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Auto Illustrierte 08 2015

11 08|15 AUTO-ILLUSTRIERTE dem aktuellen Eagle F1 Asymme- tric 2 stellte uns Goodyear einen eigens gefertigten Reifen mit zwar aktuellem Profil und Unterbau, aber einer Laufflächenmischung auf dem technischen Stand von vor 15 Jahren her. Als Anreiz, um festzustellen, wo sich der Billigrei- fen einordnet,nahm der Sunny SN 3630stellvertretendfürdieostasia- tischenBilligreifenamTestteil.Die Frage war: Wo ist der Billigreifen einzuordnen?Zwischendenbeiden Goodyear-Pneus oder sogar noch dahinter?Testfahrzeugewarendrei handgeschaltete Seat Leon ST 1.4 TGI mit je 110 PS. Längs-Aquaplaning Schon beim Längs-Aquaplaning gab es die erste Überraschung. Salzinger: «Hier haben die beiden Goodyear-Pneus nahezu identi- sche Werte erreicht. Der Billigrei- fen lag deutlich dahinter. Seine Aquaplaning-Geschwindigkeit lag fast zehn Prozent unter der des ak- tuellen Eagle F1. Das ist natürlich gerade bei starkem Regen und bei Wasser auf der Strasse ein abso- lutes Sicherheits-Feature, auf das man verzichten muss, wenn das Fahrzeug schon bei niedrigen Ge- schwindigkeitenaufschwimmtund die Bodenhaftung verliert.» Katastrophal die Resultate beim Nassbremsen. Der Bremsweg-Un- terschied beim Abbremsen von 80 auf 20 km/h liegt bei über zehn Metern. Der Standard-Goodyear mit der aktuellen Mischung hat einen Bremsweg von rund 27 Metern, während der Billigreifen noch eine Restgeschwindigkeit von 44 km/h abbauen muss und erst nach über 38 Metern zum Stehen kommt. Das Fahrzeug mit der alten Goodyear-Mischung fährt bei der 27-Meter-Marke im- mer noch 30 km/h und steht rund vier Meter später als der aktuelle Pneu. «Ein Grund mehr, warum dieseDisziplineinevondreiLabel- kriterien ist», sagt Salzinger. «Er- staunlicherweise schneidet die 15 Jahre alte Mischung immer noch deutlich besser als der modernere Billigreifen ab.» Mässige Mischung Ähnliches spielt sich beim Tro- ckenbremsen von 100 auf 0 km/h ab. Nach 35,6 Metern steht der aktuelle Pneu; jener mit der alten Mischung braucht rund 1,5 Meter länger. «Das kann ein teurer Un- terschiedsein,aberimmerhinkein lebensbedrohlicher», sagt Salzin- ger. «Der Billigreifen hat mit einer Performance von über 40 Metern erneut gezeigt, dass er weder im Nassen noch im Trockenen auch nur annähernd mit sogenannten Premiumpneus mithalten kann. Jetzt nicht und offensichtlich auch nicht vor 15 Jahren, da er am Re- ferenzreifen immer noch mit 36 km/h vorbeirauscht.» In einer anderen Liga Auch auf der nassen Kreisbahn zeigen sich ähnlich eklatante Un- terschiede wie beim Nassbremsen. Bei der Seitenführung erreicht der Billigreifen nur 87 Prozent der übertragbaren Seitenkräfte. Somit bricht das Fahrzeug bei einer Kur- venfahrt deutlich früher aus der Kurve aus,da der Pneu nicht mehr in der Lage ist, die Spur zu halten. Der Reifen mit der alten Mischung findet sich in der Mitte wieder, wo- beiernäheramaktuellendennam billigen Pneu abschneidet. In den Handling-Disziplinen und den Rundenzeiten spiegeln sich die Ergebnisse der Kreisfahrt wider. Es sind abermals deutliche Unterschiedezuerkennen.Soliegt die Durchschnittsgeschwindigkeit beim aktuellen Eagle F1 bei 84 km/h, während mit dem Billig- reifen nur 78 km/h zu erreichen sind.HochgerechnetaufeineRun- Nass-/Trockenhandling: Auf einer Runde nahm der aktuelle Goodyear-Pneu jenem mit alter Mischung und dem Billigreifen rund drei beziehungsweise sogar sechs Sekunden ab. »Wer Billig- reifen auf- zieht, spart leider auch an der Fahr- zeug-Performance.

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