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Auto Illustrierte 03 2015 - Der Audi TT Roadster macht selbst bei miesem Wetter Spass

AUTO-ILLUSTRIERTE 03|15 BISSCHEN BISS Peugeot verschärft sein preisgekröntes Kompaktmodell. Mehr- leistung und sportliche Ausstattung überzeugen beim 308 GT. Das Fahrwerk bleibt jedoch ein Kompromiss. H eiser dröhnt es aus den Boxen: «Rooooaaaaaar!» «Hörst du den Unter- schied?», frage ich meine Beifahrerin. «Rooooaaaaaar!» Ja, man hört den Unterschied zwi- schen Diesel und Benziner wirk- lich. Ungelogen. Die Peugeot-Sound-Ingenieure haben sich alle Mühe gegeben, den 308 GT nicht nur böse klin- gen zu lassen, sondern der «Cha- rakteristik» der beiden Motorvari- anten gerecht zu werden,wie man bei der Präsentation stolz berich- tet. Der Zweiliter-Diesel tönt denn auch noch ein kleines bisschen sonorer als die Benzinvariante. Nur schade, dass man mit dem tollen Klang höchstens die Beifahrerin beeindrucken kann, denn aussen hört man den klei- nen Löwen schon nicht mehr so laut brüllen. Immerhin werden Sobald er den Sportmodus des im GT serienmässigen Dynamik- Packs aktiviert,wechselt die Dreh- zahlanzeige die Farbe.Ausserdem werden Ladedruck, Drehmoment sowie Längs- und Querbeschleu- nigung angezeigt, Lenkung und Motorkennlinie angeschärft. Und nur dann tönt der GT so schön. Auch das Fahrverhalten des kleinen Kraftbündels ist überwie- gend top. Das winzige Sportlenk- rad ist gewohnt handlich und überträgt die Lenkbewegungen sehr direkt. Nur das Fahrwerk könnte ruhig noch ein bisschen knackiger ausfallen. Trotz Tiefer- legung (vorn sieben, hinten zehn Milllimeter) fühlt sich der Fran- zose ein wenig «hochbeinig» an und steht nicht so satt auf dem Asphalt, wie man es sich bei ei- ner Sportversion wünschen wür- de. Den immer noch recht guten Ohren und Nerven der Nachbarn geschont. Man muss ja stets das Positive sehen. Sportlich bis aufs Fahrwerk Ein zahnloses Raubtier ist die Sportversion des preisgekrön- ten Kompakten – der 308 wurde unter anderem Auto des Jahres 2014 – aber trotzdem nicht. Der 1,6-Liter-Turbobenziner mit 205 PS bringt den Peugeot ordentlich auf Touren. Von unten heraus zieht er schön durch und auch in den oberen Gängen ist noch ausreichend Druck dahinter. Ob- wohl er nur in Kombination mit der neuen Sechsgang-Automatik zu haben ist, beschleunigt der BlueHDi-Diesel sogar noch ein bisschen besser – 400 statt 285 Drehmoment sei Dank. Richtig sportlich wird es aber erst, wenn der Fahrer rot sieht.Buchstäblich. Glanzgedrehte 18-Zöller im Diamant-Design und sequenzielle LED-Blinker zeichnen den GT aus. Im Sportmodus färbt sich der Drehzahlmesser rot; Ladedruck und Drehmoment werden angezeigt. Federungskomfort bezahlt man mit leichten Wankbewegungen bei schnellen Richtungswechseln. Gleichzeitig rollen die ebenfalls serienmässigen, glanzgedrehten 18-Zoll-Räder im Diamant-De- sign nicht ganz so sauber über Unebenheiten. Dafür sehen sie richtig schick aus, so wie der GT überhaupt: Getönte Scheiben, schwarz lackierter Heckdiffusor und Seitenspiegel, verchrom- te Doppelendrohre – das macht was her. Innen veredeln den 308 Alu-Pedalen, Sportlenkrad samt GT-Logo,Leder-Alcantara-Ausstat- tung und rote Kontrastziernähte. Sehr hübsch! ML ■ Peugeot 308 GT R4-Turbobenziner, 1598 cm3 , 151 kW/205 PS, 285 Nm bei 1750/min, 6-Gang manuell, Vorderrad • 5,6 l/100 km, 130 g/km CO2 , Effizienz C, 0–100 km/h 7,5 s, 235 km/h • L/B/H: 5253/1804/1447 mm, Leergewicht: 1200 kg, Ladevolumen: 417 bis 1309 l • Preis ab 37700 Franken. »Etwas bissiger könnte der GT sein. Aber bald kommt ja der GTi. 54 RENDEZVOUS|PEUGEOT 308 GT|SEAT LEON ST CUPRA

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