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VW ID. Roomzz

Elektrische Lounge auf Rädern

VW zeigt in Shanghai die Studie ID. Roomzz. Sie ist der Ausblick auf einen elektrischen SUV mit drei Sitzreihen, der 2021 auf den Markt kommen soll.

VW bekennt sich zur Elektromobilität: Die Studie ID. Roomzz, eine Anspielung an das englische Wort «room» für Raum, ist bereits die sechste Studie, die auf dem Modularen Elektrobaukasten (MEB) des Konzern basiert. Die Studie ist mit 4,89 Metern Länge in etwa so gross wie ein VW Touareg, bietet aber ein komplett anderes Aussen- und Innendesign.

Wohnen satt fahren

Das Aussendesign ist glattflächig, die Übergänge zwischen den Karosserieteilen sollen fast nahtlos sein. Das verbessert die Aerodynamik. VW Chefdesigner Klaus Bischoff bezeichnet den SUV als «Monolith», weil er wie aus einem Guss wirkt. Speziell: Die Studie verzichtet auf eine B-Säule, stattdessen geben die gegenläufig öffnenden Türen eine grosse Öffnung frei.

Die Sitze im Interieur können variabel angeordnet werden – je nachdem, ob der Fahrer selbst fahren möchte oder der Elektronik das Steuer überlässt. Der ID.Roomzz soll auf Level 4 autonom fahren, der Fahrer kann also zeitweise die Kontrolle abgeben. Das eckige Lenkrad zieht sich zurück und die Elektronik übernimmt, wenn der Fahrer länger als fünf Sekunden das VW-Logo im Lenkrad berührt. Aus dem Dach fahren dann Laserscanner aus, die mit spezieller Beleuchtung den autonomen Modus anzeigen. Auch das Interieur verändert sich, es soll mehr einem Wohnraum gleichen. Natürliche Materialien tragen zur Wohnlichkeit bei: Auf dem Boden liegt Fischgrätparkett aus heller Eiche. Für die Nachhaltigkeit sind die Sitze mit einem Stoff bezogen, der zu 20 Prozent aus Resten der Apfelsaftproduktion besteht.

Eine Instrumententafel wie heute üblich, existiert im ID. Roomzz nicht. Im manuellen Modus „ID. Drive“ scheint das Cockpit samt dem Lenkrad vor dem Fahrer zu schweben. Es besteht aus einem komplett glasüberbauten Panel. Konzeptionell in das Panel integriert: das digitalisierte Lenkrad. Es besitzt nicht nur sensitive Touch-Flächen, sondern auch ein 5,8 Zoll grosses Display, über das im autonomen Modus relevante Informationen wie Navigationshinweise angezeigt werden. Darüber hinaus gibt es ein erweitertes Head-up-Display. Dank Augmented Reality projiziert das Head-up-Display Navigationshinweise wie beispielsweise einen Abbiegepfeil genau dort in das Sichtfeld, wo der Fahrer tatsächlich abbiegen muss.

Elektrischer Allradantrieb serienmässig

Die Studie wird von zwei Elektromotoren angetrieben. Der vordere Antrtieb generiert 75 kW, der hintere Elektromotor leistet 150 kW. Durch die Kombination beider Motoren ergibt sich eine Systemleistung von 225 kW (306 PS). Standardmässig sorgt die Hinterachse für Vortrieb. Eine «elektrische Kardanwelle» verteilt die Kraft des 4MOTION-Allradantriebs in Sekundenbruchteilen zwischen Vorder- und Hinterachse, sobald dies aus fahrdynamischen Gründen erforderlich ist. Darüber hinaus kann das SUV auch permanent mit Allradantrieb gefahren werden. Mit Energie versorgt werden beide Motoren über eine Lithium-Ionen-Batterie im Fahrzeugboden. Ihr Energiegehalt beträgt 82 kWh. Der ID. ROOMZZ beschleunigt in 6,6 Sekunden auf 100 km/h; die Höchstgeschwindigkeit wird bei 180 km/h abgeriegelt. Im WLTP-Zyklus ergibt sich eine maximale Reichweite von 450 Kilometern.

Obwohl die Studie noch nicht besonders seriennah wirkt, arbeitet VW bereits seit längerem an der Serienversion, die mit bis zu sieben Sitzen 2021 auf den Markt kommen soll. Dies ist keine Fingerübung der Designer, sondern eine konkrete Ankündigung. Wie üblich gehört VW zwar nicht zu den ersten, doch mit entsprechend durchdachten Lösungen kann das Konzept dennoch aufgehen.

Text: Koray Adigüzel

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15 Apr 2019