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Auto Illustrierte 05 2014 - McLaren 650S

McLaren 650SFASZINATION Entwicklungen an Antrieb und Aerodynamik katapultieren den McLaren 12C auf ein höheres Niveau: So gelassen wie im neuen 650S fuhr sich solch brachiale Kraft noch nie. auto-illustrierte 05|14136 SO EINFACH WAR MAN NOCH NIE SO SCHNELL Text | Andreas Faust Fotos | McLaren W ir wissen nicht mehr, wie wir auf diesen Feldweg geraten sind. Hier ein bisschen disku- tiert, dort ein wenig gelauscht auf das Grollen, Grummeln und Zwitschern hinter unseren Köp- fen. Natürlich nicht auf die Stim- me des Navis geachtet. Und schon falsch abgebogen. Mit einem McLaren 12C müsste jetzt einer aussteigen und ein- weisen; sonst liesse sich der mässig übersichtliche Zweisit- zer kaum ohne Blessuren auf den Asphalt zurückmanövrie- ren. Im 650S übernimmt den Job eine Rückfahrkamera. Die Funktion ist der Massstab bei McLaren. Ob einst Firmen- gründer Bruce McLaren per Beisszange die Aussenhaut seiner Rennwagen aerodyna- misch optimierte oder eine Ka- mera Manövrierfähigkeit abseits der Piste sichert: Jedes Detail muss dazu beitragen, dass das Auto schneller, flinker, besser wird. Dennoch führt dieses Konstruktionsprinzip zu höchst ansehnlichen Modellen – auch wenn nur selten die Designer das letzte Wort haben. McLaren fährt gut mit dieser Strategie. Mit dem 650S Coupé und der offenen Spider-Variante lanciert der Rennstall nach zwei Varianten des 12C und dem Über-Sportwagen P1 mit Plug- in-Hybrid-Antrieb die Modelle 4 und 5 seit der Neuaufstellung der Autoabteilung im Jahr 2009. Im letzten Jahr wurden 1400 12C und 40 der 375 ge- planten P1 ausgeliefert. Kleiner Marktanteil, aber beim Wachs- tum liegt die Marke ganz vorne. Auf den ersten Blick wirkt der 650S nur wie eine Variante des 12C: Fallbeiltüren, Lufteinlässe in den Flanken, geripptes Heck. Das Interieur scheint identisch: Klimaregler in den Türen, das Kombi-Instrument mit zentra- lem Drehzahlmesser, die un- fassbar ungünstig zwischen den Sitzen platzierten Wahltas- ten des Getriebes. Aber die frontalen Lufteinlässe und die geschweiften Scheinwerfer ma- chen dann doch einen Unter- schied. Rund 24 Prozent mehr Abtrieb bei Tempo 241 gene- riert die optimierte Aerodynamik an der Vorderachse gegenüber dem 12C.

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