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Auto Illustrierte 03 2015

41 03|15 AUTO-ILLUSTRIERTE I m Cowboy-Staat Texas ist noch ein letzter Hauch vom Geist des Wilden Westens zu spüren. Gleich hinter Austin beginnt wie zu Pionierzeiten das «No-Mans-Land»: Endlose, karge Flächen, ebenso spärlich besiedelt, wie mit fruchtbarem Ackerland gesegnet. Nur wenige verstreute Siedlungen säumen den Wegesrand. Kleine Häuser, teilweise kaum mehr als Bretter- buden. Der Müll der Jahrzehnte stapelt sich im Garten hinterm Haus.Und auf der Strasse tun sich die Geier gütlich an überfahrenen Opossums. Ein BMW hat in dieser Gegend ungefähr so viel verloren wie ein Wallstreet-Banker in der New Yorker Bronx. Das gilt gleich doppelt für das filigrane 2er Cabrio, das trotz Längenzuwachs und 4,43 Metern geradezu win- zig erscheint im Vergleich zu den gewaltigen Pick-Ups, die man hier am liebsten fährt.Mit seinem eleganten Design und der schlan- ken Silhouette wirkt der Viersitzer wie ein rassiges Rennpferd unter einer Herde grobschlächtiger Ar- beitstiere. Ritt an der Kandare Texas rühmt sich, mit dem High- way 130 die schnellste Strasse der USA zu besitzen. 85 Meilen pro Stunde darf man hier fahren, rund 137 Stundenkilometer.Wow! ZumAusfahren des flotten Cabrios reicht das natürlich längst nicht – schliesslich macht es selbst in der schwächsten Ausführung 231 km/h Spitze. Ganz zu schweigen vom M235i mit Reihensechszylin- der und 326 PS, dem ersten offe- nen M-Modell überhaupt.Auf den schmalen, schlecht asphaltierten Countryroads abseits der Auto- bahn schaltet man aber schon freiwillig einen Gang zurück und wechselt angesichts des sport- lich straff ausgelegten, adaptiven Fahrwerks des Kompakten lieber auf Komfort-Einstellung. Die Lenkung des BMW 2ers agiert direkt, fast schon nervös. Hinten bietet BMWs neues Kompakt- Cabrio nun deutlich mehr Platz. Vergrössert wurde unter anderem auch die Durchladeöffnung. Wie mit dem Lineal gezogen durchschneidet die Strasse die Landschaft. Kein Sheriff in Sicht? Dann kann man dem bayerischen Edelhengst ja mal kurz die Spo- ren geben. Alles auf «Sport» und schon geht der 228i dank 245 Art- genossen unter der Haube durch, wie eine Herde wildgewordener Mustangs. Freudig wiehert es aus den Doppelendrohren.Zu schade, dass man dem BMW gleich wieder die Zügel anlegen muss. In den wenigen Kurven lässt sich im- merhin erahnen, dass der offene Zweier sich ähnlich agil bewegen lässt, wie das Coupé. Heckantrieb und ausgewogener Gewichtsver-

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