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Los Angeles Motorshow

Highway der Stars

Vor allem deutsche Hersteller waren in LA stark vertreten.
Audi RS Q8
Audi e-tron Sportback
Audi e-tron Sportback
BMW M2 CS
BMW 2er Gran Coupé
BMW 2er Gran Coupé
BMW M8 Gran Coupé
Ford Mustang Mach-E
Hyundai Vision T
Hyundai Vision T
Infiniti QS Inspiration Concept
Kia Seltos
Lexus LC500 Cabrio
Lexus LC500 Cabrio
Mercedes-AMG GLE 63 S
Mercedes-AMG GLS 63 S
Mini JCW GP
Porsche Taycan 4S
Porsche Macan Turbo
Toyota Mirai Concept
Toyota RAV4 PHEV
VW ID. Space Vizzion Concept
VW ID. Space Vizzion Concept
VW ID. Space Vizzion Concept
VW ID. Space Vizzion Concept

Mehr und mehr wird die Los Angeles Auto Show zur führenden Automesse – und das nicht nur in den USA, sondern auch international. So liessen es sich vor allem die deutschen Autohersteller nicht nehmen, ihre Weltpremieren zu präsentieren. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Debüts.

Audi

Die Ingolstädter waren gleich mit zwei Weltpremieren vertreten. Aus Elaine, dem Projektnamen unter dem der Audi noch an der IAA 2017 und am Genfer Salon für Aufsehen sorgte, wird der 4,90 Meter lange, 1,94 Meter breite und 1,62 Meter hohe e-tron Sportback. Mit seinen 408 Boost-PS und dem Drehmoment von 660 Nm kommt der von einem Drehstrom-Asynchron- und einem Synchron-Motor angetriebene Quattro 55 nach WLTP rund 400 Kilometer weit. Den Antriebsstrang teilt sich der Sportback mit dem e-tron und wird ebenfalls im Werk in Brüssel gefertigt. In 5,7 Sekunden soll das coupéhafte 2,5-Tonnen-Schwergewicht auf Tempo 100 sprinten. Die Spitzengeschwindigkeit wird mit 200 km/h angegeben. Erstmals kommen die Digital-Matrix-Scheinwerfer im Fünftürer zum Einsatz. Rund eine Million Mikrospiegel sollen dazu den Raum vor dem Fahrzeug noch besser ausleuchten. Preislich wird der Newcomer über dem e-tron liegen, der hierzulande ab 91 100 Franken angeboten wird. Zweite Weltpremiere ist der Audi RS Q8. Sein Biturbo-Achtzylinder leistet standesgemässe 600 PS/800 Nm. Sein Mildhybrid-System basiert auf dem 48-Volt-Hauptbordnetz. Lithium-Ionen-Batterien ermöglichen es, das SUV im Bereich zwischen 55 und 160 km/h mit ausgeschaltetem Motor rund 40 Sekunden segeln zu lassen.

BMW

Sportlich ging es am BMW-Stand zu und her. Von Effizienz oder E-Mobilität war hier nicht viel zu sehen. Mit dem 2er Gran Coupé schicken die Weissblauen ihr viertüriges Coupé nun auch in die Kompaktklasse. Die Frontantriebsstruktur stammt vom Einser. Basismodell ist ein Dreizylinder mit 140 PS. Darüber ordnet sich ein Diesel-Vierzylinder mit 190 PS ein. Dem M235i hat man dagegen einen Zweiliter-Vierzylinder mit 306 PS eingepflanzt. Marktstart ist für den Mercedes CLA-Konkurrenten im Frühjahr 2020. Auch die Spitzenversion der BMW 2er-Reihe, der M2 CS war erstmalig in Los Angeles zu sehen. Zahlreiche CFK-Komponenten eine neue Motorhabe und Cup-bereifte 19-Zöller zieren sein Karosseriekleid. Der Sechszylinder-Biturbo leistet 450 PS und beschleunigt den CS in 4,5 Sekunden auf Tempo 100. Das M8 Gran Coupé und M8 Competition Gran Coupé mit 600 beziehungsweise 650 PS sowie die rund 2,3 Tonnen schweren X5 M (600 PS/750 Nm) und X5 M Competition (625 PS) komplettierten zusammen mit dem X6 und X6 M Competition den Neuheitenauftritt der Bayern.

Ford

Ford hat ein neues Pferd im Mustang-Stall. Der Mach E wird ab November 2020 und ab 49 650 Franken am Schweizer Markt debütieren. Zwei Batterie-Optionen, mit Heck- oder Allrad-Antrieb sowie in verschiedenen Leistungsstufen werden bei Markteinführung zur Wahl stehen. Da ist zum einen die Standard-Batterie mit 288 Lithium-Ionen-Zellen und einer Speicherkapazität von 75 Kilowattstunden, was für eine WLTP-Reichweite von bis zu 450 Kilometern reicht. Die optionale Extended Range-Batterie mit 99 kWh und 376 Zellen ermöglicht für die heckangetriebene Version bis zu 600 Kilometer Reichweite. Mehr Infos gibt es hier!

Hyundai

Die Koreaner zeigen mit dem Vision T ein futuristisch gezeichnetes SUV, welches möglichweise einen Ausblick auf den kommenden Tucson gewährt. Besonders auffällig ist das Rautenmuster an der D-Säule. Mit einer Länge von 4,61 Meter ist die Studie deutlich grösser als der aktuelle Tucson mit 4,48 Meter. Gut möglich, dass das Kompakt-SUV wächst, um mit der immer stärker werdenden Konkurrenz mithalten zu können. Unter der Haube arbeitet ein Plug-in-Hybrid-Antrieb, zu dem Hyundai jedoch keine näheren technischen Angaben macht.

