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Aston Martin DBX

Der Eroberer

Mit dem DBX betritt Aston Martin gut besetztes SUV-Terrain. Wir zeigen nicht nur die ersten ungetarnten Fotos, sondern sind bereits mit Chefdesigner Marek Reichman Probe gesessen.

«Ein SUV ist für Millenials ganz selbstverständlich, während unsere Generation den Range Rover seinerzeit als eine Besonderheit aufnahm und das heute immer noch tut», sagt der 1966 geborene Aston-Martin-Chefdesigner Marek Reichman zur auto-illustrierte anlässlich einer Vorab-Präsentation im zukünftigen Werk St. Athan in Wales, GB. «Aber die Autolandschaft hat sich auch im Luxusbereich stark verändert. Ich sehe hier Bentley Bentayga, Lamborghini Urus und Porsche Cayenne, die notabene auf der gleichen Plattform basieren.»  

Aston Martin sah sich somit in Zugzwang, denn in Märkten in Asien, Fernost, Nord- und Südamerika sowie Südafrika haben die Briten kein Allroundfahrzeug im Programm, ausserdem sind 94 Prozent der Aston-Martin-Kunden männlich. Das ändert sich jetzt, denn der DBX eignet sich auch als Erstwagen und ist ohne Einschlänkungen alltags- und wintertauglich.

Proportionen sind entscheidend

«Die Proportionen sind das A und O: gestreckte Silhouette, lange Motorhaube, langer Radstand, kaum Überhänge. Aber uns war vor allem wichtig, dass das Auto niedrig wird, denn ein tiefer Schwerpunkt hilft den Fahrwerksingenieuren, ihren Job zu machen», erklärt Reichmann das Vorgehen.Die DBX-Proportionen sind nahezu ideal, denn die Haube nimmt ein gefühltes Drittel der Gesamtlänge ein, und die A-Säule zielt exakt auf die Mitte des Vorderrades. «Von der Seite sind die Überhänge nahezu nicht wahrnehmbar», schwärmt Reichman: «Optisch ist die Karosserie vor dem vorderen und hinter dem hinteren Radhaus praktisch zu Ende.»

Überraschend geräumig

Doch auch im Innenraum überzeugt der Neuling, wie wir bei einer ersten Sitzprobe. Tatsächlich kann man vorn die Beine strecken, der Kopfraum ist auch mit Glasschiebedach ausgezeichnet, und der Fond bietet vorzüglichen Kopf- und Beinraum. Beim Ein- und Aussteigen stören zudem weder Radhaus noch Schweller, die Hosenbeine bleiben sauber. Das Cockpit ist sehr eng um die Passagiere herumgeführt. Dank vieler konventioneller Schalter wirkt es trotz zweier grosser Bildschirme nicht überdigitalisiert. Und das Lenkrad ist rund!

Das Zubehör bietet Sonderausstattungen wie beheizbaren Skischuhbehälter, Waffentresor, Hundekäfig oder Nasszelle. Dazu kommen 2,7 Tonnen Anhänge- und 100 Kilogramm Dachlast.

Ab rund 200’000 Franken

Die erste Tuchfühlung mit dem ersten Aston Martin-SUV ist also überaus positiv. Über die bekannte AMG-Technik braucht man sich ebenfalls wenig Gedanken zu machen, auch über die Geländefähigkeiten nicht. Soviel vorweg: Der Vierliter-Biturbo-V8 wuchtet 550 PS und 700 Nm auf alle Räder – mit ausgeprägter Heckantriebscharakteristik versteht sich. Die 2,2 Tonnen sollen so in 4,5 Sekunden auf 100 km/h sein. Jetzt braucht man nur noch etwas Kleingeld. In der Schweiz kann der DBX zu Preisen ab 181 290 Euro oder tageskursabhängig rund 200 000 Franken bestellt werden. 

Mehr über den neuen DBX lesen Sie in der Dezember-Ausgabe, die ab 22. November 2019 am Kiosk liegt.

Text: Stefan Fritschi, Fotos: Aston Martin

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19 Nov 2019