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Opel Karl

FIT FÜR FÜNF

Opels Kleinwagen-Trio ist komplett: Nach Adam und Corsa rollt nun der Karl zu den Händlern – mit ausreichend Platz und agilem Dreizylinder.

Bei Opel ist alles anders. Da wird der nach Firmengründer Adam Opel benannte Kleinwagen «Ädäm» ausgesprochen und der auf dessen Sohn Carl getaufte Fünftürer mit K geschrieben.

Sei’s drum, ob Carl oder Karl. Mit dem kleinen Kerlchen lancieren die Rüsselsheimer ihr neues Einstiegsmodell. Adam und Karl treten sogar im gleichen Segment an. Ob die beiden aneinander vorbeikommen oder einer auf der Strecke bleibt? Ihre Unterschiede sind jedenfalls frapant. Zwar hat sich der dreitürige Adam mit seinen vier Plätzen zum Individualisierungsmeister gemausert, doch bietet der Karl zwei Türen mehr und drei tatsächlich uneingeschränkt taugliche Plätze auf der Rückbank.

Darüber hinaus hat das Schwestermodell zum kommenden Chevrolet Spark noch einiges mehr zu bieten. Kein Wunder, muss es doch im Wettbewerb zum Renault Twingo, VW Up, Peugeot 108 oder Toyota Aygo um die Kundschaft buhlen. Entsprechend freundlich blickt der Zwerg drein. Auf Lifestyle-Gimmicks verzichtet er schon allein des Preises wegen.

Doch Verarbeitung und Qualität stimmen. Das Cockpit kommt ohne jeglichen Schnickschnack aus. Alles ist in Griffnähe dort untergebracht, wo man es vermutet. Die gross dimensionierten Sitze sind straff gepolstert und bieten ordentlichen Seitenhalt. Klar, dass bei einer Länge von nur 3,68 Meter kein grosses Ladevolumen zu erwarten ist. So muss man sich mit 206 Liter zufrieden geben – maximal sind es immerhin 1013 Liter. Damit hat Karl Renault Twingo (188–980 Liter), Peugeot 108 (180–780 Liter) und den Toyota Aygo (168–812 Liter) schon im Sack.

Die Motorenpalette beschränkt sich auf den Einliter-Benziner, der in den Grundzügen aber mit Direkteinspritzung und Turbolader bereits in Adam und Corsa verbaut wird. Im Karl macht er mit seinen 75 PS kurzen Prozess mit dem 939-Kilo-Leichtgewicht. Agil und erstaunlich laufruhig hält er ihn auf Trab. Erst ab 3000 Touren setzt das typische Dreizylinder- Dröhnen ein. Doch seien wir ehrlich, wann braucht man die in der Stadt? Viel wichtiger ist der Verbrauch. Trotz fehlender Stopp-Start-Automatik, die erst ab Herbst verfügbar sein wird, geizt der Fünftürer bei 4,5 l/100 km mit dem Sprit. Mit Ecotec-Paket sollen es nochmals zwei Dezi weniger werden. So genügt eine Tankfüllung für 500 Kilometer Reichweite. Liegen dabei ein paar Kurven im Weg, nimmt Karlchen diese beherzt und gutmütig untersteuernd.

Das sanft einsetzende ESP gehört wie die Traktionskontrolle oder der Berg-Anfahr-Assistent natürlich zum Standardpaket. Werden das Infotainment-System IntelliLink oder der Service-Assistent OnStar (ab Herbst) geordert, passt der Anschaffungspreis noch immer unter die 15 000-Franken- Marke. Dann reicht das Budget wahrscheinlich sogar noch für den Spur-Assistenten.

Opel Karl R3-Zylinder, Benziner

Preis ab 11'950 Fr.
Hubraum 999 cm3
Leistung 55 kW/75 PS
Drehmoment 96 Nm bei 4500/min
Getriebe/Antrieb 5-Gang manuell, Vorderrad
0 bis 100 km/h 13,9 s
Spitze 170 km/h
Norm-Mix 4,5 l/100 km
CO₂/Effizienzkat. 104 g/km CO2
Länge/Breite/Höhe 3675/1698/1476 mm
Leergewicht 939 kg
Ladevolumen 206 bis 1013 l

Jörg Petersen sagt:

"Einen Opel für unter 12 000 Franken, wann hat es das zuletzt gegeben? Nicht einmal auf Komfort muss man verzichten – fünf vollwertige Plätze inklusive. Und wuselt der Stadtfloh einmal los, überzeugt er mit Sparsamkeit und Fahrkomfort. Für einmal profitiert Opel von Chevrolet, denn Karlchen basiert auf der Plattform des nächsten, hierzulande nicht mehr angebotenen Spark."

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29 Jul 2015