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Auto Illustrierte 06 2015

10 AUTO-ILLUSTRIERTE 06|15 nach gibt’s einen frischen Kaffee aus der Maschine und etwas Ruhe auf der Sofaecke. Per Knopfdruck fährt der Fernseher aus der De- cke – im Schlafzimmer gäbe es übrigens auch einen – und bietet mir eine Auswahl von hunderten von Sendern. Herrlich gemütlich, sodass ich den schuftenden Kolle- gen draussen beinahe vergessen hätte.Durchs Fenster sehe ich ihn vor seinem Zelt sitzen und proste höflich zu. Bei Regen und Wind Bedrohliche Wolken ziehen am Himmel auf. Das könnte eng werden! Hauptsache, es bleibt trocken,bis ich meine Behausung vollends aufgestellt habe. Die An- leitung ist kurz und anschaulich. Und wer schon mal einen Iglu aufgebaut hat, sollte damit nicht überfordert sein. Sollte! Denn alleine ist das Ganze doch wieder nicht so einfach.Vor allem die beiden langen Stangen zusam- menzustecken und anschliessend durch die Ösen zu fädeln,ist ohne helfende Hand mühsam.Aber der hämisch grinsende Aeberli hat ja keine Hand frei, weil er das erste Cüpli halten muss. Endlich lässt er sich doch herab und packt mit an. Ist halt doch ein anständiger Kollege! Zu zweit steht das Zelt dann ruckzuck. Und weil es auf beiden Seiten einen Eingang hat, lässt sich das Gepäck trockenen Fusses ausladen – oder bleibt gleich im Kofferraum. Das spart Platz im eigentlichen Schlafge- mach, das so zur Not auch für drei Personen taugt. Nur das mit der Befestigung am Auto wirkt nicht so recht ausge- klügelt. An Felgen und Türgriffen soll man die Schnüre befestigen. Ein paar spezielle Haken und Ösen irgendwo am Fahrzeug wä- ren da praktisch. Dumm ausser- dem, wenn man vorne im Auto was vergessen hat. Dann muss man die verknotete Befestigung wieder auffummeln – und einfach mal schnell mit dem Auto wegfah- ren ist natürlich nicht drin. Aber genug geunkt. Schnell noch die Klappstühle aufstellen. «Zisch!», das erste Bier nach getaner Arbeit, da lässt sich Kollege Aeberli auch nicht lange bitten. Raum für alle Auf dem Klappstuhl vor dem Zelt gibt es natürlich keinen Sekt,son- dern ein kühles Bier. Aber so lässt sich’s auch leben. Vielleicht ist das Campen im Zelt doch weniger schlimm,als ich es mir vorgestellt habe, möchte ich mir grad einre- den,als der Himmel aufbricht und es doch noch zu regnen beginnt. Es zieht mich unweigerlich wieder nach drinnen,wo es nicht nur tro- cken ist, sondern bei Bedarf auch Kommandozentrale der Land-Yacht: Während Lux mit den Zeltstangen hantiert, dreht Aeberli die Musik einfach etwas lauter. Eine Dusche, drei Herdplatten, grosser Kühlschrank und Mikrowelle: Wer sagt denn, dass man beim Campen auf Luxus verzichten muss? Nur für das grosse Sonnensegel muss der Morelo-Bewohner selbst Hand anlegen. Verkäufer Joachim Übersax zeigt, wie man die Store gegen Wind sichert. Schliesslich will man sich nicht blamieren bei der ersten Böe. Sogar die Satellitenschüssel richtet sich automatisch aus. »Selbst an Bord solch eines Luxus- Campers fühlt man die Freiheit. CAMPEN À LA CARTE »Der Morelo baut auf ein Chassis von Iveco; der Aufbau kann nach Belieben konfiguriert werden. So passt bei Bedarf auch ein Motorroller ins Gepäck- abteil. Die grössten Modelle verfügen gar über eine Kleinwagengarage. Dann wird aber die C-Prüfung für Lastwagen fällig. Das getestete Wohnmobil kann mit der C1-Prüfung für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen gefahren werden. AM START|LUXUSCAMPER ODER JEEP?

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