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«Best Cars 2019»

Grosse Überraschungen

Sieger Best Cars: Vom neuen auto-illustrierte-Herausgeber Markus Mehr (r.) und Chefredaktor Jörg Petersen (2.v.l.) nahmen Steffen Baumann (Mercedes-Benz), Peter Schmid (VW), Livio Piatti (Audi), Karim Bouatra (Aston Martin), Ronnie Sukheswala (Porsche), Sébastien Perrais (FCA Switzerland), Fredy Gasser (Kia), Dimmitris Hanazoglou (Abarth), Jerome de Haan (Mazda, hi.v.li.), Serenella Artioli De Feo (FCA), Matteo Montibeller (Alfa Romeo) und Bruno Ueltschi (VW-Nutzfahrzeuge) (v.v.li.) die Trophäen für ihre Modelle entgegen.
Best-Brands-Sieger: auto-illustrierte-Herausgeber Markus Mehr (re.) und ai-Redaktor Stefan Fritschi (li.) zeichneten Konrad Schütz (Toyota), Oliver Peter (BMW), Hannes Gautschi (Toyota), Stefan Sterchi (BMW), Marius Schwering (Opel), Roger Calisi (Audi), Sébastien Perrais (Alfa Romeo), Jeannine Micheli (Skoda), Ronnie Sukheswala (Porsche), Benjamin Bieber (Porsche, hi.v.li.) sowie Robert Anderegg (BMW) und Domenico Gaito (Volvo) für ihre Marken aus.
Sven Burch ist der glückliche Gewinner des Hauptpreises. Da er aber zur Zeit seinen Militärdienst ableistet, nahm sein Vater Christian Burch (Mi.) den Focus ST-Line von Marc Brunner, Marketing Direktor Ford Motor Company (Switzerland) SA (li.) und auto-illustrierte-Chefredaktor Jörg Petersen den Hauptpreis im Wert von 28 950 Franken entgegen.

Die fachkundigen Leser des grössten Schweizer Automagazins «auto-illustrierte»– sie bezeichnen sich selbst bei einer Leserbefragung überwiegend als Automobil-Experten – haben abgestimmt und gaben bei der 25. «Best Cars»-Wahl ihr Votum über die Topmodelle ab. Die Sieger wurden vor rund 200 anwesenden Generaldirektoren, Markenchefs und Brancheninsidern der Schweizer Automobilbranche im Hotel Atlantis by Giardino in Zürich bekanntgegeben. Den Leserpreis, einen Ford Focus ST-Line im Wert von 28 950 Franken gewinnt Sven Burch aus Alpnach.

Die besten Autos der Schweiz wurden von einer Fachjury gewählt, die neutral, unabhängig und frei von jeglichen Einflüssen ihre Stimmen abgab. Attribute, welche auf die auto-illustrierte-Leser zutreffen. Mit identischer Methode wird in 12 Ländern zeitgleich bei weltweit 16 Auto-Magazinen die Wahl durchgeführt. Die aussagekräftigen Ergebnisse stehen für das Stimmungsbild der strategisch wichtigsten Kernzielgruppe im Schweizer Automarkt. 385 Modelle standen in elf Kategorien zur Wahl. Doch gaben die Leser ihr Votum nicht nur für ihre Lieblinge ab. Im Rahmen von «Best Brands»galt es, bestimmte Markenwerte den einzelnen Automarken in 13 Kategorien zuzuordnen.

Gegen den internationalen Trend

In einigen Kategorien haben die Schweizer Teilnehmer gegen den internationalen Trend ihre Stimmen abgegeben und andere Sieger erkoren. Bei den Zwergen der Mini Cars verdrängt in der Kategorie A hinter den Erstplatzierten der neue Drittplatzierte, der Toyota Aygo, den VW up! von Platz 3. In der Kategorie B bleibt dafür fast kein Stein auf dem anderen. So müssen die ersten drei des letzten Jahres die Neuauflage des Audi A1 an sich vorbeimarschieren lassen.

