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Auto Illustrierte 06 2015 - Mit Kraft und Schönheit: Ford Mustang Cabrio

AUTO-ILLUSTRIERTE 06|15 52 RENDEZVOUS|FORD MUSTANG PONY IM AUFGALOPPTEXT: MICHAEL SPECHT FOTOS: MUSTANG Ab Juni startet endlich der Ford Mustang als Coupé und Cabrio. Mit Retro-Design, neuem Fahrwerk, europäischem Turbobenziner und uramerikanischem V8. E s gibt nicht viele Autos, bei denen man nur die Typen- bezeichnung nennen muss und jeder weiss, worum es geht. 911er, E-Type oder Corvette zum Beispiel. Und natürlich darf der Mustang nicht fehlen,urame- rikanische Auto-Ikone. Mittler- weile in der sechsten Generation seit vorigem September auf dem US-Markt verfügbar. Ende Juni geht es auch in der Schweiz los. Fans werden das Retro-Design lieben. Besonders der Blick aufs Heck erinnert unmissverständlich an die «Roaring Sixties», als der Ur-Mustang als sogenannter Fast- back noch schwarze Striche auf den Asphalt radierte. Bestens zu sehen im Film «Bullitt» mit Ste- ve McQueen. Mehr Macho, mehr Mustang ging nicht. Diese Coolness steckt auch im neuen Mustang. Besonders, wenn man sich für die uramerikani- sche Antriebsart entscheidet, den V8-Benziner. Mit seinen 418 PS spielt er förmlich mit dem Auto, zieht mächtig los und dreht da- bei geschmeidig hoch bis auf 6500 Umdrehungen, untermauert von einem kernigen Sound. Zwar gibt Ford als Normverbrauch nur 13,5 Liter an, wer es dann aber gerne ein bisschen heftiger mit der Hin- terachse treibt, sollte sich nicht über 18 Liter wundern. Extrem extrovertiert veranlagte Quartermile-Freaks dürften das eine oder andere Mal sicher den «Line-Lock»-Schalter drücken. Die ganz grosse Show.Er blockiert für 15 Sekunden – das ist eine ge- fühlte Ewigkeit – die Vorderräder, derweil das hintere Gummi unter Vollgas das halbe Wohnviertel in Reifenqualm hüllt.Burn-out-Syn- drom, sozusagen. Aber Ford kann auch öko und bietet als Ausgleich für das Pony- Car auch einen EcoBoost-Vierzy- linder an, nicht einmal halb so gross wie der V8, doch mit Tur- bo-Zwangsbeatmung immerhin 314 PS stark. Geht ähnlich gut, doch das Entscheidende fehlt: die Wucht, die Souveränität, die ur- amerikanische Seele. Abgeschüttelt hat der Mus- tang seine Fahrwerksschwächen. Starrachse und Blattfedern sind endlich passé. Die Radführung übernimmt hinten eine moderne Mehrlenkerachse.Das Ergebnis ist ein handlich und gut zu fahren- des Auto, das auch schnell wech- selnde Kurven nicht übel nimmt. AmerikanischeAutos sind dafür bekannt, viel Leistung für relativ wenig Geld zu bieten. Der Mus- tang macht da keine Ausnahme. Für 38000 Franken kommt die Basisversion,43000 Franken sind es für den V8-GT. Und das feste Dach gegen ein Stoffverdeck zu tauschen, kostet zusätzlich je 4000 Franken. ■ Michael Specht sagt »Diese Mustang-Generation bietet eine beinahe optimale Synthese aus traditionsbewusstem Design und Technik auf der Höhe der Zeit; vor allem beim Fahrwerk. Natürlich ist der V8 die erste Wahl beim Antrieb. Ob aber die Basisversion mit Downsizing-Vierzylinder die Kundschaft in Europa überzeugen kann? Mal abwarten.

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