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Skoda IG im Tessin

Raritäten aus Osteuropa

Bei diesen drei Skoda-Cabriolets mussten die Dächer leider geschlossen bleiben.
Äusserst seltener MTX Skoda Buggy von 1971.
Ein sehr früher Octavia ohne Heckflossen rollt auf die Piazza Rezzonico.
Die Cabrio-Ausführung des Octavia heisst Felicia und ist heute sehr begehrt.
Die meisten Skoda-Oldies auf der Piazza Rezzonico waren Felicia Cabriolets.
Der Felicia war einst ein Exportschlager der Tschechoslowakei.
Sportlich-schlichtes und wagenfarbiges Felicia-Cockpit.
Auch der Nachwuchs kann sich für die eleganten Ost-Oldies begeistern.
Der seltene viertürige 1102 Tudor von 1949, eingerahmt von zwei Felicia.
Die 180 Grad schwenkbare Tür erlaubt einen optimalen Zugang zum Fond.
Das Armaturenbrett verströmt einen Hauch von Luxus.
Nur 70-mal wurde das 1101 Tudor Cabriolet gebaut.
Edle Speichen-Radkappen und gelungene Proportionen beim Felicia.
Die zweitürige Octavia-Limousine war damals Massenware, heute ist sie selten.
Der 110 R vertritt die Heckmotor-Ära.

Die Skoda-Oldtimer IG Deutschland hat auch einige Schweizer Mitglieder. Das Tessin bildete daher die ideale Kulisse für das Jahrestreffen 2018.

Etwas über ein Dutzend klassische Skoda aus der früheren Tschechoslowakei sorgten auf der Piazza Rezzonico in Lugano für Ratlosigkeit bei den Passanten. Die Modelle aus der Vor-VW-Ära sind nur wenigen Insidern bekannt. Die ältere Generation kennt allenfalls noch die Heckmotor-Typen, die hierzulande wegen ihrer unverwüstlichen Technik und den günstigen Preisen sehr beliebt waren.

Rare Tudor und ein Buggy

So tippten einige Betrachter bei den beiden weissen Skoda 1101 und 1102 Tudor auf den Opel Olympia. Weit gefehlt, der Tudor war, wie es der Name schon sagt, eine zweitürige und sehr weit verbreitete Skoda-Limousine. Sie wurde allerdings nur 70-mal als Cabrio gebaut. Eine solche Offenversion war in Lugano genauso zu Gast wie die seltene viertürige Variante — die den Namen Tudor übrigens behielt.

Sehr beliebt waren der Spartak und sein Nachfolger Octavia, dessen Cabrioversion Felicia für das Ostblockland ein wichtiger Devisenbringer war. Der Felicia ist wegen seiner überschaubaren Technik und der eleganten Optik ein gerne gefahrener Oldie und deshalb in der Szene das meistverbreitete Modell. Die spätere Heckmotor-Ära repräsentierte ein 110 R. Das i-Tüpfelchen war schliesslich der extrem seltene, von Designer Vaclav Kral entworfener MTX Skoda Buggy von 1971, der auf die Technik des MB 1000 zurückgreift.

Aktive Kulturgut-Pflege

Die Skoda-Oldtimer IG Deutschland beheimatet rund 180 historische Skoda aus ganz Europa und bemüht sich um Ersatzteilbeschaffung und Unterstützung bei Reparatur und Pflege oder hilft bei der Aufbereitung der Historie. Der Kontakt zum sehr rührigen Skoda-Museum in Mlada Boleslav ist ebenso wichtig. Ausserdem erscheint vierteljährlich das Club-Magazin «Skoda-Kurier». 

Nur das regnerische Wetter im Tessin wollte nicht so passen. Es sorgte dafür, dass die Cabriodächer zu bleiben mussten und sich insbesondere die Eleganz der offenen Ost-Schönheiten nicht voll entfalten konnte. Aber sie sind, wie ihre geschlossenen Geschwister, für den harten Alltag konzipiert. Da machen ein paar Regentropfen nichts aus.

Text und Bilder: Stefan Fritschi

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03 Sep 2018