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Tag der Schweizer Garagisten

Garagist als Vertrauenspartner

Um ihren Kunden mehr Durchsicht und Orientierungshilfe zu bieten, wollen die Garagisten ihre Beratungsleistung ausbauen.

«Es ist eine erfreuliche Tatsache, dass der Garagist die wichtigste Bezugsperson der Automobilisten ist», stellte AGVS-Zentralpräsident Urs Wernli fest. Gemäss der Auto-Studie 2018 von Tamedia lassen sich 70 Prozent der Automobilisten primär vom Garagisten beraten, 95 Prozent kaufen das Auto auch bei ihm. Das seien erfreuliche Werte, so Wernli, gerade in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung, die auch dem Garagisten neue Chancen eröffne. Er inspirierte die Teilnehmer dazu, diese Vertrauensbasis mit fachmännischem Unterhalt und kompetenter Beratung zu sichern und ihre Kunden in Zukunft verstärkt bei der Wahl ihrer individuellen motorisierten Mobilität zu unterstützen. 
 

«Den Wandel aktiv mitgestalten»

Dabei machte Urs Wernli aber auch klar: Sich verändernde Technologien, neue Formen und neue Anbieter von Mobilität fordern das Autogewerbe heraus. Dargelegt wurde dieser Aspekt durch Prof. Dr. Stefan Bratzel. Der Direktor des renommierten Center of Automotive Management in Bergisch Gladbach zeigte die Dynamik auf, mit der sich die Mobilität in den nächsten Jahren verändern wird, namentlich im Bereich der alternativen Antriebe und des autonomen Fahrens. Auch in Bezug auf diese Entwicklung stellt Urs Wernli den Garagisten eine gute Prognose aus. Er rief die AGVS-Mitglieder auf, den Wandel aktiv und aufmerksam zu begleiten und mitzugestalten.
 
Vor welch grossen Herausforderungen die Automobilindustrie insgesamt steht, legte Magdalena Martullo-Blocher in einem launigen Referat dar. Die Chefin und Mehrheitsaktionärin der EMS-Chemie, die dank hochwertigen Kunststoffen zu den weltweit bedeutenden Zulieferern der Autoindustrie zählt, ermunterte die Garagisten, offen auf die Veränderungen zuzugehen: «Ein Erdbeben kann auch eine Goldader freilegen!» 
 

Verschiedene Antriebe auf der Strasse

Thema am «Tag der Schweizer Garagisten» war auch die staatliche Förderung der Elektromobilität, die laut Urs Wernli mit der «Roadmap Elektromobilität» des Bundes als solche erkennbar werde. Er rät seinen Mitgliedern, sich dieser Herausforderung zu stellen, selbst wenn der Verband längerfristig, sprich mit Blick auf die nächsten 20 Jahre, von einer Parallelität verschiedener Antriebe ausgeht. Zu dieser gehören neben Benzin, Diesel auch Erdgas/Biogas (CNG) und Wasserstoff.
 
Text: Koray Adigüzel
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29 Jan 2019