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Auto Illustrierte 06 2015

87 06|15 AUTO-ILLUSTRIERTE Die Sitzposition lässt sich perfekt einstellen – so gelangt man beispielsweise auch nach Wien ohne Rückenschmerzen. I ch werde jetzt drauf herum- hacken. Die Gepäckraum- Abdeckung, die selbststän- dig zurückschnellte und sich kaum richtig verankern liess: Einfach nur nervig. Das ge- legentliche leichte Ruckeln vom zweiten in den dritten Gang: Einer Luxuslimousine unwürdig, so. Warum ich mir diese belang- losen Kleinigkeiten vor Augen halte? Um mir einzureden, dass der Abgang des Panameras aus der Dauertestflotte gar nicht so schlimm ist. Schliesslich hat er ja auch mal genervt. Aber: Es mag nicht so recht gelingen. Doch erst mal von vorne. Es war im Frühling 2014, als sich der grosse Porsche zum Dauertest anmeldete. Bis dahin war meine Meinung klar. Blind von Vorurteilen, wollte ich den Panamera nicht mögen.Weil: Ein Porsche hat keine zwei Tonnen zu wiegen, braucht keine vier Türen und schon gar keinen Turbodie- sel, wenn er einen Boxer haben könnte. Basta. Mit dieser Mei- nung war ich auch nicht alleine auf der Redaktion. Zu gross, fast schon protzig und einfach kein Auto zum Liebhaben. Doch das war, bevor der silberne Riese in der Garage stand. Stück für Stück, Kilometer um Kilometer machte sich der Por- sche daran, die Herzen der Re- daktion zu erobern. Ein paar Wo- chen nach seinem Antritt stand eine Reise nach Wien an.Fliegen? Nein, ohne Zögern gab ich dem Panamera den Vorzug. Tick, tick? Dass der Grosse ruhig und souve- rän geradeaus fährt auf der Auto- bahn, damit war zu rechnen. Für ein erstes Stutzen sorgte dafür die Tankuhr.EinKlopfenmitdemZei- gefinger, wie man es im Oldtimer vielleicht tut,konnte ich mir nicht verkneifen.Hallo,funktioniert die überhaupt? Sie funktioniert, aber auf den ersten 200 Kilometern braucht sie sich einfach nicht zu bewegen. Der Tank im Panamera ist schliesslich für die trinkfreudi- geren Turbo-V8 ausgelegt. Hängt man den sparsamen Diesel dran, so kreiert man ein wahres Reich- weiten-Monster.Vielleicht war die Tanknadel einfach so gelangweilt, dass sie deswegen ab und zu nach dem Volltanken nicht gleich bis ganz nach oben klettern mochte? Bis zu 1200 km am Stück lassen sich rauspressen,900 km sind auf jeden Fall drin. Als Durchschnitt nach einem Jahr resultieren 7,8 l/100 km. An sich schon aller Eh- ren wert für einen 300 PS star- ken Zweitönner. Erst recht den Hut ziehen wir aber, da von den gut 50000 km viele in schnellem Galopp auf deutschen Autobah- nen zurückgelegt wurden. In der »Bis zu 1200 km am Stück sind möglich, 900 sind es auf jeden Fall.

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