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Auto Illustrierte 06 2015

81 06|15 AUTO-ILLUSTRIERTE Philipp Aeberli sagt »Der Soul EV überrascht im Test: Er wirkt sehr erwachsen und fährt sich angenehm unspektakulär. Dass er mit Strom statt mit Sprit fährt: Daraus macht er keine grosse Show. Besonderes Lob verdient die Reichweiten-Anzeige. Sie rechnet sehr konservativ, zeigt dafür aber verlässliche Werte. Die hohe Reichweite verstärkt diesen Eindruck noch. atur, conestem quis pellorro et aut et landam, cus magnat. Si diandeni occustios impor sum sinis repta aut et landam, cus magnat. Si diandeni oc- custios impor sum si KIA SOUL EV Preis Testwagen: 40800 Fr. Motor und Antrieb: Elektromotor, 81 kW/111 PS bei 2730–8000/min, 285 Nm, 1-Gang Automatik, Vorderradantrieb. Lithium- Ionen-Polymer-Batterie, 27 kWh. Fahrleistungen: 0–100 km/h 11,2 s, Spitze 145 km/h (Werk). Verbrauch: Norm 14,7 kWh/100 km, Benzi- näquivalent 1,6 l/100 km, 0 g/km CO2 lokal, Effizienz A. Test 21,2 kWh/100 km, max. Reichweite 212 km. Abmessungen: Länge/Breite/Höhe 4140/1800/1593 mm, Radstand 2570 mm, Leergewicht 1565 kg, Zuladung 395 kg, Kofferraum 281–891 l. Fahrwerk: Vorn McPherson, hinten Verbundlenkerachse, Stabi, vier belüftete Scheibenbremsen, ASR, ESP, elektro-mecha- nische Servolenkung, Bereifung 205/60 R16, Wendekreis 10,6 m. Preis Basismodell: 36900 Fr. Nach wie vor gibt es keinen einheitlichen Stecker. Zum Glück aber ein Staufach für Kabel im Soul. ▲ STÄRKEN Der starke Motor kann sich auf die grosse Batterie verlassen; und die Restreichweite wird exakt berechnet. Der Innenraum wirkt trotz spielerischer Gestaltung übersichtlich. ▼ SCHWÄCHEN Der Preis ist für einen Kleinwagen beträchtlich, Pionierrolle hin oder her. Immerhin ist die Ausstattung gut. Etwas leichter dürfte der Elektro-Soul ebenfalls sein, so liesse sich die Reichweite weiter steigern. Design ● ● ● ● Komfort ● ● ● ● ● Nutzwert ● ● ● ● Antrieb ● ● ● ● ● Kosten ● ● ● 1 2 3 4 5 MODELLBEWERTUNG Die auto-illustrierte testet mit ultimate-Treibstoffen von bp in konstanten Schritten. Kein schlagartiges Abfallen,wenn man auf die Autobahn beschleunigt, aber auch keine rasanten Anstie- ge, wenn der Soul bergab etwas rekuperieren kann. Das sorgt für das beruhigende Gefühl, dass man sich auf den Reichweiten- rechner verlassen kann. Ein ver- trauenswürdiger Tiefstapler ist im Alltag eben doch mehr wert als ein Schwätzer, der utopische Reichweiten verspricht. Gediegen im Sauseschritt Im Alltag gibt sich der Soul dann auch weit erwachsener, als es die verspielte Optik erwarten liesse. Er sirrt leise und ruckfrei davon; äusserst unauffällig. Mit über 1,5 Tonnen ist er zwar kein Leicht- gewicht, federt dafür aber auch sehr geschmeidig. So taugt der Soul durchaus für mehr als nur den kleinen Einkauf in der Stadt. Sofern man sich auf die Ladein- frastruktur verlassen kann. Denn selbst auf der Autobahn macht der bunte Koreaner eine gute Fi- gur. 111 PS mögen an sich zwar nicht beeindrucken,doch 285 Nm Drehmoment, die immer sofort anstehen, lassen Zwischenspurts zur kurzweiligen Angelegenheit verkommen. Das traut dem kan- tigen Wägelchen niemand zu. Dafür sieht man ihm die Neh- merqualitäten geradezu an. Mit 281 Litern Kofferraumvolumen wird er rein objektiv zwar nicht zum Klassenprimus, doch im All- tag überzeugt er: Tiefe Ladekante, grosszügige Ladeluke und ein La- deraum ohne störende Ecken und Winkel sind einfach nur prak- tisch.Die Rückbank wird auch für Grossgewachsene nicht zur Qual. Die wünschten sich allerdings et- was mehr Verstellmöglichkeiten für Fahrersitz und Lenkrad. An- sonsten sitzt es sich aber durchaus bequem. Und die einfache und übersichtliche Bedienung weiss zu gefallen. Gleich zwei 12-Volt-Anschlüsse sorgen neben einem USB-An- schluss für ausreichend Lademög- lichkeiten. Ist Sparen zugunsten der Reichweite angesagt, wartet der Soul mit beheiz- und belüft- baren Sitzen auf.Keine Angeberei aus der Oberklasse, sondern ein im Elektroauto sinnvolles Extra: Heizen und Kühlen direkt da, wo man die Wohlfühltemperatur braucht, spart viel Energie. Den kompletten Innenraum zu kli- matisieren, kann man sich damit meist sparen – und fährt dafür ein paar Kilometer weiter. In einem wesentlichen Punkt kann sich aber auch der Soul nicht unbedingt von der Konkur- renz absetzen: Ein Elektroauto ist weiterhin eine teure Sache. Ab 36900 Franken stromert man bei Kia. Viel Geld für einen Kleinwa- gen, dessen Reichweite noch im- mer nicht mit der eines Verbren- ners mithalten kann. Zugutehal- ten kann man ihm dafür, dass man fürs Geld einen der Besten seiner Zunft bekommt. Wie un- auffällig und vertrauenswürdig er seinen Job tut, macht den Soul EV erst recht sympathisch. ■ Den Elektro-Soul erkennt man an den weissen Fel- gen. Beim Ampelstart kann er auch GTI & Co. locker mal die Rücklichter zeigen. 12345

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