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Auto Illustrierte 06 2015

70 AUTO-ILLUSTRIERTE 06|15 TEST|RENAULT ESPACE trische Heckklappe leider schon, wobei man diesen Deckel auch händisch aufbekommt: Die nied- rigere Dachlinie reduziert seine Abmessungen und sein Gewicht. Dahinter gähnen nicht mehr un- endliche Weiten wie einst, als ein Espace gute drei Kubikmeter fass- te, aber maximal 2035 Liter muss man auch erstmal füllen. Was recht leicht geht, obwohl beim Vorgänger die Ladekante noch ei- nen Tick tiefer lag. Die Lehnen der zweiten und dritten Sitzreihe lassen sich ohne viel Gefingere dank Tasten im Kofferraum umlegen. Aufrichten muss man sie aber wieder hän- disch per Mechanik. Sitze aus- bauen ist passé, immerhin lassen sie sich längs verschieben. Das ist auch bitter nötig, wenn man die dritte Reihe besetzen will: Allen- falls zehnjährige Blockflötenspie- ler würde man dort guten Gewis- sens unterbringen, weil es vor al- lem für die Füsse knapp wird. AnsonstensinddiePlatzverhält- nisse mehr als erfreulich; rund 14 Zentimeter weniger Fahrzeughö- he zum Vorgänger machen sich nichtnegativbemerkbar.Hinsicht- lich Verarbeitung und Anmutung rutscht der neue Espace gar eine Klasse höher: Kein latenter Nutz- fahrzeugcharme mehr, sondern Leder, hochwertige Kunststoffe, geschäumte Flächen, jedenfalls im Initiale. Ästhetischer Höhe- punkt: Das Cockpit mit schön reduzierten Instrumenten, dem futuristischen Wählhebel für das Doppelkupplungsgetriebe und der frei schwebenden Mittelkonsole, die Letzteren nahe an die rechte Hand rückt. Leider sind die Knie von Fahrer und Beifahrer im Weg, wenn man die darunterliegenden Cupholder und Ablagen nutzen will – Kleckern vorprogrammiert. Bei der Bedienung hat Renault alserstesdieTesla-Lektiongelernt. Heisst: Der mittige Touchscreen mit Tablet-Funktionalität ist nicht so gross wie beim Vorbild, aber grösser als bei jedem Mitbewer- ber. Oben Navi, unten Multime- dia werden gleichzeitig angezeigt. Zum Bedienen tatscht man entwe- der oder nutzt den Drehschalter, mit dem reihum die Funktionen angesteuert werden. Verstehen Digital Natives und alle anderen auch. Grossartig. Solist mit fünf Stilen Die Modellpalette ist mit drei Antrieben übersichtlich und der grosse Turbodiesel des Testwa- gens keine schlechte Wahl. Aus 1,6 Litern Hubraum schöpft er erstaunliche 160 PS; dafür brau- chen manche Mitbewerber vier Dezi Hubraum mehr. Im Ton Edles Cockpit. Nachts ziehen sich Lichtleisten über die Mittelkonsole; Getriebehebel und Regler liegen perfekt in Reichweite. Das grosse Ablagefach darunter leider nicht. Was wie ein Gashebel im Flugzeug wirkt, bedient das Doppelkupp- lungsgetriebe. Dahinter der Dreh- Drücksteller, über den sich nahezu alle Funktionen aufrufen lassen.

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