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Honda FCV

MIT WASSERSTOFF AUF KURS

Honda begibt sich mit einem neuen Brennstoffzellenauto auf den Weg in die Wasserstoff-Zukunft. Das Fahrzeug könnte dereinst im Notfall sogar als Kraftwerk dienen.

Versuchsweise prüften schon mehrere Autohersteller den Einsatz von Wasserstoff im Verbrennungsmotor. Vergebens. Speicherprobleme und andere technische Schwierigkeiten liessen diesen Weg bald als kaum beschreitbar erscheinen. So konzentriert man sich heute ausschliesslich auf den Einsatz von Wasserstoff, um Strom für den Elektroantrieb im Auto herzustellen. Dazu wird Wasserstoff (H2) unter einem Druck von 700 bar in Tanks an Bord gespeichert. Während der Fahrt erzeugt H2 dann zusammen mit Luftsauerstoff im Brennstoffzellenstack elektrische Energie.

Honda glaubt an Wasserstoff. Aufgrund intensiver Forschungsund Entwicklungstätigkeit hat man sich auf diesem Gebiet ein grosses Know-how im Umgang mit Wasserstoff im Auto erarbeitet.

Kontinuierliche Entwicklung

Erste Tests gehen bei den Japanern auf die 1980er-Jahre zurück. 1999 folgte die Studie FCX Concept, und 2002 präsentierten sie im FCX genannten serienreifen Prototyp ein erstes Brennstoffzellenfahrzeug, das von den US-Umweltschutzorganisationen EPA (Environmental Protection Agency) und CARB (California Air Resources Board) zertifiziert wurde und 2003 an Privatkunden verleast wurde.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung ermöglichte 2008 erstmals das Starten des Fahrzeugs bei Temperaturen unter 0 °C. Das in Japan und in den USA serienmässig angebotene, aber nur in sehr kleinen Stückzahlen abgesetzte Modell nannte sich FCX Clarity.

Vorteil Reichweite und Füllung

Auf der Tokyo Motor Show stellt Honda Ende Oktober den Nachfolger des FCX Clarity vor. Die mittelgrosse Limousine FCV Concept bietet fünf Personen Platz und soll eine Reichweite von 700 Kilometern ermöglichen. Der leere H2- Tank kann in rund drei Minuten aufgefüllt werden, was gegenüber batterieelektrisch angetriebenen Autos als grosser Vorteil angesehen werden kann.

Die wesentlichen Fortschritte gegenüber dem Vorgängermodell sind die um rund 60 Prozent gesteigerte Brennstoffzellenleistung, die um etwa ein Drittel verbesserte Leistungsdichte des Brennstoffzellenstacks sowie die Tatsache, dass dadurch erstmals die gesamte Antriebstechnik im Motorraum Platz findet. Ein Riesenschritt, denn damit bleibt im Innenraum immer noch genügend Platz für fünf Personen.

Und wenn nötig, ist FCV selbst in der Lage, intern erzeugten Strom ins Netz einzuspeisen. Damit kann der Fünftürer in neue Wasserstoff-Mobilitätskonzepte eingebunden werden und fungiert quasi als mobiles Kraftwerk.

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23 Okt 2015