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Opel Adam S

POCKET ROCKET

Der Mini mag ein Konkurrent des kleinsten Opel sein – aber die Adam-Antriebe brachten bisher kaum ähnliche Fahrleistungen auf die Strasse. Das ändert sich nun mit dem Adam S.

Fokussiert auf Singles und Paare, auch ob der sehr knappen Rückbank; dazu ein schickes Äusseres und genug Individualisierungs-Optionen für ein paar hunderttausend unterschiedliche Varianten. Ganz schnell war der Vergleich mit dem Mini gezogen, als Opel 2013 den Kleinwagen Adam lancierte.

Obwohl Opels derzeit Kleinster seit Markteinführung 2013 in Europa zu 120 000 Kunden rollte, fanden in der Schweiz nur 2905 der possierlichen Kerlchen einen Käufer – 227 davon entschieden sich für die SUV-Imitation namens Rocks.

Zeit, das zu ändern – und dem Adam endlich einen Antrieb zu spendieren, der ihn leistungsmässig zumindest näher zum Konkurrenten aus dem BMW-Konzern aufschliessen lassen könnte. Die besonders sportlichen OPC-Varianten von Corsa und Astra fanden in den letzten Jahren schliesslich auch überdurchschnittlich viele Käufer in der Schweiz. Könnte auch mit einem Adam S klappen. Gute Voraussetzungen bietet der 3,75 Meter kurze 2-plus-Gepäckablage- Sitzer allemal – selbst beim Preis. Der Abarth-500- und Mini-Cooper-Konkurrent wird ab Frühjahr zum Listenpreis von 24 950 Franken (abzüglich Euro- kursausgleich) zu den Opel- Händlern rollen.

Abarth und Mini lassen sich vergleichbar vergnügliche Versionen mit 25 620 beziehungsweise 25 900 Franken bezahlen. Leistungsmässig können sie mit ihren 135 PS mit dem 1200-Kilo- Leichtgewicht namens Adam nicht mithalten. Der modifizierte 1,4-Liter-Turbobenziner der S-Variante liefert für solch ein kleines Auto üppige 150 PS und 220 Nm maximales Drehmoment. Die leider derart an den Vorderrädern zerren – und damit in der Lenkung spürbar werden –, dass er fast Mühe hat, die Traktion in Vorwärtsschub umzusetzen.

Zielflaggen im Dachhimmel

Mit kurz übersetztem Sechsganggetriebe sprintet er in 8,5 Sekunden auf Tempo 100 und bietet eine Spitzengeschwindigkeit von 210 km/h. Doch die kurz ausgelegten Gänge und die daher hohen Drehzahlen schlagen sich auf den Verbrauch nieder. Mit einem Mix von 5,9 l/100 km zählt der Adam S nicht zu den Sparsamsten – erst recht nicht, da man auf Stopp-Start-Automatik verzichten muss.

Das Fahrwerk wurde überarbeitet: Straffere Federn und eine steifere Hinterachse sorgen für mehr Stabilität, eine präzisere und direkter ausgelegte Lenkung für flinkere Richtungsänderungen als beim Normalo-Adam. Jede Kurve bietet einen Riesenspass, im Grenzbereich untersteuert er gutmütig; das komplett ausschaltbare ESP greift sanft ein. Die gross dimensionierten Bremsen stammen aus dem bisherigen Corsa OPC.

Auch optisch wird differenziert. Heckflügel für mehr Abtrieb, dazu spendiert Opel einen Dachspoiler, Alu-Pedalerie und einen Tempomat. Optional sind unter anderem die guten Seitenhalt bietenden Recaro-Sitze oder der Dachhimmel mit Zielflaggen-Motiv. Auch die S-Version lässt sich damit in einigen tausend Varianten ordern. Wie der Mini.

Opel Adam S R4-Turbobenziner

Preis ab 24'950 Fr.
Hubraum 1364 cm3
Leistung 110 kW/150 PS
Drehmoment 220 Nm ab 3000/min
Getriebe/Antrieb 6-Gang manuell, Vorderrad
0 bis 100 km/h 8,5 s
Spitze 210 km/h
Norm-Mix 5,9 l/100 km
CO₂/Effizienzkat. 139 g/km CO2
Länge/Breite/Höhe 3747/1720/1493 mm
Leergewicht 1178 kg
Ladevolumen 170 bis 663 l

Endlich fährt sich Opels Adam so sportlich-giftig, wie er aussieht.

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23 Apr 2015