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CO2-Reduktion im motorisierten Individualverkehr

Schweizer Garagisten verstehen sich als Teil der Lösung

Die Autobranche trifft sich jährlich am Tag der Garagisten.
Es finden angeregte Podiumsdiskussionen statt…
…über alles, was die Branche bewegt.
Ebenfalls dabei: Morten Hannesbo, Chef der Amag.
Im Bilde: Olivier Rhis, Andreas Burgener, François Launaz.
Hält eine Ansprache: Urs Wernli.
Grosses Thema für alle ist die Mobilität der Zukunft.

Die Schweizer Garagisten sehen sich in der aktuellen Klimadebatte als Teil der Lösung. So lautet eine der Kernbotschaften am 15. «Tag der Schweizer Garagisten». Das Vertrauen, das ihnen dabei von den Automobilisten entgegengebracht wird, ist ungebrochen hoch. Das zeigt eine repräsentative Marktforschung, die an der Fachtagung vor über 900 Teilnehmern im Kursaal Bern vorgestellt wurde.

Der motorisierte Individualverkehr (MIV) hat wirtschaftlich wie gesellschaftlich heute einen grösseren Stellenwert denn je: Mit aktuell 4,7 Millionen Personenwagen sind so viele Fahrzeuge in der Schweiz eingelöst wie nie zuvor. Das Bedürfnis nach individueller Mobilität ist gross – und damit sind es auch die Herausforderungen im Ringen um eine Absenkung der CO2-Emissionen. «Unseren 4000 Mitgliedern ist bewusst, dass die Ökologisierung des MIV an Bedeutung gewonnen hat und noch weiter zulegen wird», sagt Urs Wernli, Zentralpräsident des Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS). Er signalisiert damit, dass das Autogewerbe die Zeichen der Zeit erkannt hat. Als Beleg dafür gilt auch die enge Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Energie (BFE) in verschiedenen Projekten, unter anderem dem AutoEnergieCheck. Energieeffiziente und klimaschonende Fahrzeuge seien dem Schweizer Autogewerbe sehr willkommen, so Wernli: «Sie nützen der Umwelt und sie verringern die Anzahl der Argumente gegen das Auto.»

Verbrenner noch lange im Einsatz

Dass knapp zwei Drittel der von den Schweizerinnen und Schweizern täglich zurückgelegten Distanz mit dem Auto erfolgen und 61 Prozent der gesamten Transportleistung im Güterverkehr auf die Strasse entfallen, zeigt das grosse Potenzial für die Schweizer Garagisten, zu einem ökologischeren Verkehr beizutragen. «Für die Automobilisten und Transportunternehmer sind unsere Mitglieder erste Ansprechpartner, was Kauf und Unterhalt betrifft», sagte Urs Wernli. Die Bedeutung des Unterhalts der bestehenden Fahrzeugflotte belegt der Umstand, dass ein Auto rund 15 bis 18 Jahre im Betrieb ist. Das heisst, dass auch 2040 noch mehr als die Hälfte des Wagenparks über einen Verbrennungsmotor verfügen wird.

Vertrauen ist mit Verantwortung verbunden

Dieses Vertrauen der Autobesitzer und der damit verbundene Einfluss wird dokumentiert durch die Resultate einer repräsentativen Marktforschung, die der AGVS im vergangenen Oktober durch das renommierte Institut Link durchführen liess: Über alle Generationen hinweg steht der Garagist an erster Stelle, wenn es um das Auto geht – bei Neuwagen und Occasionen genauso wie beim Unterhalt und der Wahl von Ersatzteilen und Reifen. Eine überwiegende Mehrheit der Schweizer Automobilisten verlässt sich bei Reparaturarbeiten vollständig auf den fachlichen Rat ihres Garagisten. Grundsätzlich stellen Schweizer Autobesitzer ihrem Garagisten und dessen Mitarbeitenden ein sehr gutes Zeugnis aus: Über alle Generationen liegt die durchschnittliche Zufriedenheit bei 83 Prozent. «Das ist ein sehr hoher Wert, der aber auch mit einer entsprechenden Verantwortung verbunden ist», konstatierte Urs Wernli. 

Gleichzeitig appellierte Wernli für weniger Polemik und Polarisierung in der Umweltdebatte. Der AGVS-Zentralpräsident stellte klar, dass das Autogewerbe nicht gegen Umweltschutz sei. Das grosse Vertrauen der Automobilisten sei für die Garagisten Verpflichtung, effiziente und möglichst umweltschonende Autos zu verkaufen. Allerdings sieht Wernli hier die Hersteller in der Pflicht: «Wir Garagisten können nur verkaufen, was produziert wird».

Text: Koray Adigüzel

Bild: Pressedienst

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15 Jan 2020