Abo-Hotline: 031 300 62 65 |
  • IAA 2019
    Alle Premieren im Überblick!
  • Jaguar XJ Versteigerung
    Scheunenfund zu ersteigern!
  • App Store Google Play
  • Jetzt Newsletter abonnieren!
    Sie erhalten wichtige News in kurzer und knackiger Form.
Skoda Fabia Combi

LOST IN NIZZA

Der Skoda Fabia Combi bietet mehr Platz als jeder andere Kleinwagen-Kombi und überzeugt auch ansonsten – abgesehen vom Navi.

Man könnte an dieser Stelle ein kleines Melodram inszenieren. Von einer dramatischen Odyssee durch Nizza und Monaco berichten, die die erste Ausfahrt mit dem neuen Fabia Combi überschattete. Doch sparen wir uns das Autoren-Lamento und bringen es auf den Punkt: Völlig ausgereift ist das Mirror-Link-System, das zur Navigation die Daten einer App vom Smartphone aufs Fahrzeugdisplay überträgt, wohl noch nicht.

Zu oft bricht die Verbindung zwischen Handy und Fahrzeug ab; zu häufig kommen die Ansagen mit Verzögerung. Ausserdem lassen sich bisher erst drei Smartphone-Modelle koppeln. Ab Sommer sollen dann endlich auch alle anderen aktuellen Geräte inklusive neuer iPhones unterstützt werden. Ausserdem hat sich Skoda – anders als vorgesehen – nun doch entschieden, ab Mitte Jahr zusätzlich ein herkömmliches Navi anzubieten – warum bloss?

Laden, laden, laden

Die klassische Kleinwagen- Kundschaft berührt das aber womöglich alles gar nicht. Denn auf der Fahrt in den Nachbarort oder zum nächstgelegenen Supermarkt verirrt man sich eher selten. Wichtiger ist da schon der Laderaum. Und der kann sich beim Fabia Combi sehen lassen. Mit 530 bis 1395 Litern fasst er über 200 Liter mehr als die Fliessheckversion und übertrumpft andere Kleinwagen-Kombis wie den Renault Clio Grandtour oder den Seat Ibiza ST deutlich.

«Simply clever» sind wie immer die zahlreichen Ablagen im Innen- und Gepäckraum. Gut gefällt auch die niedrige Ladekante. Und mit Hilfe des optionalen variablen Ladeboden lässt sich die Stufe in der Ladefläche beinahe ausgleichen. Ausreichend Kopfund Beinfreiheit ist im Fond vorhanden. Vorn fällt die leicht erhöhte Sitzposition auf, die für gute Übersicht sorgt – das würde man dem Kombi, der von aussen wesentlich flacher und schnittiger als die Limousine wirkt, gar nicht zutrauen.

Der Fahrkomfort lässt ebenfalls wenig zu wünschen übrig. Nur bei Querrillen und kleineren Unebenheiten reagiert der Fünfplätzer mitunter etwas holprig. Top: die neue elektromechanische Lenkung, die direkter reagiert als die bisherige hydraulische.

Bei der Motorisierung setzt Skoda auf eine Mischung aus Neuem und Altbewährtem. Zur Auswahl stehen der bekannte 1,2-Liter- Vierzylinder – jetzt mit 90 oder 110 PS – und Volkswagens neuer Einliter-Dreizylinder mit 75 PS, der aber erst ab März erhältlich ist. Bei den Dieselvarianten folgen die Tschechen dem Downsizing- Trend: Statt dem 1,6-Liter-Turbodiesel mit vier Zylindern kommt nun der neue 1.4 TDI zum Einsatz – ebenfalls ein Dreizylinder aus dem VW-Regal.

Die besonders sparsame Green- Line-Variante des Selbstzünders legt Skoda im November nach. Normverbrauch: 3,4 Liter auf 100 Kilometer. Volumenmodell wird aber nach wie vor der quirlige 1,2-Liter mit 110 PS und manuellem Fünfganggetriebe sein. Etwas rauer und bei mehr Drehmoment nicht ganz so zugstark gibt sich der 105-PS-TDI in Kombination mit Doppelkupplungsgetriebe. Für die Stadt ist die Leistung aber immer noch mehr als ausreichend.

Skoda Fabia Combi R4-Turbobenziner

Preis ab 21'420 Fr.
Hubraum 1197 cm3
Leistung 81 kW/110 PS
Drehmoment 175 Nm bei 1400–4000/min
Getriebe/Antrieb 6-Gang manuell, Vorderrad
0 bis 100 km/h 9,6 s
Spitze 199 km/h
Norm-Mix 4,8 l/100 km
CO₂/Effizienzkat. 110 g/km CO2
Länge/Breite/Höhe 4257/1732/1467 mm
Leergewicht 1153 kg
Ladevolumen 530 bis 1395 l

Der Fabia überzeugt mit guter Verarbeitung und viel Platz.

Newsletter abonnieren
20 Apr 2015