Schon gefahren

Nissan Juke Hybrid - Hinführung zum E-Auto

In weniger als vier Jahren wird die gesamte Nissan-Palette elektrifiziert sein. Der Nissan Juke Hybrid darf als «Wegweiser» gelten.

Veröffentlicht am 16.06.2022

Das Design des Nissan Juke Hybrid basiert auf Elementen, die in der Renault-Nissan-Allianz bekannt sind. Jérôme Grigny, Regional Product Manager Nissan Europe, präzisiert, dass Nissan seine eigenen Einstellungen beibehalten hat. Der Cousin Renault Captur ist sanfter, traditioneller. Der Juke Hybrid hat ein lebhafteres Verhalten, ein verspielteres Fahrwerk.

Die beiden Motoren arbeiten ständig zusammen. Beim Anfahren hat immer der Elektroantrieb das Kommando, um das Auto in Schwung zu bringen. Danach fährt er so lange wie möglich bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h. Das wollten wir sehe! In Mailand, ausserhalb des dichtesten Verkehrs, haben wir den Tempomat mehrmals auf 45 km/h eingestellt. Im reinen E-Betrieb schafften wir fast 4 km am Stück. Für einen Hybrid ist das schon sehr gut. Die Strategie besteht darin, den Fahrern diesen leisen Antrieb, seine Reaktionsfähigkeit und die Fähigkeit, mit der "E-Pedal"-Taste stark zu verzögern, schmackhaft zu machen. Ohne vollständig zum Stehen zu kommen, nutzt der Juke den Elektromotor maximal als Generator und beschränkt den Einsatz der Bremsen. Man gewöhnt sich sehr gut daran.

Algorithmus

Die Mischung aus elektrischem und thermischem Antrieb verursacht kein Ruckeln. Das Geheimnis liegt im Getriebe, das wie im Rennsport mit einer Klauenkupplung ausgestattet ist und zwei Gänge für den Elektromotor und vier für den Verbrennungsmotor hat. Dadurch kommt der Juke ohne Benzinverbrauch (und ohne Kupplung) in Schwung, fährt ruhig im zweiten Gang, bevor der Vierzylinder seinen Job macht, um schneller zu werden und die Fahrt beizubehalten.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man beim Durchtreten des Gaspedals nicht den Höhenflug erlebt, den ein CVT-Getriebe mit sich bringt, sondern dass es immer noch sehr erträglich ist. Ein neuartiger Algorithmus steuert alle Schritte, die für einen reibungslosen Betrieb erforderlich sind. Der Hybridantrieb wechselt von seriell zu parallel oder von seriell zu parallel, ohne dass der Fahrer etwas davon merkt.

Mehrere Modi

Der Fahrmodus-Wahlschalter bietet wenig überraschend Eco, Normal und Sport. Das macht keinen grossen Unterschied, aber die Ruhe des Eco-Modus sorgt für einen niedrigen Verbrauch. Der Bordcomputer erreichte während unserer Testfahrten rund um Mailand bis zum Comer See nicht einmal 5 l/100 km. Wenn man dem eher "italienischen" Verkehr folgt, wenn man in die Nähe des Zentrums von Mailand zurückkehrt, beginnt man mit 6l zu flirten. Es sollte hinzugefügt werden, dass die Klimaanlage bei einer Aussentemperatur von 35 Grad ziemlich stark beansprucht wurde.

Was das Design angeht, kann nur ein Adlerauge den Unterschied zwischen dem Hybrid und seinen Geschwistern mit Verbrennungsmotor erkennen. Ein gut versteckter Frontspoiler, ein leicht veränderter Kühlergrill und ein kaum veränderter Heckspoiler. Letztendlich ist es der Canto-Sound, wenn er sich in Bewegung setzt, der signalisiert, dass dieser Juke ein Hybrid ist.
 
Text: Gil Egger
Fotos: Nissan

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