Abo-Hotline: 031 300 62 65 |
  • SWISS SIMRACING SERIES 2019
    Das Finale im Video!
  • Aston Martin DBS Superleggera Volante
    Offener Supersportler der Superlative!
  • App Store Google Play
  • Jetzt Newsletter abonnieren!
    Sie erhalten wichtige News in kurzer und knackiger Form.
Kia Sorento

KOREANISCHER SINNESWANDEL

Vom rustikalen Geländewagen zum Lifestyle-SUV: Der Konzeptwechsel steht der dritten Generation des Kia-Allradlers Sorento prächtig – bei nur minimalen Einbussen an der Funktionalität.

Das waren noch Zeiten: 3,5 Tonnen durfte sich der Kia Sorento erster Generation 2005 an die Anhängerkupplung schnallen. Das konnte damals kein anderer PKW hierzulande, was Kia das beste Jahr in der nun 20-jährigen Firmengeschichte in der Schweiz bescherte. Der Sorento war ein echtes Arbeitsgerät, aufgebaut auf einem Leiterrahmen.

Schon 2009 erkannte Kia aber, dass der Trend eher zum geschmeidigen Lifestyle-SUV führen würde. Die zweite Generation setzte eine Zäsur – statt eines Leiterrahmens verfügte der Sorento nun über eine selbsttragende Karosserie, blieb aber im Grunde noch immer ein rauer Geselle, der mit drei Tonnen Anhängelast weiterhin ordentlich anpacken konnte. Nun stehen wir vor der dritten Generation.

Und jetzt ist der Wandel zum modernen SUV eindeutig vollzogen. Die Handschrift des Ex- Audi-Designers Peter Schreyer ist deutlich zu erkennen. Eine Spur flacher steht der Sorento nun da; und um satte neun Zentimeter länger. Auch der Radstand wurde um acht Zentimeter gestreckt, sodass man sowohl vorn wie auch hinten kommod untergebracht ist. Auf Wunsch lässt sich weiterhin eine dritte Sitzreihe ordern.

Auffällig, wie das Interieur neues Selbstbewusstsein der Marke widerspiegelt. Schluss mit bieder und zweckmässig: Mit dem Sorento schielen die Kia-Verantwortlichen mit mehr als nur einem Auge in Richtung Premium.

Gleiten statt schuften

Geschäumter Kunststoff statt Hartplastik, glänzende Zierleisten und klar gegliedertes Cockpit: Aufregend wäre anders, aber modern wirkt der Sorento so allemal, bei durchweg tadelloser Verarbeitung.

Ganz ähnlich der Eindruck auf der ersten Testrunde. Einzige Motorisierung für den Schweizer Markt wird ein 2,2-Liter-Diesel mit 6-Stufen-Automatik. Aufgrund des hohen Gewichts von knapp zwei Tonnen gibt er sich wenig spritzig, aber dank 441 Nm Drehmoment allemal souverän. Einzig das Automatikgetriebe wirkt mit nur sechs Gängen inzwischen etwas angestaubt, kaschiert dies aber durch sanftes Schalten.

Ebenso wirkt erfreulicherweise auch das Fahrwerk. Unebenheiten werden gekonnt ausgefedert, ohne in zügig gefahrenen Kurven die Präzision zu vernachlässigen. Gepflegtes Gleiten beherrscht der Sorento tadellos.

Und dennoch: Zwei Tonnen Anhängelast wird er garantiert meistern; über eine Zulassung für drei Tonnen denkt der Importeur noch nach. So würde der Sorento als Zugfahrzeug fast zu alter Stärke zurückfinden. Gleichzeitig legt er beim Fahrverhalten, der Verarbeitung und dem Design kräftig zu. Moderne Zeiten bei Kia.

Kia Sorento 2.2 CRDi R4-Turbodiesel

Preis noch nicht bekannt
Hubraum 2199 cm3
Leistung 147 kW/200 PS
Drehmoment 441 Nm bei 1750/min
0 bis 100 km/h 9,6 s
Spitze 200 km/h
Norm-Mix 6,6 l/100 km
CO₂/Effizienzkat. 147 g/km CO2
Länge/Breite/Höhe 4780/1930/1745 mm
Leergewicht 1970 kg
Ladevolumen 660 bis 1732 l

Philipp Aeberli sagt:

"Knorrige Zugfahrzeuge sind nicht mehr lukrativ. Deshalb ist für den Sorento der Schritt zum Lifestyle-SUV der richtige und steigert die Absatzchancen. Denn das Produkt stimmt: Gute Verarbeitung, hoher Nutzwert, guter Komfort. Und dazu ein vernünftiger und laufruhiger Turbodiesel. Der Preis dürfte selbst bei Vollausstattung unter 60 000 Franken bleiben. Ein gutes Angebot."

Newsletter abonnieren
24 Apr 2015