Bugatti-Rimac

Bugatti ist jetzt kroatisch

Die Würfel sind gefallen. Seit dem 1. November wird Bugatti mehrheitlich von kroatischen Kleinhersteller Rimac beherrscht. Der bisherige CEO von Bugatti, Stephan Winkelmann, hat dieses Amt zum 31. Oktober 2021 niedergelegt. Das Joint Venture Bugatti Rimac wird seinen Sitz in Sveta Nedelja (Kroatien) haben. Ihr CEO wird Elektro-Hypercar-Pionier Mate Rimac, der Gründer und Chef von Rimac Automobili. Die Porsche AG übt die Rolle des strategischen Gesellschafters aus. Vorstandsvorsitzender Oliver Blume und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Finanz-Vorstand Lutz Meschke sind im Aufsichtsrat vertreten. Gesellschafter des Unternehmens werden die Rimac Group (55 %) und die Porsche AG (45 %) sein. Unter dem Dach des Joint Ventures werden die Marken Bugatti und Rimac Automobili weiterhin als eigenständige Marken und Hersteller agieren und ihre jeweiligen Produktionsstätten in Zagreb sowie Molsheim und ihre Vertriebskanäle beibehalten.

Veröffentlicht am 02.11.2021

Die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens mit Hauptsitz in Zagreb (Kroatien) ist vollzogen. Die Kartellbehörden mehrere Länder mussten zustimmen, was jetzt geschehen ist. An dem Joint Venture Bugatti-Rimac sind Rimac zu 55 Prozent und Porsche zu 45 Prozent beteiligt. Außerdem ist Porsche mit 24 Prozent direkt an Rimac beteiligt. Bugatti wird über den früheren Eigentümer Volkswagen in das Joint Venture eingebracht. Die Anteile wurden dann an Porsche übertragen.

Unter dem Dach des neuen Unternehmens werden die Marken Bugatti und Rimac zunächst zwei Hypercar-Modelle produzieren: Den Bugatti Chiron und den rein elektrischen Rimac Nevera. Bugatti Automobiles S.A.S. bleibt unter dem neuen Joint Venture weiter bestehen. Im französischen Molsheim werden auch künftig alle Bugatti-Modelle in der eigenen Manufaktur hergestellt. Für die weitere Zukunft sind gemeinsam entwickelte Bugatti-Modelle angedacht. Porsche ist bereits vor drei Jahren eine erfolgreiche Partnerschaft mit Rimac eingegangen. „Dieses Joint Venture ist der vorläufige Höhepunkt einer strategischen Investitionskette“, sagt Finanzvorstand Lutz Meschke. „Wir haben bereits im Jahr 2018 die ersten Anteile an Rimac gekauft und diese seitdem sukzessive erhöht.

Text: Dario Fontana/Stefan Fritschi/Porsche
Fotos: Porsche

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