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Skoda Superb

GROSSE KLASSE MITTELKLASSE

Skodas neuer Superb setzt in nahezu allen Belangen neue Massstäbe für die Volkswagen-Tochter – und wohl auch für andere Konzernmarken.

Einen Vergleichstest, den der Superb einmal nicht gewinnt? Danach muss man schon lange suchen. Und auch vor der dritten Generation des Skoda- Topmodells kann man nur den Hut ziehen. Der neue Superb, ab Ende Juni im Handel, zeigt nicht nur beim Design, dass in Mlada Boleslav eine neue Zeitrechnung angebrochen ist. Mit seinem Vorgänger hat der künftige Superb nur den Namen gemeinsam. Das Flaggschiff wurde vom ersten Zeichenstrich an neu konzipiert. Und Vorstandschef Winfried Vahland behauptet: «Noch nie flossen so viele neue Technologien in die Entwicklung eines Modells ein.»

Die Ansprüche der Marke liegen hoch: Mindestens Klassenbester bei Platz, Kofferraum und Funktionalität. Ganz oben mitfahren will man auch bei Sicherheit, Umwelt, Komfort, Infotainment und Fahrerassistenzsystemen. Und die VW-Tochter vermittelt dabei technische und handwerkliche Qualität.

Chefdesigner Jozef Kaban gelang es, den Superb nicht wie eine öde Stufenheck-Limousine aussehen zu lassen, sondern eher wie ein viertüriges Coupé. Ohne dessen funktionale Nachteile: Wer die Heckklappe öffnet, schaut in einen gigantischen Schlund, selbst wenn die Rücksitzlehnen nicht umgeklappt sind. Ladevolumen 625 Liter; mit flachen Lehnen sollen es 1760 Liter sein. Mehr bietet in der Klasse keiner.

Dabei geht der riesige Kofferraum nicht zu Lasten der Passagiere. Im Fond sitzt es sich fürstlich, die Beinfreiheit erreicht nahezu das Niveau einer Mercedes S-Klasse. «Wir bieten doppelt so viel Knieraum wie der nächstbeste Wettbewerber», sagt Vahland.

Hinter dem Lenkrad herrscht Wohlfühl-Atmosphäre. Das Cockpit ist aufgeräumt und übersichtlich, Materialien und Verarbeitung geben keinen Anlass zur Kritik. Der Superb fühlt sich mindestens eine Klasse höher an. Skoda schickte alle bisherigen Motoren in Rente; Einzug hielten moderne Benziner und Diesel, sämtlich Vierzylinder-Turbo- Direkteinspritzer, wahlweise mit manueller Sechsgangschaltung oder Doppelkupplungsgetriebe. Auch Allradantrieb wird wieder zu haben sein.

Der Einstieg beginnt bei Benziner und Diesel jeweils mit 150 PS. Beide haben wir auf einer ersten Testfahrt bewegt – und schon nach wenigen Kilometern das Entwicklungsziel gespürt: Komfort, Geschmeidigkeit und Ruhe. Nie fuhr sich ein Skoda angenehmer und entspannter. Und das zu halbwegs fairen Preisen – ab 34 700 (Benziner) oder 37 600 Franken (Diesel) bei guter Ausstattung. Die Konkurrenz dürfte es weiter schwer haben. Vergleiche werden es zeigen.

Skoda Superb 1.4 TSI R4-Turbobenziner

Preis ab 34'700 Fr.
Hubraum 1395 cm3
Leistung 110 kW/150 PS
Drehmoment 250 Nm bei 1500–3000/min
Getriebe/Antrieb 6-Gang manuell, Vorderrad
0 bis 100 km/h 8,6 s
Spitze 220 km/h
Norm-Mix 4,8 l/100 km
CO₂/Effizienzkat. 112 g/km CO2
Länge/Breite/Höhe 4861/1864/1468 mm
Leergewicht 1375 kg
Ladevolumen 625 bis 1760 l

Dieser Skoda Superb wird auch teureren Konkurrenten gefährlich.

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26 Jul 2015