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Audi R8 RWD

Von der Sonderserie zur Serie

Audi baut ihn tatsächlich! Die 999 Exemplare des R8 RWS mit Heckantrieb – noch vor dem Facelift – sind mit einer derart überwältigenden Resonanz weggegangen, dass der Mittelmotor-Sportler jetzt dauerhaft mit Heckantrieb angeboten wird.

«Anfang 2018 haben wir den Audi R8 V10 RWS in einer limitierten Serie aufgelegt», sagt Oliver Hoffmann, Geschäftsführer der Audi Sport GmbH. «Mit seinem vom R8-LMS-Rennwagen abgeleiteten Heckantrieb und der speziellen Dynamik hat er unsere Kunden auf Anhieb begeistert. Jetzt wird er als R8 V10 RWD zu einem eigenen Modell innerhalb der R8-Familie. Zeitgleich mit dem Serienmodell bieten wir auch den Rennwagen R8 LMS GT4 in einem neuen Look an.»

Geringfügige Design-Modifikationen

Beim R8 V10 RWD deuten die Sideblades die Sonderstellung des Modells an: Das obere Blade trägt glänzendes Mythosschwarz, das untere die Wagenfarbe. Das Frontblade, die Seitenschwellereinsätze und der Diffusor sind serienmässig schwarz glänzend lackiert. Alternativ gibt es das Optikpaket Carbon sowie für den Sypder ein erweitertes Optikpaket in schwarz. Als neue Farbe ergänzt Kemoragrau den Lackfächer. Auf Wunsch sind die Audi-Ringe und -Schriftzüge in hochglänzendem Schwarz lackiert. Im Innenraum nehmen Fahrer und Beifahrer auf Sportsitzen Platz, die mit Leder und Alcantara bezogen sind. Vor dem Beifahrer glänzt eine Plakette mit dem Schriftzug "RWD".

V10-Sauger in der kleineren Leistungsstufe

Hinter den Passagieren wütet der V10-Sauger, allerdings nur in der kleineren Ausbaustufe mit 540 PS. Die 620 PS starke Top-Version bleibt dem quattro-Modell vorbehalten. Nichtsdestotrotz sind die Fahrleistungen immens: Innert 3,7 Sekunden geht es auf Tempo 100, Schluss ist erst bei 320 km/h. Beim Spyder sind die Werte minimal geringer (3,8 Sekunden und 318 km/h).

Doch einen heckgetriebenen R8 kauft niemand aufgrund der Längsdynamik. Es ist das Handling, was den entscheidenen Unterchied macht: Bessere Lenkpräzision aufgrund fehlender Antriebskräfte und mehr Leben im Hinterwagen aufgrund des Antriebs. Im ESP-Sportmodus erlaubt die Elektronik kontrollierte Drifts! Ausserdem ist der RWD R8 55 Kilo leichter als die quattro-Modelle, was die geringere Leistung ein Stück weit ausgleicht.

Das R8 RWD Coupé ist ab Anfangs 2020 bestellbar zu einem Preis von 157'700 Franken, der Spyder kostet ab 162'200 Franken. Das sind genau 32'830 Franken weniger als für die quattro-Version. Wer wird da nicht schwach?

Text: Koray Adigüzel

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07 Nov 2019