LMDh-Prototyp

Porsche zurück in Le Mans

Der Vorstand der Porsche AG hat die Entwicklung eines LMDh-Prototypen auf den Weg gebracht. Nach einer umfangreichen Evaluierungsphase erhält Porsche Motorsport den Auftrag, ein Fahrzeug auf Basis des zukünftigen Reglements zu bauen.

Veröffentlicht am 16.12.2020

Die LMDh-Autos stellen ab 2023 eine neue Topklasse in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) und der nordamerikanischen IMSA WeatherTech SportsCar Championship. Beide Meisterschaften haben eine grosse Bedeutung für den Stuttgarter Sportwagenhersteller. Porsche hat die Einführung der neuen Hybrid-Prototypen-Klasse schon bei der gemeinsamen Verkündung durch die Veranstalter ACO/WEC und IMSA ausdrücklich begrüsst. Die rund 1.000 Kilogramm leichten Rennwagen werden von einem Hybridsystem mit 680 PS Leistung angetrieben.

„Die neue LMDh-Kategorie ermöglicht uns, mit einem Hybridantrieb bei den Klassikern in Le Mans, Daytona und Sebring um Gesamtsiege zu kämpfen – und das zu vertretbaren Kosten. Das Projekt ist für Porsche höchst attraktiv. Der Langstrecken-Motorsport gehört zur DNA unserer Marke“, erklärt Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Porsche AG.

Seit mehr als 20 Jahren wird es erstmals wieder möglich sein, mit baugleichen Fahrzeugen bei den weltweiten Langstreckenrennen um Gesamtsiege zu kämpfen. Dabei setzt die neue LMDh-Kategorie auf hohe Kosteneffizienz. Die Autos basieren auf einem weiterentwickelten LMP2-Chassis. Das Hybridsystem inklusive der Steuerungselektronik ist einheitlich. Chassis von vier verschiedenen Herstellern stehen zur Wahl. Das Konzept für den Verbrenner-Antrieb und das Design der Karosserie können die Marken im Rahmen des Reglements frei wählen.

Michael Steiner, Vorstand für Forschung und Entwicklung der Porsche AG ergänzt: „Porsche setzt mittelfristig auf drei verschiedene Antriebskonzepte: vollelektrische Fahrzeuge, effiziente Plug-in-Hybride und emotionale Verbrenner. Diesen Dreiklang wollen wir bei der Entwicklung von hochmodernen Strassenfahrzeugen und im Motorsport gleichermassen darstellen. Den rein elektrischen Antrieb setzen wir im Rahmen unseres Werksengagements in der FIA Formel E ein. Die hoch effizienten und emotionalen Verbrenner im GT-Sport. Die LMDh-Klasse schliesst für uns die Lücke. Dort treten leistungsstarke Hybridantriebe gegeneinander an, wie sie in vergleichbarer Form schon jetzt in zahlreichen Modellen unserer Marke verbaut werden. Wenn das Reglement perspektivisch Raum für den Einsatz von synthetischen Kraftstoffen bietet, wäre das für mich im Sinne der Nachhaltigkeit ein noch grösserer Ansporn.“

Hochleistungs-Hybridantriebe haben bei Porsche Motorsport eine lange und sehr erfolgreiche Tradition. In den Jahren 2010 und 2011 setzte der revolutionäre Porsche 911 GT3 R Hybrid bei seinen Einsätzen auf der Nürburgring-Nordschleife neue Massstäbe. Zu diesem Zeitpunkt existierte kein anderes vergleichbares Rennfahrzeug mit Hybrid-Antrieb. Zwischen 2014 und 2017 unterstrich der Sportwagen-Hersteller aus Stuttgart seine Expertise im Bereich hoch effizienter und performanter Hybridantriebe mit dem 919 Hybrid. Im Rahmen der FIA WEC Langstrecken-Weltmeisterschaft gelang mit dem Prototyp der LMP1-Klasse der Hattrick, drei Siege in Folge beim 24-Stunden-Klassiker in Le Mans. Dreimal in Serie verbuchte Porsche zudem den Herstellertitel und die Fahrermeisterschaft für sich.

Fotos: Porsche
Text: Porsche/Dario Fontana

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