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SWISS SIMRACING SERIES 2019

Der Sieger steht fest!

Im virtuellen Porsche 911 GT3 Cup gingen die 16 Finalisten sehr viel Engagement und Können an die Sache.
Die Rennleitung hatte alles im Griff und musste dank der Fairness der Teilnehmer nicht wirklich eingreifen.
Ordnung muss sein: Bevor es richtig losging, wurden im Drivers-Briefing die Bestimmungen für den Endlauf durch die Rennleitung erklärt.
Fredy Eugster: « Es hat extremen Spass gemacht. Sowohl in Sachen Organisation als auch seitens des Fahrerfeldes fand der Event auf einem sehr hohen Niveau statt.»
Klug gefahren: Manuel Waibel belegt Rang 2.
Erfolgreich: Nach dem Sieg beim vierten Qualifying holte sich Lars Baumeler Platz 3 im Finale.
Siegerpodest: Fredy Eugster (hi. 2.v.l.) gewinnt verdient den Schweizer Meistertitel vor Manuel Waibel (hi. 2.v.r.) und Lars Baumele (hi .l.). Jeffrey Schmidt (hi. r.) wurde Vierter und Felix Hirsiger Fünfter (vorn r.). Thomas Schmid belegt P8, Manuel Sudau P6 und Enrico Di Loreto (vorn v.l.) wurde Siebter.

Die erste offizielle Schweizer Meisterschaft SWISS SIMRACING SERIES 2019 ist entschieden. Nachdem sich Lars Baumeler zuvor den Sieg im letzten Qualifying in Bern sicherte, holt sich im direkt anschliessenden Finale Fredy Eugster den ersten offiziellen Schweizer Meisterschaftstitel der SWISS SIMRACING SERIES 2019.

Der liebe Gott muss SIM-Racer sein. Er bescherte den in Bern anwesenden ein Qualifying, das an Spannung kaum zu überbieten war. Die 30 Bewerber lieferten sich einen harten Kampf um die vier besten Plätze – den Fahrkarten für das direkt im Anschluss stattfindende Finale. In einheitlich abgestimmten Simulatoren und im virtuellen Porsche GT3 Cup mussten die Qualifikanten auf dem anspruchsvollen und virtuellen Circuit von Brands Hatch ihr Können aufbieten. Lars Baumeler schoss sich schnell auf den 3,9 Kilometer langen Kurs ein. Stetig verbesserte er seine Rundenzeiten, sodass es nur eine Frage der Zeit war, bis er sich an die Spitze des Feldes setzte. Und genau das machte er rund fünf Minuten vor Ende seines 30-minütigen Qualifyings. Mit 01:26,377 Minuten markierte er die Bestzeit und war fortan das Mass der Dinge. Bereits in der nächsten Quali-Gruppe tat es ihm Rallye-Pilot Thomas Schmid fast gleich – aber nur fast. Mit 01:26.533 Minuten musste sich der Schweizer Rallye-Meister der Kategorien Junior und Berg-Junior knapp geschlagen geben. Auch Enrico Di Loreto (01:26,791 Min.) und Felix Hirsiger (01:27,086 Min.) waren nicht mehr in der Lage Baumeler den ersten Rang zu entreissen.

Spannung noch weiter am steigen

Das abschliessende Saisonfinale setzte noch einen obendrauf. Diesmal mussten die 16 Finalteilnehmer ihr Können auf dem Kurs von Silverstone unter Beweis stellen. SIM-Racer aber auch aktive Motorsportler vom Schlage eines Jeffrey Schmidt, Felix Hirsiger oder Thomas Schmid fighteten in den beiden Qualifyings und Rennläufen um wichtige Punkte. Dazu wurden sie in zwei Gruppen eingeteilt. Die jeweils vier Punktbesten qualifizierten sich für den abschliessenden Finallauf. Die Gruppe A wurde klar von Fredy Eugster dominiert, der beide Rennen klar für sich entschied und mit seinen insgesamt 50 Zählern Manuel Sudau (36 Pkte.) und Thomas Schmid (30 Pkte.) keine Chance liess. Über den vierten Finalplatz dieser Gruppe mussten aufgrund der Punktgleichheit zwischen David Jundt und Felix Hirsiger (beide 22 Pkte.) die Resultate aus den beiden Qualifyings herangezogen werden. Und dabei setzte sich gerade mal mit einem Punkt Unterschied Hirsiger durch.

Die Gruppe B war fest in Händen von Manuel Waibel. Auch er gewann beide Rennen und heimste die 50 Punkte ein. Lars Baumeler und Enrico di Loreto belegen mit je 33 Zählern den dritten Rang. Wie schon in der Gruppe A mussten zwischen Benoit Chauche und Jeffrey Schmidt die Ergebnisse der Qualifyings herangezogen werden, um den vierten Finalplatz ausloben zu können. Dank der Ränge 3 und 4 behielt Schmidt das Glück auf seiner Seite und qualifizierte sich für den Endlauf.

Verdienter Schweizer Meister 2019

Der Saisonhöhepunkt war gespickt mit heissen und interessanten Duellen. Immer und immer wieder kam es zu packenden Zwei- und Dreikämpfen. Da Fredy Eugster sein Heil in der Flucht nach vorn suchte, fuhr er einen nie gefährdeten Start/Ziel-Sieg ein. Damit vertritt er die Schweiz automatisch an den FIA-Motorsport-Games im Oktober in Rom. Dahinter ging es aber turbulent zur Sache. Der bis kurz vor Schluss auf P2 fahrende Enrico Di Loreto wollte seinen Vorsprung anscheinend verwalten, doch machte er die Rechnung ohne die anderen Piloten, die Runde um Runde näher aufschlossen und so Zehntel um Zehntel abknabberten. Am Ende musste er sich nach sehr turbulenter Schlussphase sogar nur mit P7 begnügen. Souverän meisterte Manuel Waibel die Situation und fuhr als Zweitplatzierter vor Lars Baumeler über die Ziellinie. Jeffrey Schmidt, der sich aus allem Getümmel ebenfalls raushielt, belegte Rang 4: «Die Jungs sind schon extrem fit und fahren auf einem sehr hohen Niveau», zollte der GT-Masters-Pilot am Ende der Meisterehrung den SIM-Racern höchsten Respekt ab. 

Offizielle Sporthoheit

Somit endet die Premierensaison der SWISS SIMRACING SERIES mit einem fulminanten Finallauf. Die Meisterschaft wird abermals 2020 ausgeschrieben. Sie steht unter der Sporthoheit von Auto Sport Schweiz (ASS), die der Federation Internationale de l'Automobile (FIA) angehört, und wird von ASS-Kommissären beaufsichtigt. Auf www.simracingseries.ch werden die Termine für die Qualifyings der neuen Saison frühzeitig bekanntgeben.

Text: Jörg Petersen

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27 Jun 2019