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Nissan Ariya – ein Schritt in die Zukunft

Die japanische Marke Nissan hatte mit dem Leaf das erste Elektrofahrzeug für Verbraucher auf den Markt gebracht. Der Ariya ist nun ein wichtiges Lebenszeichen der Japaner.

Veröffentlicht am 23.03.2022

Ein osteuropäischer Journalist stellt eine seltsame Frage: Könnte der Name Ariya nicht rassistisch assoziiert werden? Ein grosses Fragezeichen bei den Vertretern von Nissan: Nein, es gibt nichts «Arisches» an Ariya, das aus der Ideenbank der Marke stammt. Wenn es eine Ähnlichkeit geben sollte, dann mit der Musik, einer Arie, einer Melodie, die den Ohren schmeichelt.

Nach zwölf Jahren Erfahrung mit dem Leaf, dem ersten vollelektrischen Fahrzeug für die Massenproduktion, macht Nissan nun einen konsequenten Schritt und präsentiert ein Crossover-Coupé, den Ariya, dessen Version mit zwei Motoren und Allradantrieb die Schweizer begeistern dürfte. Wir haben uns auf der Rennstrecke von Jarama in der Nähe von Madrid kennengelernt. Zunächst einmal zur Strategie. Wie alle oder fast alle Marken wird die gesamte Produktpalette auch bei Nissan bis 2030 elektrifiziert sein. Das bedeutet einen wichtigen Weg zuerst zur Hybridisierung und dann zu 100% elektrisch. Der Ariya weist ein sehr fliessendes Design auf. Die Frontpartie ist völlig glatt, die Seiten werden lediglich an den Schultern durch eine Linie betont, die am vorderen Stoßfänger beginnt. Die Tagfahrleuchten betonen die beiden Arme des «V», das Nissan so sehr am Herzen liegt.

Eine Plattform für den Konzern

Nissan war dafür verantwortlich, die modulare CMF-EV-Plattform nicht nur für seine eigenen Bedürfnisse, sondern auch für die der Allianz (Renault-Nissan) zu entwickeln (Mégane E-Tech). Der Ariya wurde mit der typisch japanischen DNA geboren, die darin besteht, einen möglichst edlen Innenraum, ein angenehmes Ambiente und einen Fahrkomfort zu bieten, der entspanntes Reisen ermöglicht. Europa wurde nicht vergessen, auch die Schweiz nicht. Wir folgten einer abwechslungsreichen Strecke, die auf der Rennstrecke von Jarama unweit von Madrid nachgebaut wurde.

Unser Proband hatte nur zwei angetriebene Räder, aber in unserem Land liegt der Schwerpunkt bereits auf der e-4ORCE-Technologie, die über zwei Motoren verfügt, die auf beide Achsen wirken. Bei einigen Kurven, bei denen wir eine etwas schnellere Durchfahrt durch einen Kreisverkehr simulierten, stellten wir fest, dass das Fahrwerk souverän genug blieb, um einen Wankeffekt zu vermeiden. Der Grund dafür liegt in der Gewichtsverteilung von 50/50 zwischen Vorder- und Hinterachse (bei der 4WD-Version, bei der 2WD-Version sind es 52/48) und dem niedrigen Schwerpunkt. Die Stille bleibt förderlich für ein Zen-Verhalten oder um seinen Lieblingsarien zu lauschen.

Zwei Batterien, vier Leistungsstufen

Es können zwei Batteriegrössen gewählt werden. Die erste mit 63 kWh liefert den Strom für den 160 kW/218 PS starken Motor mit 200 Nm Drehmoment. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h. Die Reichweite wird für den Ariya mit 403 km angegeben. Die 87-kWh-Batterie ist mit dem 178 kW/242 PS starken Motor verheiratet. Die versprochene Reichweite kann bis zu 500 km betragen. Bei der e-4ORCE-Variante mit Allradantrieb steigt die Höchstleistung auf 225 kW/306 PS, bei einer Reichweite von 460 km. Der Ariya mit dem PERFORMANCE-Logo leistet schliesslich 290 kW/394 PS und beschleunigt in 5,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Reichweite beträgt jedoch nur 400 km.

Bestellt werden kann ab April, zuerst kommt (im Juli) einmal die Variante mit Frontantrieb und 242 PS, im Oktober folgen dann das Einstiegsmodell und der 4x4. Auf den Performance muss man noch bis 2023 warten. Die Preise sind noch nicht bekannt.

Text: Gil Egger
Fotos: Nissan

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