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VW I.D. Buggy

Coole Kiste

VW dreht mit dem ID. Buggy die Uhren zurück. Die Parallelen zwischen dem Strand-Buggy der 1960er Jahre und dem Newcomer verkürzen die fünf Jahrzehnte zu einem Wimpernschlag.

Spartanische Einrichtung, Käfer-Basis, Vierzylinder-Boxer im Heck und das Ganze in eine GFK-Hülle verpackt. So startete der Buggy in den 1960-Jahren durch. Im ID. Buggy, der am Genfer Salon seine Weltpremiere feiert, erwacht dieses Kultkonzept wieder zum Leben – allerdings unter neuen Vorzeichen. Am VW Konzernabend, der jeweils am Vorabend des ersten Pressetages stattfindet, haben wir uns den Buggy, den Seat El-Born sowie den Audi e-tron GT –allesamt noch Studien – genauer angeschaut.

Starke Wühlmaus

Basis, mit einem Radstand von 2,65 Meter Länge, bildet das progressive Chassis des Modularen Elektro Baukasten. In ihm ruht der Lithium-Ionen-Akku, der mit seinem Energiegehalt von 62 Kilowatt den 204 PS starken E-Motor speist. Das soll für rund 250 Kilometer gemäss WLTP reichen. Allemal ausreichend, um genügend lang den Fun geniessen zu können. Erst recht, da das Leichtgewicht seine 310 Nm von der ersten Tourenzahl bereithält. Somit sind die 7,2 Sekunden auf Tempo 100 durchaus realistisch. Das gilt ebenso für die Vmax von 160 km/h.

Und dank 24 Zentimeter Bodenfreiheit und den grobstolligen Offroad-Pneus wird das rund 4,1 Meter lange, 1,89 Meter breite und 1,46 Meter Funmobil am Strand zur Wühlmaus. Erst recht, wenn man ihr optional einen zweiten E-Motor verpasst, der die Vorderachse antreibt. Und sollte dem momentanen Hecktriebler dann doch mal der Schnauf ausgehen, lassen sich die Akkus dank einer flexiblen Schnelladesäule, die stationär oder temporär aufgestellt werden kann, mit einer maximalen Ladeleistung von 100 Kilowatt binnen 30 Minuten bis zu 80 Prozent wieder aufladen – ganz egal ob am Strand, beim Festival oder in der City.

Nichts für Warmduscher

Auf Türen und Dach verzichtet der Zweiplätzer. Durchaus aber denkbar, dass es für den Fall der Fälle optional wenigstens ein Segeltuch geben wird. Ein Gimmick, was man eigentlich gar nicht braucht, da das Interieur aus wasserfesten Materialien besteht – auch das digitalisierte Cockpit. Deren Bedienelemente reagieren auf Berührungen. Und einen Kofferraum gibt es gar nicht erst. Das Gepäck wird vielmehr auf einer Ladefläche hinter den Sitzen verzurrt. Hoffentlich richtig, denn sonst macht es bei der ersten Ausfahrt über den Strand gleich den Abflug.

Text: Jörg Petersen

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05 Mär 2019