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Mercedes Konzernabend

Die Flirtphase ist vorbei

Mercedes-AMG GT R Roadster
Mercedes CLA Shooting Brake
Mercedes CLA Shooting Brake
Mercedes EQV Concept
Mercedes EQV Concept
Mercedes GLC Plug-in-Hybrid
Mercedes-AMG GLE 53

Mercedes verfolgt den Weg der Elektrifizierung konsequent weiter. In Genf zeigen die Schwaben mit dem EQV eine Elektrostudie der V-Klasse, die bereits 2020 in Serie gehen könnte. Der Arrow EQ Silver 01 gibt ausserdem einen Ausblick auf das künftige Formel-E-Rennfahrzeug. Zahlreiche Weltpremieren vom CLA Shooting Brake bis zum AMG GT R Roadster werden zudem im Palexpo zu bestaunen sein.

Das Thema Elektrifizierung sei vielleicht eine Liebe auf den zweiten Blick gewesen, erklärt Entwicklungsvorstand Ola Källenius beim Mercedes-Konzernabend am Genfer Salon. Aber irgendwann sei die Flirtphase vorbei. Soll heissen: Mercedes meint es ernst. Schon im vergangenen Jahr kündigten die Stuttgarter 10 Elektromodelle bis 2022 an. Die Serienversion des rein elektrischen SUV EQC mit 450 Kilometern Reichweite und 408 PS steht nun in Genf. Markteinführung in der Schweiz ist im Juni. 

Weltpremiere am Salon feiert dagegen der EQV, eine Elektroversion der V-Klasse mit 400 Kilometern Reichweite. Der e-Van könnte bereits 2020 in Serie gehen. Auch im Rennsport setzt Mercedes auf Elektroantrieb: Die Studie Arrow EQ Silver 01 ist ein Ausblick auf den Formel-E-Boliden mit Stern für die kommenden Saison. Batteriekapazität: 54 kWh, Topspeed: 280 Km/h, 0-100 km/h in 2,8 Sekunden.

Teilelektrifizierung in allen Segmenten 

Neben rein elektrischen Modellen setzt Mercedes unter dem Stichwort EQ Boost auf Hybridantrieb. Dazu gehören 48-Volt-Mildhybride, die als Startgenerator fungieren und bis zu 15 Prozent CO2sparen sollen, ebenso wie Plug-in-Hybride für Benziner und Diesel. Innerhalb von drei Jahren soll so eine Teilelektrifizierung in allen Segmenten der Modellpalette erreicht werden. Gleichzeitig erhöht sich die rein elektrische Reichweite der Plug-in-Modelle nach und nach. 

Die Plug-in-Versionen der A- und B-Klasse werden 60 Kilometer rein elektrisch schaffen, der kommende GLE-Plug-in dann schon 100 Kilometer. Und weil höhere Reichweiten nur mit effektiveren Batterien zu erreichen sind, investiert Mercedes laut Källenius allein eine Milliarde Euro in die weltweite Batterieproduktion in Deutschland, Polen, Thailand, China und den USA. Eine sinnvolle Investition, denn der Einkauf von Batterie-Zellen kostet den Konzern insgesamt 20 Milliarden.

Verbrenner ist nicht tot

Dass Mercedes bei aller Elektro-Euphorie die klassische PS-Kundschaft nicht vergisst, zeigen die zahlreichen Premieren, die AMG auch in diesem Jahr für die Messe beisteuert. Darunter zwei Geschosse wie der GLE 53 4MATIC, dessen Dreiliter-Sechszylinder 435 PS und 520 Nm parat hält. Dank 48-Volt-Startgenerator kommen kurzfristig noch 16 kW und 250 Nm hinzu. Ergebnis: 5,3 Sekunden von null auf hundert.

Mit 585 PS und V8-Biturbo springt der jüngste Spross der GT-Familie in die Bresche. Der AMG GT R Roadster kombiniert Open-Air-Feeling mit High-Performance – leider ist der Roadster mit Leichtbau-Stoffverdeck jedoch auf 750 Exemplare limitiert. 

Neben dem GLC-Facelift steht ein feiert ein weiteres wichtiges Modell Weltpremiere am Mercedes-Stand: Der CLA Shooting Brake, der das Design des Coupés mit kraftvollem Look neu interpretiert. Sportwagen mit Laderaum überschreiben die Marketing-Strategen das Motto des Shooting Brake recht treffend. Besonders für Flottenkunden sei das Fahrzeug hierzulande interessant, erklärt Mercedes-Benz Schweiz. Vorteile neben der schicken Optik: Der Shooting Brake ist nun fünf Zentimeter länger und breiter als der Vorgänger, der Kofferraum vergrössert sich um immerhin zehn Liter. 

Fazit: Mercedes schlägt auch in diesem Jahr einen sehr grossen Bogen von der Elektromobilität über Performancemodelle bis hin zu praktischen Alltagsautos. Es wird spannend sein zu sehen, ob der Spagat langfristig gelingt.

Text: Michael Lux

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05 Mär 2019