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Ford Focus RS

VIER GEWINNT

Ford lanciert mit dem RS den ersten Focus mit Allradantrieb. 350 PS und 440 Newtonmeter sowie ein spezieller Drift-Modus machen den Kompakten zum perfekten Männerspielzeug.

Was ist besser als ein Focus RS? Richtig, ein RS mit Allradantrieb. «Wir haben mit dem Vorgänger alles erreicht und wollten nicht wieder das Gleiche machen», erklärt Tyrone Johnson, leitender Entwickler beim RS, warum der Neue eben kein Fronttriebler mehr sein sollte. Viele RS-Kunden gingen mit ihrem Fahrzeug ausserdem auf die Rennstrecke, dem habe man jetzt Rechnung getragen: Statt reiner Performance stehen beim aktuellen Modell Fahrspass und hohe Kurvengeschwindigkeiten im Vordergrund. Die firmeneigene Teststrecke im belgischen Lommel mit ihren zahlreichen Kurven eignet sich da perfekt, um das neue RS-Gefühl selbst zu erfahren.

Selbst fahren ist nicht!

«Hey, Moment mal!» Beim Einsteigen steuert der Entwickler zielstrebig auf die Fahrertür zu. Protestieren zwecklos. Zwar gehören wir zu den wenigen auserwählten Journalisten, die lange vor der Markteinführung im Frühjahr im RS Platz nehmen dürfen, aber leider nur auf dem Beifahrersitz. Erst im Januar dürfen wir selbst ans Steuer. Gemeinheit!

Doch der Ärger ist schnell verflogen, als der Testpilot sich im Track-Modus durch die Menüs des Bordcomputers klickt und die neue Launch-Control freischaltet. Wenige Klicks, und schon mutiert die Teststrecken-Gerade zur Startbahn. Gaspedal voll durchdrücken, vorspannen, ready for takeoff! Kaum nimmt er den Fuss von der Bremse, katapultiert es uns in die Recaro-Sitze. Fast ohne Scharren der Räder presst der Focus seine 440 Newtonmeter auf die Strasse. In 4,7 Sekunden beschleunigt er von null auf 100.

Angetrieben wird der RS vom 2,3-Liter-Ecoboost aus dem Mustang. Der Vierzylinder mit Twin- Scroll-Turbo und doppelter Nockenwelle ist für den RS-Einsatz optimiert. Bis zu 370 PS bringt er im Overboost-Modus. «Zahlen interessieren uns nicht, was zählt, ist das Fahrgefühl», wiederholt Tyrone Johnson sein Mantra. So ganz mag man ihm nicht glauben. Schliesslich hätte Ford sonst bei der Leistung nicht über 50 PS nachgelegt.

Fahrgefühl eines Hecktrieblers

Die erste Linkskurve: Der Pilot bremst an, die Brembo-Vierkolben- Bremsen packen zu. Eine Vierteldrehung am Lenkrad, und der RS spurt willig ein und wedelt dabei elegant mit dem Hintern. Die Teststrecke ist an diesem Morgen noch etwas feucht vom Regen, das dezente Hecktriebler- Feeling ist jedoch gewollt. Je nach Fahrmodus gewähren ESP und Allradantrieb dem Fahrer mehr oder weniger Spielraum. Das elektronische 4x4-System verteilt die Kraft über zwei elektronisch gesteuerte Kupplungen am Differenzial zwischen den Achsen und via Torque-Vectoring zwischen den Hinterrädern. Das erlaubt höhere Kurventempi.

Auf eine Haldex-Kupplung wurde aus Gewichtsgründen verzichtet. Und tatsächlich: Scheinbar mühelos lässt sich der RS über die Teststrecke jagen. Da muss der Tester nicht mal gross schalten. Selbst enge Kehren nimmt er im ausschliesslich handgeschaltet angebotenen RS im dritten Gang, ohne dabei gross vom Gas zu gehen. Wie mag der erst bei trockenem Asphalt und mit den optionalen Semi-Slicks abgehen?

Ich bekomme langsam schon Phantomschmerzen im Gasfuss, will endlich selber fahren. Da packen die Entwickler ein weiteres Folterinstrument aus: den Drift- Modus. Das ansonsten knackige Fahrwerk ist hier besonders weich ausgelegt, die Drehmomentverteilung begünstigt bewusstes Übersteuern. Mit Anlauf rasen wir auf einen freien Platz zu, auf dem mit verbranntem Gummi bereits Kreise auf den Asphalt gemalt sind. Voller Einschlag, volles Brett: Wie ein Kreisel dreht sich der RS um die eigene Achse. Wir radieren quer über den Asphalt. Reifen quietschen, Qualm steigt auf. Es geht rund, wieder und wieder, bis einem fast schwindelig wird. Ich habe genug – mein rechter Fuss juckt jetzt heftig. Sie sind doch echte Sadisten bei Ford!

Ford Focus RS R4-Turbobenziner

Preis ab ab 48'900 Fr.
Hubraum 2300 cm3
Leistung 257 kW/350 PS | Overboost 370 PS
Drehmoment 440 Nm bei 2000–4500/min
Getriebe/Antrieb RS-Allradantrieb
0 bis 100 km/h 4,7 s
Spitze 266 km/h
Norm-Mix 7,7 l/100 km
CO₂/Effizienzkat. 175 g/km CO2
Energie-Effizienz G
Länge/Breite/Höhe 4390/1823/1470
Leergewicht 1599 kg
Ladevolumen 260–1040 l

Michael Lux sagt:

"Der Focus RS soll nicht nur sportlich sein, sondern gleichzeitig alltagstauglich. Das ist er bei entsprechender Fahrwerkseinstellung. Dank Allradantrieb, Launch-Control und Driftmodus bleibt er aber mehr denn je ein Spielzeug für die Rennstrecke."

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20 Dez 2015