24-Stunden-Rennen

Spannendes Rennwochenende in Spa

Das Porsche-Kundenteam Rowe Racing hat das 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps gewonnen. In einem dramatischen Finale setzte sich der Porsche 911 GT3 R Nr. 98 mit den Werksfahrern Nick Tandy (GB), Earl Bamber (NZL) und Laurens Vanthoor (BEL) durch. Audi musste den fünften Sieg in Spa nach einer stundenlanger Führung aufgeben und fuhr mit R8 LMS GT 3 auf Platz zwei

Veröffentlicht am 27.10.2020

Das Langstreckenrennen in den Ardennen fand bei schwierigen äusseren Bedingungen mit wechselhaftem Wetter und oft rutschiger Strecke statt. Zahlreiche Zwischenfälle unter anderem im nächtlichen Regen sorgten für insgesamt 18 Gelbphasen und 14 Safety-Car-Einsätze. Im engen Wettbewerb der insgesamt 55 GT3-Fahrzeuge von elf Herstellern wechselte die Führung quasi im Stundentakt. Der siegreiche Porsche 911 GT3 R von Rowe Racing übernahm die Spitze erstmals am frühen Sonntagmorgen, nachdem Tandy auf nur langsam abtrocknender Strecke als schnellster Pilot im gesamten Teilnehmerfeld für Aufsehen gesorgt hatte. Nach beeindruckenden Stints seiner Kollegen Bamber und Vanthoor war es erneut der Brite, der in der letzten Stunde des Rennens im Fokus stand. Das Audi Sport Team Saintéloc, Sieger der Ausgabe von 2017, führte das Rennen an. Je nach Boxenstoppsequenz und Überholmanövern lag auch das Audi Sport Team Attempto mit Mattia Drudi, dem schweizer Rennfahrer Patric Niederhauser und Frédéric Vervisch in Führung. Als der Regen in den letzten 90 Minuten immer stärker wurde, fing das Porsche-Team Rowe Racing den Attempto-Audi ab, während Saintéloc Platz sechs erreichte. Mit einem Vorsprung von nur 4,687 Sekunden fuhr das Porsche-Team ins Ziel – eine weitere Runde hätte sein Rennwagen, der bereits bedenkliche Geräusche entwickelte, mangels Getriebeöl kaum noch geschafft. 

In den letzten Minuten des Langstreckenklassikers setzte sich auch Matteo Cairoli stark in Szene. Der Italiener nutzte die Traktionsvorteile des Porsche 911 GT3 R auf nasser Strecke optimal aus und kämpfte sich kurz vor dem Fallen der Zielflagge bis auf den dritten Rang nach vorn. Die Startnummer 12 von GPX Racing mit den Werksfahrern Mathieu Jaminet, Patrick Pilet (beide FRA) und Matt Campbell (AUS) erreichte nach ebenfalls starker Aufholjagd den vierten Platz, das Schwesterauto mit der Nummer 40 kam auf Rang elf. Der erste Spa-Einsatz des Teams Frikadelli Racing, unter anderem mit Porsche-Markenbotschafter Jörg Bergmeister am Steuer endete auf Position acht.

Die Schweizer mittendrin

Die finalen Plätze der Schweizer Rennfahrer waren breit veretreilt. Patric Niederhauser fuhr mit seiner Mannschaft Audi Sport Team Attempto Racing auf Platz zwei, Louis Deletraz mit GPX Racing auf Platz elf, Ricardo Feller mit dem Huracan GT3 EVO auf Platz 20, Alex Fontana sowie Lucas Legeret für AKKA ASP erreichten Rangierung 31. Daniel Allemann fuhr für Herberth Motorsport, er und sein Team brachten das Rennen nach 375 Runden auf Platz 37 ab, Lucas Mauron und sein Team nach 318 Runden auf Platz 40, Raffaele Marciello endete auf Platz 42 gefolgt von Alexandre Imperatori auf Platz 43 und der letzte Schweizer war Edoardo Mortara auf Platz 54 von 56, der das Rennen nach 70 Runden abbrechen musste.

Das Kundenteam KCMG hatte im diesjährigen Rennen hingegen viel Pech. Die Startnummer 21 wurde frühzeitig aufgrund von anhaltenden Vibrationen am Heck des Porsche 911 GT3 R abgestellt. Das Schwesterauto der Vorjahressieger Michael Christensen aus Dänemark, Kévin Estre aus Frankreich und Richard Lietz aus Österreich verlor durch einen Defekt am Radträger fünf Runden und kam am Ende auf Platz 13 ins Ziel. Die Mannschaft von Herberth Motorsport, die phasenweise sowohl die Pro-Am-Kategorie als auch die Am-Klasse angeführt hatte, verlor beide Fahrzeuge bei Unfällen. Auch die Startnummer 56 von Dinamic Motorsport und die Nummer 99 von Rowe Racing mussten vorzeitig aufgeben.

Fotos: Porsche
Text: Dario Fontana

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