooydonk das eher zurückhaltende Design-Kon- zept. Die horizontal ausgelegte Front mit Scheinwerfern, die sich bis zum Grill ziehen, sollte dann aber doch «Präsenz» ausdrücken: «Das Auto wirkt dadurch breiter, obwohl es nicht breiter ist», sagt der Niederländer. Die horizontale Ausrichtung bei gleichzei- tig flacher Dachlinie und langgestreck- ter Silhouette soll vor allem eins aus- strahlen: Eleganz. «Wenn wir jetzt vor einem M4 stehen würden, würde ich über Keilform reden, über Vorwärts- drang und Dynamik», so Hooydonk. BMW 7ERPREMIERE AUTO-ILLUSTRIERTE 08|15 14 «Aber ein 7er soll kraftvoll aussehen, ohne dass an der Ampel jemand auf die Idee käme, ihn herauszufordern.» Kunden, die es doch etwas sportlicher mögen, können die Optik aber indivi- duell aufpimpen, etwa durch das erst- mals beim 7er erhältliche M-Paket. Die wenigen Linien im Blechkleid seien be- sonders präzise ausgeführt und erfüll- ten auch eine aerodynamische Funk- tion. «Wir haben versucht, allzu grosse Fugen zu vermeiden», so Hooydonk. Die Hauptscheinwerfer mit Laserlicht erlaubten den Designern darüber hin- aus, diese noch flacher anzulegen. Und die LED-Leuchten am Heck sollen für ein homogenes, indirektes Licht ohne Pünktchenoptik sorgen. Luxus als Teil des Designkonzepts «Linie ist Grafik, aber Struktur wird durch Licht und Schatten gemacht. Nur so können wir die Form zum Leben erwecken», doziert der Designer und zeigt auf die zwei horizontalen Linien, die die Seitenansicht gliedern. «Wenn man Formen reduziert, werden Details aber umso wichtiger», fügt er hinzu. Beispiel: Der Seitenspiegel, der aus den Chrom-Zierleisten des Fensters zu wachsen scheint. Auch dies sei Teil des «modernen Luxus».

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