Infiniti

Der QS Inspiration ist eine Studie mit vollelektrischem Allradantrieb. Infiniti will sein Portfolio schrittweise elektrifizieren, eine entsprechende SUV-Studie namens QX Inspiration wurde bereits gezeigt. Auf dem europäischen Markt spielt das Auto aber keine Rolle, denn die Marke zieht sich nächstes Jahr mangels Absatzzahlen aus dem europäischen Markt zurück.

Kia

Der Seltos ist ein neues, kleines SUV der Koreaner, welches das Portfolio komplettieren soll. Mit dem Namen Seltos bemüht Kia die griechische Mythologie: «Celtos» ist der Sohn des Herkules. Die Änderung des ersten Buchstabens in ein „S“ soll Speed und Sportlichkeit symbolisieren. Mit einer Länge von 4,31 Metern rangiert das SUV zwischen Stonic und Sportage. Unter der Haube arbeiten wahlweise ein Turbobenziner mit 177 PS oder ein Diesel mit 136 PS. Elektrifizierte Antriebe sind vorerst nicht vorgesehen, um die Kosten tief zu halten. Dafür wird optional Allradantrieb angeboten.

Lexus

Die Japaner präsentieren die offene Version ihres Flaggschiffes LC500. Technisch ist das Cabrio identisch mit dem Coupé, wird aber ausschliesslich mit dem 464 PS starken V8-Sauger angeboten, die Hybrid-Version fällt weg. Eine flachere Windschutzscheibe, leichte Design-Retuschen am Heck sowie optionale 22-Zöller betonen das extravagante Design des Sportlers noch weiter. Ein Nackenföhn beugt einer Nackenstarre vor und wenn es zu kühl wird, lässt sich das Stoffverdeckt innert 15 Sekunden wieder schliessen. Marktstart ist im Sommer 2020 vorgesehen.

Mercedes

Bei Mercedes steht die AMG-Tocher im Vordergrund. Die grossen SUVs GLE und GLS bekommen aus Affalterbach ordentlich Feuer unter der Haube: Bis zu 612 PS leisten die 63er S Modelle, unter anderem auch dank eines elektrischen Boosters, welcher das Ansprechverhalten verbessern soll. Die Preise für die beiden SUVs sind noch offen.

Mini

«Sehen Sie den Mini John Cooper Works GP auf der Strasse, könnte es bereits zu spät sein!» So preist die BMW-Tochter seine bislang stärkste Variante auf der Internetseite an. Kein Wunder, ist doch der bislang leistungsstärkste Mini auf weltweit 3000 Fahrzeuge limitiert. Für Suchtgefahr soll vor allem der 306 PS starke Vierzylinder-Turbomotor sorgen. Besonderes Erkennungsmerkmal ist der mächtige Dachspoiler. Die Markteinführung ist für April 2020 vorgesehen.  

Porsche

Porsche bleibt sich seiner Nomenklatur treu und präsentierte mit dem 4S das Taycan-Basismodell. Es ist mit zwei unterschiedlichen Akkus erhältlich: Mit der Performance-Batterie (79,2 kW) stellt der Stromer 390 kW/530 PS bereit, mit der Performance-Batterie Plus (93,4 kW) sind es 420 kW/571 PS.Neben dem Taycan war ebenfalls der Porsche Macan Turbo vertreten. Mit überarbeitetem 2,9-Liter-Biturbomotor avanciert er mit seinen 324 kW/440 PS und 550 Nm wird er zum echten Dampfhammer unter den SUVs und soll den Sprint auf 100 km/h mal so ganz nebenbei in nur 4,5 Sekunden absolvieren. Die Vmax wird mit 270 km/h angegeben.

Toyota 

Die Japaner brachten den RAV4 als Plug-in-Hybrid nach Los Angeles. Sein 2,5-Liter-Vierzylinder überträgt seine Kraft an die Vorderräder. Zusammen mit dem Elektromotor an der Hinterachse dürfte das SUV über eine Systemleistung von rund 200 PS und 221 Nm verfügen. Für eine bessere Aerodynamik zeichnet im Gegensatz zu den anderen RAV4-Modellvarianten ein neuer Kühlergrill sowie eine geänderte Frontschürze verantwortlich. Darüber hinaus unterscheidet er sich durch senkrecht stehende Lichtschlitze von seinen Geschwistern.

VW

VW präsentierte an seinem Stand das nächste Familienmitglied der ID.-Familie – die Kombiversion des am Genfer Salon 2018 vorgestellten ID-Vizzion. Der ID. Space Vizzion ist quasi die Elektroversion des Passats. Er soll bereits Ende 2021 seine Marktreife erreicht haben. Technisch übernimmt er die Komponenten des Modularen Elektrifizierungsbaukasten MEB. Dank der Länge von rund 5,10 Metern und 3,10 Meter Radstand findet eine 111 kWh-Akku in der Bodengruppe Platz. Je nach Konfiguration kommt er mit einem 75 kW leistenden E-Motor an der Vorder- sowie einem 150-kW-Motor an der Hinterachse. In Verbindung mit der luftdurchströmten Front- und Dachpartie soll das für eine elektrische Reichweite von rund 590 WLTP-Kilometern reichen.

Text: Jörg Petersen

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25 Nov 2019