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AUDI R8

EIN PLUS AN SPORTLICHKEIT

Audis neue R8-Generation steht ziemlich singulär dar. Nicht nur als wohl letzter neu entwickelter Sportwagen des VWKonzerns ohne Turbolader. Sondern auch in punkto Präzision.

Audi hat den R8 gestählt. Obwohl, äusserlich scheint er dem Vorgänger wie aus dem Gesicht geschnitten zu sein. Ist es doch nur ein Facelift, bei dem man die Unterschiede mit der Lupe suchen muss? Falsch! Die zweite Generation ist komplett neu. Und das war auch nötig, hat doch die Konkurrenz um Porsche 911 Turbo, Mercedes AMG GT & Co. die Messlatte extrem hoch gelegt.

Und weltweit 27 000 verkaufte Einheiten der ersten R8-Generation – davon rund 500 für die Schweiz – deuten nicht gerade auf einen Burner hin. Erst recht, bedenkt man, dass sie acht Jahre im Angebot war. Okay, Supersportler sind nun mal nicht volumenträchtig, doch hinkt er der Konkurrenz bislang klar hinterher.

Also muss man sich weit aus dem Fenster lehnen, um ihr die Stirn zu bieten. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah? «Motorsport ist seit jeher fester Bestandteil unseres Markencharakters. Mit der neuen R8-Reihe bringen unsere Ingenieure die volle Racing-Kompetenz von der Rennstrecke auf die Strasse», sagt Audis Entwicklungsvorstand Prof. Dr. Ulrich Hackenberg. Stimmt! Das fängt bei der Produktion an. In Böllinger Höfen nahe Neckarsulm laufen die Sportler in der 2014 eröffneten R8-Manufaktur Seite an Seite mit den GT3-Rennwagen R8 LMS vom Band. Da verwundert es nicht, dass sich rund 50 Prozent der GT3-Teile im R8 wiederfinden. Vorrangig aus dem Leichtbau.

Le-Mans-Feeling pur

Der Rahmen besteht zu 79 Prozent aus Alu und zu 13 Prozent aus Karbon. Das bringt nicht nur 50 Kilo Gewichtsersparnis, sondern sorgt für mehr Steifigkeit und Crashsicherheit. Und dennoch hat der R8 zugelegt. Das, obwohl er 14 Millimeter kürzer, 11 Millimeter breiter und 12 Millimeter flacher geworden ist.

Was sich im Interieur abspielt, ist à la bonne heure. Le-Mans- Atmosphäre kommt auf, sobald man von den im V10 Plus serienmässigen Schalensitzen festgehalten wird. Alles, aber wirklich alles ist auf den Fahrer zugeschnitten. Die digitalisierten Instrumente des Virtual Cockpits sind noch aus dem TT und Q7 bekannt. Aber das war es dann schon. Vier Satelliten auf dem abgeflachten Lenkrad geben das Menü vor. Sie steuern die Änderung des Set-ups, die Auspuffklappen, Gasannahme und Schaltstrategie. Und der rote Knopf ist der Fire-Button.

Also Feuer frei und dem V10-Plus- Sauger freien Lauf lassen! Schon beim Start dreht er kurzfristig auf 2500/ min und macht der Umwelt klar, hier ist was im Anmarsch. Ein wahrer Jubelgesang. Unter Last glänzt er mit kehligem Fauchen und Röhren bis 8500 Touren. Mit 610 PS und 560 Nm ist der Zehnzylinder das stärkste jemals unter Audi-Flagge gebaute Triebwerk. In 3,2 Sekunden katapultiert er den rund 1,7 Tonnen schweren Supersportler auf Tempo 100, Schluss ist erst bei 330 km/h. Die Basisversion mit 540 PS/540 Nm macht es in 3,5 Sekunden, ist 320 km/h schnell und noch dazu rund 32 000 Franken günstiger. Heisst rund 460 Franken weniger je Pferdestärke. Ein stolzer Preis.

Gutmütiger Gesell

Das mit kürzeren Schaltzeiten aufwartende Siebengang-DSG ist perfekt auf den R8 abgestimmt. Nur den Hauch von 50 Millisekunden dauert es, bis die nächste Welle gewechselt wird. So scheint man, ob der tieferen Sitzposition, eins mit dem Sportler zu werden, der selbst bei schneller Fahrt auf der abgesperrten Rennstrecke keine Überraschungen parat hält.

Gutmütig folgt der Allradler der vorgegebenen Linie. Der neue Quattro- Antrieb verteilt das Antriebsmoment vollvariabel zwischen beiden Achsen. Klar, das verleitet zu Übermut. Erst recht, da das mechanische Sperdiff an der Hinterachse die Traktion unterstützt. Die einst ausgeprägte Übersteuertendenz ist damit eliminiert. Zusammen mit der breiteren Spur ist der Sportler stabil auf Kurs. Selbst mit abgeschaltetem ESP bleibt er die Gutmütigkeit in Person und lässt sich leichtfüssig dirigieren. Gute Voraussetzungen, die ihm beim Angriff auf den Sportwagen- Thron helfen werden.

 

Audi R8 5.2 FSI Quattro V10 plus V10-Sauger | 5.2 FSI Quattro

Preis ab 252'200 Fr. | 219'900 Fr.
Hubraum 5204 cm3
Leistung 449 kW/610 PS | 397 kW/540 PS
Drehmoment 560 Nm bei 6500/min | 540 Nm bei 6500/min
0 bis 100 km/h 3,2 s | 3,5 s
Spitze 330 km/h | 320 km/h
Norm-Mix 12,3 l/100 km | 11,4 l/100 km
CO₂/Effizienzkat. 287 g/km CO2 | 272 g/km CO2
Länge/Breite/Höhe 4426/1940/1599 mm
Leergewicht ab 1555 kg
Ladevolumen 112 bis 226 l

Jörg Petersen sagt:

"Soviel steht fest: Der neue Audi R8 ist bereit, die Spitze im Sportwagen-Segment zu übernehmen. Zwar bleibt er äusserlich seinem Vorgänger ähnlich, doch vereint er unter dem Blechkleid das komplette Motorsport- Know-how der Ingolstädter. In Sachen Antrieb und vor allem Fahrverhalten ist er an Präzision kaum zu überbieten. Ein Plus, das ihn nach vorne spülen wird. Wäre da nur nicht der hohe Preis."

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01 Okt 2015