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CES Las Vegas 2019

Automobile Intelligenz

Mercedes CLA
Byton M-Byte Cockpit
Audi Immersive In-Car-Enterntainment
Fisker EMotion

Die Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas wird immer mehr zum Tummelplatz der Autohersteller. Eine Übersicht, was alles gezeigt wird.

In Las Vegas werden derzeit nicht nur die neuesten Gadgets, sondern auch Autos präsentiert. Mitunter auch abenteuerliche Studien, aber auch Serienmodelle sowie zukünftige Technologien werden gezeigt.

Mercedes CLA

Einer der grossen Stars ist der neue Mercedes CLA. Das schönste aller A-Klasse Derivate präsentiert sich im CLS-Look, einfach eine Nummer kleiner. Wobei: Mit 4,69 Meter Länge ist die Coupé-Limousine gar nicht so klein. Die konventionelle A-Klasse Limousine kommt nur auf 4,55 Meter. Zum Marktstart im Mai sind alle bislang aus der A-Klasse bekannten Motor- und Getriebevarianten verfügbar (116 bis 225 PS), mit Ausnahme des A35 AMG.

Ein triftiger Grund für die Premiere an der CES dürfte das weiterentwickelte MBUX mit deutlich verbesserter Sprachsteuerung sein. Der digitale Assistent ist nun in der Lage, sehr komplexe Fragen zu beantworten, die gar nichts mehr mit dem Auto an sich oder der Navigation zusammenhängen. Fast schon wie ein Smartphone. Darüber hinaus lässt sich eine neue Smartwatch Vivoactive 3 mit dem Auto koppeln.

Die schlaue Armbanduhr von Garmin ist Teil des Energizing Coach im CLA. Das funktioniert so: Die Uhr misst unter anderem den Puls, verrät dem Auto, wie gut der Fahrer geschlafen hat, ob er gestresst ist und das Auto stellt sich darauf ein. Klimaanlage, Sitzheizung, -belüftung und -massage richten sich genauso wie Musik und Licht nach der Stimmung des Fahrers. Der kann ausserdem seinen Puls auf dem Fahrzeugdisplay ablesen. Ein Muss, wer morgens nach Zürich fährt!

Byton M-Byte

Vor einem Jahr wurde das Konzept des chinesischen Herstellers Byton präsentiert. Jetzt hat das Interieur Serien-Status erlangt, während das Exterieur noch nicht gezeigt wird. Das Erstaunlichste: Das riesige, 48 Zoll grosse Display (kein Touchscreen) schafft es tatsächlich in die Serie! Es zieht sich fast über das gesamte Armaturenbrett und soll in seiner Höhe so limitiert sein, dass es nicht die Sicht auf die Strasse behindert. Damit noch nicht genug: Zwei weitere Display, diesmal Touchscreens, sitzen in der Mittelkonsole sowie im Pralltopf des Lenkrads. Die Steuerung erfolgt entweder über diese beiden Display oder Gesten. Ebenfalls in den Genuss eigener Displays kommen die Fond-Insassen.

Den M-Byte möchte Byton bereits Ende des Jahres 2019 an seinem Standort in Nanjing produzieren, in den USA soll er ab 2020 zu Preisen ab 45.000 Dollar zu haben sein. Das hinterradgetriebene Einstiegsmodell hat eine 71-Kilowattstunden-Batterie und wird von einem 200-Kilowatt-Elektromotor (272 PS) mit einem maximalen Drehmoment von 400 Newtonmetern angetrieben. Mit einer Ladung soll der M-Byte bis zu 400 Kilometer weit kommen. Das Allrad-Modell arbeitet mit zwei Motoren, die zusammen 350 Kilowatt (475 PS) leisten und ein maximales Systemdrehmoment von 710 Newtonmetern generieren. Der Akku des Allrad-Modells speichert 95 Kilowattstunden, was für eine Reichweite von 520 Kilometern reichen soll.

Audi immersive In-Car Entertainment

Zeigt Audi auf der CES das zukünftige Home-Cinema? Das Projekt «Audi Immersive In-Car-Entertainment» soll für ein ganzheitliches Entertainment-Erlebnis im geparkten Auto sorgen. Bewegungen aus Film- oder Spielszenen werden in Bewegungen des Autos übersetzt, in dem zum Beispiel die Stossdämpfer zu arbeiten beginnen. Auch Interieurelemente wie Armlehnen, per Luftkissen aufblasbare Sitzkissen sowie Motoren in den Sitzen, die Vibrationen verursachen können, sollen für die Unterhaltung der Insassen in Bewegung geraten. Das Bild selber wird entweder über VR-Brille oder Projektion in die Windschutzscheibe wiedergegeben. Das Auto ist damit nicht mehr nur Auto, sondern endgültig zusätzlicher Lebensraum.

Fisker EMotion

Fisker meldet sich mit einem Concept Car zurück. Nach dem Karma, der 2012 als luxuriöses Elektroauto mit Range Extender positioniert wurde, will Fisker diesmal ein reines Elektroauto bauen, den EMotion. Es soll die grösste Reichweite aller serienmässig hergestellten Elektroautos übertreffen. Fisker verspricht über 650 km. Mit Hilfe neuer Batterietechnologie wollte Fisker dabei erneut die Etablierten herausfordern: Viele Details dazu hat der Hersteller noch nicht bekannt gegeben, sprach jedoch von einer neuen chemischen Zusammensetzung, welche die Leistung erhöhen und den Raumbedarf senken soll. Die sogenannten Feststoffbatterien stehen zum Serienstart des EMotion allerdings noch nicht zur Verfügung. Dennoch hält Fisker an seinem Ziel fest, später diese Batterien anbieten zu wollen, die Reichweiten von rund 800 Kilometer möglich machen sollen.

Text: Koray Adigüzel

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09 Jan 2019