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DS4 Crossback

HÖHERE ERWARTUNGEN

Citroëns Nobeltochter DS tritt nun definitiv als eigenständige Marke auf und ist auf der Jagd nach Marktanteilen. Getreu dem Trend brauchten die Franzosen dafür einen kompakten Crossover. Voilà: der DS4 Crossback.

Weg ist er nun, der Doppelwinkel an Front und Heck. DS ist definitiv eine eigenständige Marke. Mit französischem Charme, Luxus und viel Eleganz will die Citroën-Nobeltochter die Premium-Liga aufmischen.

Was es dazu braucht, und das zeigen die Verkaufszahlen deutlich: einen kompakten Crossover. Rund 30 Prozent der europäischen Verkäufe entfallen auf die Stadtabenteurer. Genau den suchte man bei DS bisher vergeblich. Zusammen mit dem DS4-Facelift lancieren die Franzosen jetzt den Crossback. Mit angedeuteter Offroad-Optik und höhergelegter Karosserie will er bereit sein für das grosse Abenteuer der Kundeneroberung.

Weiter oben sieht man mehr

Wer sich für den abenteuerlustigen DS entscheidet, bekommt aber nicht nur Optik. Dank 30-Millimeter-Höherlegung sitzt der Fahrer nicht nur ein Stück näher am Himmel und gewinnt damit gleichzeitig etwas mehr Übersicht; zumindest da, wo dies die verwinkelt designten Fenster zulassen. Der Crossback federt so auch ein gutes Stück sanfter als sein zivilerer Bruder. Natürlich raubt dies etwas die Kurvenfreude. Dennoch halten sich die Karosseriebewegungen in Grenzen. Ohnehin ist der DS4 Crossback, getreu der Markengeschichte, eher dem gemütlichen Gleiten zugewandt.

Dafür empfiehlt sich der Zweiliter- Diesel mit 181 PS und satten 400 Nm Drehmoment. Der starke Selbstzünder kommt ausschliesslich mit einer Sechsgang- Automatik. Die gönnt sich beim Kickdown zwar eine ordentliche Gedenksekunde, doch das ist nicht weiter schlimm. Bei gemässigter Beschleunigung bleibt der Automat lange im tiefen Gang, um die Drehmomentwelle voll auszukosten, bevor sie sanft die nächste Welle einlegt. Das passt, zumal der Top-Diesel sehr laufruhig und kultiviert zu Werke geht. Ob der Franzose die versprochenen 4,4 l/100 km auch im Alltag umsetzen kann, wird er noch im Test beweisen müssen.

Fest steht, dass es den sehr gut ausgestatteten Diesel schon ab fairen 37 600 Franken gibt. Den Crossback gibt es mit 130-PS-Benziner und Schaltgetriebe bereits ab 31 550 Franken, rund 2000 Franken mehr als für einen herkömmlichen DS4. Sucht man den extravaganteren Auftritt, mehr Komfort und eine etwas höhere Sitzposition, ist das auf jeden Fall gut investiertes Geld.

Gediegen statt gehetzt

Hier wie da überzeugten auf der ersten Testfahrt das solide verarbeitete Cockpit und die Laufruhe. Einzig das Finden der richtigen Sitzposition fällt Grossgewachsenen etwas schwer. Zu gering ist der Verstellbereich des Lenkrades.

Zudem wirkt die Lenkunterstützung arg synthetisch. Doch der Franzose will ohnehin kein Kurvenwetzer sein. Vielmehr ist er eine gute Ergänzung in der Golf-Klasse. Der überarbeitete 1,6-Liter-Turbo mit 210 PS liefert im edlen Franzosen eine überzeugende Vorstellung ab. Doch wird er, auch wenn es die Leistungsdaten vermuten lassen, nicht zum GTI-Rivalen, sondern vielmehr zur souverän-gediegenen Alternative. Die Sechsgang-Schaltung ist leichtgängig und präzise, der Motor verfügt über genügend Durchzug. Einzig der Preis ist mit mindestens 38 150 Franken auf GTI-Niveau. Bei so viel Luxus und Chic geht das aber in Ordnung – und macht DS definitiv zur eigenständigen Marke.

DS4 Crossback HDi 180

Preis ab ab 37'600 Fr.
Hubraum 1997 cm3
Leistung 133 kW/180 PS
Drehmoment 400 Nm bei 2000/min
Getriebe/Antrieb 6-Gang-Automatik, Vorderrad
0 bis 100 km/h 8,6 s
Spitze 205 km/h
Norm-Mix 4,4 l/100 km
CO₂/Effizienzkat. 115 g/km CO2
Energie-Effizienz B
Länge/Breite/Höhe 4275/1810/1523
Leergewicht 1535 kg
Ladevolumen 385–1021 l

Philipp Aeberli sagt:

"DS macht mit dem Crossback den Schritt in die richtige Richtung: Einfacher als mit einem kompakten Crossover lassen sich die Verkaufszahlen kaum nach oben treiben. Die Höherlegung samt komfortablerer Abstimmung passt zudem gut zum modernen Franzosen."

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20 Dez 2015