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Audi Q3

Die Grösse macht's…

…nicht immer, beim Audi Q3 aber schon. Dank gewachsener Dimensionen bietet er deutlich mehr Platz und Variabilität als der Vorgänger. Selbst punkto Komfort und Fahrverhalten gibt es bei der Neuauflage des Kompakten wenig auszusetzen.

Für gewagtes Design war Audi in den letzten Jahren nicht gerade bekannt – eher für Kontinuität. Das gilt auch für die zweite Q3-Generation, die sich dem aktuellen Audi-Design mit Oktagon-Grill, schmalen Leuchten, flacherer Silhouette und muskulöseren Konturen anpasst. 

 

 

Klein war der Q3 ebenfalls nie. Und das Kompakt-SUV legt weiter zu – zumindest bei Höhe (+97 Millimeter), Breite (+18  Millimeter) sowie beim Radstand (+77 Millimeter). Von Letzteren profitieren die Insassen. Fondpassagiere sitzen dank üppig bemessener Kopf- und Beinfreiheit sowie verstellbarer Sitzlehnen äusserst komfortabel. Erst recht, da sich die Rückbank neu bis zu 15 Zentimeter längs verschieben und die Fondlehnen dreifach geteilt umlegen lassen. Das sorgt in Kombination mit dem variablen Ladeboden für maximale Flexibilität. Der Gepäckraum ist darüber hinaus nicht nur variabel nutzbar. Es geht mit 530 bis 1525 Litern Volumen ordentlich was rein.  

Modernes Infotainment

Rutschen wir vor auf den Fahrersitz! Die Frage, warum man einen Audi kaufen soll, wenn die Konzerngeschwister jetzt auch bis runter ins Kleinwagensegment ein digitales Cockpit anbieten, hört man in Ingolstadt nicht gern. Jetzt können die Audianer verkünden: «Wir haben die analogen Instrumente abgeschafft!» Das digitale Kombiinstrument ist beim Q3 Serie. Und zugegeben, der 10,1-Zoll-Touchscreen mit den schwarzen Blenden  ist schön integriert. Die Materialien im Q3 wirken gewohnt hochwertig – vor allem die Ziereinlagen in Alcantara-Leder gefallen, ebenso wie die bequemen Ledersitze.

Agiles Kerlchen

Positiv fällt bei den Testwagen mit optionalen adaptiven Dämpfern die grosse Spreizung zwischen Sportlichkeit und Komfort auf. Die Lenkung ist sehr direkt, das Fahrwerk je nachdem, welches der sechs Fahrprofile vorgewählt ist, komfortabel bis ausgewogen.

So präzise wie der Q3 düst man nur in wenigen Kompakt-SUV um die Kurven. Wankbewegungen? Fehlanzeige. Spass macht das Kurvenräubern vor allem mit dem Zweiliter-TFSI mit 230 PS und Siebengang-S-tronic. Der Vierzylin-
der könnte zwar unten raus etwas schneller aus der Hüfte kommen, hängt danach aber super am Gas. Gut gefiel uns ebenfalls der Zweiliter-TDI mit 150 PS und Sechsgang-Handschalter, der dank weniger Gewicht und kleineren Pneus sogar noch quirliger wirkt. Für Preisbewusste gibt es neben den Quattro-Versionen einen 1,5-Liter-Benziner mit Frontantrieb und Zylinderabschaltung ab 39 900 Franken.

Text: Michael Lux

Bilder: Audi / Vesa Eskola

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18 Okt 2018