Wildes Treiben

Ein fröhliches Plätzetauschen findet bei den Kompakten statt. So springt die Neuauflage der Mercedes A-Klasse zuoberst aufs Podest. Und Titelverteidiger Alfa Giulietta muss sich vor dem rasant aufgestiegenen Ford Focus mit Rang 2 begnügen. Auch in der Mittelklasse geht es hoch her. Zwar konnte die Alfa Giulia ihren Vorjahressieg klar verteidigen, doch finden sich dahinter mit dem Volvo S60/V60 und dem Audi A4 zwei neue Verfolger.   

Zu einer faustdicken Überraschung kommt es in der oberen Mittelklasse. Hier holt sich mit dem Kia Stinger erstmals seit Bestehen der Leserwahl ein Koreaner den Gesamtsieg und verweist den Maserati Ghibli und den BMW 5er auf die weiteren Plätze. Bei den Sportwagen scheint auch die Neuauflage des Porsche 911 nicht vom Thron zu stossen zu sein.  Dahinter ist der Aston Martin DBS Superleggera gleich mit Rang 2 bester Neueinsteiger gefolgt von der Alpine A110, die sich mit dem facegleifteten Ford Mustang Platz 3 teilt. 

Offene Überraschung

Ein Klassiker macht dagegen das Rennen bei den Cabrios. Wenn auch knapp, holt sich der Mazda MX-5 den Gesamtsieg vor dem Ferrari Portofino und der Open-Air-Version des Mustangs. Bei den Kompakt-SUVs marschiert der VW Tiguan zuoberst aufs Podest gefolgt vom BMW X2 und Jaguar E-Pace. Klar setzt sich der Alfa Stelvio bei den „schweren Jungs“ durch. In der Kategorie der Geländewagen machen Newcomer Lamborghini Urus und der VW Touareg mit den Rängen 2 und 3 die grössten Sprünge nach vorn. Bei den Vans, wo der VW Multivan klar siegt, spiegelt sich dagegen das Podest vom Vorjahr wider.

Brands unter der Lupe

Die Bewertung der Marken-Images ist ein fester Bestandteil der «Best Cars»-Leserwahl. Hier regieren das Bauchgefühl, die allgemeine Wahrnehmung und die eigenen Erfahrungen. Das Resultat ergibt in den 13 Kategorien einen höchst spannenden Markenmix. Zwar konnten in acht Kategorien die Wiederholungstäter ihren Vorjahressieg bestätigen, dafür kam es in den anderen zu teils überraschenden Platzwechseln. Beispiel «Hohe Zuverlässigkeit»: Hier macht Toyota drei Ränge gut, holt sich den Gesamtsieg und stösst Mercedes vom Thron. Die Stuttgarter teilen sich mit Subaru Rang 4. Nachdem Skoda beim guten Preis-Leistungs-Verhältnis 2018 noch Dacia den Vortritt lassen musste, holen sich die Tschechen Rang 1 in diesem Jahr zurück. Beim hohen Wiederverkaufswert macht Porsche zwei Plätze gut, wodurch sich BMW mit dem zweiten Rang begnügen muss. Die Zuffenhausener erobern ebenfalls in der Kategorie «Im Motorsport erfolgreich» Platz 1 und verdrängen Mercedes trotz des Formel-1-Sieges auf den dritten Platz. Die grösste Sympathie erregt bei den ai-Lesern in diesem Jahr BMW, wodurch der mehrmalige Gewinner dieser Kategorie Alfa Romeo auf Platz 2 abrutscht.

Wie der Zufall so spielt

Sven Burch aus Alpnach erfuhr in der RS, dass er mit seiner Teilnahme den Hauptpreis der mittlerweile 25. Auflage «Best Cars»gewonnen hat. «Das war natürlich eine tolle Überraschung. Ich konnte es anfänglich gar nicht glauben, dass ich das Auto gewonnen habe. Jetzt kann ich meinen Fiat Punto meinem Bruder, der kurz vor der Führerscheinprüfung steht, überlassen», zeigt sich der 20-Jährige erfreut. Kein Wunder, schliesslich bekommt er mit dem Ford Focus ST-Line einen komplett ausgestatteten Kompakten im Wert von 28 950 Franken.

Text: Jörg Petersen

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22 Jan 2019