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Passione Engadina

Sportliche Italiener im Engadin

Schöne Landschaften, phantastische Autos und perfekte Organisation: Auch 2018 hat die Passione Engadina wieder rundum Spass gemacht.

War die auto-illustrierte letztes Jahr mit dem Alfa Romeo 1750 GTV von 1970 mit von der Partie, so ist es diesmal ein neuzeitlicher Abarth 695 Rivale, der uns FCA freundlicherweise zur Verfügung stellt. Ausserdem hat der ai-Redaktor mit Dimitris Hanazoglou, Marketing Director Fiat & Abarth, einen interessanten Gesprächspartner als Co-Pilot. Hanazoglou unterstreicht dabei, dass Abarth und die ganze Historie für Fiat von grosser Wichtigkeit sei und entsprechend gepflegt werde. Ohne konkret zu werden, verrät er, dass die Fans sich auf einige neue Modelle mit dem Skorpion freuen dürften. 

Treffpunkt der vom 24. bis 26. August 2018 vom Team um Paolone Spalluto durchgeführten Passione Engadina ist einmal mehr St. Moritz. Dieses Jahr fahren wir die am Samstag in zwei Etappen stattfindende Julius Baer Rallye. Los geht es bei der Seilbahnstation St. Moritz Bad — Signal. Die Strecke führt über den Albulapass nach Thusis, weiter über den Splügen ins italienische Chiavenna und von dort über den Malojapass zurück ins heimatliche St. Moritz.

Bonus für hohes Alter

Es ist schwer zu entscheiden, ob die schönsten Anblicke der unglaublichen Landschaft des „Wilden Ostens“ der Schweiz oder die wunderschönen Karosserien bieten. Bei der Passione gehört beides zusammen. Die Bildergalerie zeigt einige der technisch interessanten und gleichzeitig schönen Italiener, die durch „zugewandte“ Marken wie den französischen Citroën SM (mit italienischem Maserati-Motor) oder den ebenso französischen Bugatti (mit italienischem Patron) ergänzt werden. Insgesamt sind fast 100 Fahrzeuge, inklusive der neuzeitlicher Sponsoren-Begleitfahrzeugen, auf der Teilnehmerliste vermerkt, wobei immer ein bisschen «Schwund» dabei ist, also Unpässlichkeiten bei Auto oder Fahrer. 

Ältestes teilnehmendes Fahrzeug mit Startnummer 1 ist ein Lancia Dilambda 227 Cabriolet Carlton. Stark vertreten ist natürlich auch die Gastmarke Maserati. Das älteste Modell ist hier der 3500 Vignale Spider von 1960. Weil die Passione eine sehr hochstehende und nicht ganz billige Veranstaltung ist, fehlen leider die «Brot-und-Butter-Autos». Immerhin fahren ein Autobianchi A112 Abarth, der Alfasud Sprint oder die Giulia-Limousine mit, welche die Gruppe der erschwinglichen Oldtimer vertritt. Die Wertungspunkte werden nicht nur nach der möglichst präzisen Fahrweise von Pilot und Co-Pilot vergeben, sondern es werden auch Bonuspunkte für das Alter des Autos verteilt, damit die schwieriger manövrierbaren Veteranen gegenüber später geborenen Fahrzeugen nicht im Nachteil sind.

Strecken wie aus dem Bilderbuch

Die Reise geht ausschliesslich nach Roadbook — das Navi bleibt brav ausgeschaltet — und ist mit Zeit- und Regelmässigkeitsprüfungen gespickt. Wir sind mit uns selber jedoch recht grosszügig und schauen kaum auf die Stoppuhr. Schliesslich geht es uns um das Dabeisein, nicht um den Sieg. So schaut nur Rang 11 von 27 gestarteten Fahrzeugen in der «Sport Car»-Wertung heraus – knapp hinter DeeJane Tanja La Croix im Maserati Levante.

Insgesamt ist die Strecke der Baer-Rally 228 Kilometer lang: 228 unbeschreibliche Kilometer, die im quirligen Abarth enorm viel Spass machen, obwohl der Oldtimerliebhaber natürlich gerne mit etwas älterem Blech unterwegs wäre. Und ja: Regen kommt irgendwann auch ins Spiel. Im Neuwagen merkt man herzlich wenig davon, hingegen dürfen die Oldies einmal mehr beweisen, dass sie keine Schönwetterautos sind. Aber das hautnahe Naturerlebnis gehört nun mal zur Passione. Grazie Mille!

Die Rangliste

Gesamtklassement Julius Baer Rally (25. August 2018): 

  1. Ottaviano Checchi und Giovanna Franchi auf Alfa Romeo Giulietta Spider, 1960
  2. Filippo Sole und Francesca Rettagliata auf Lancia Dilambda 227 Cabriolet, 1930
  3. Stefano Valente und Barbara Zen Valente auf Alfa Romeo 1900 C Touring, 1952

Kategorie Sport Car Julius Baer Rally (25. August 2018):  

  1. Robert Bing und Matteo Jaehnert auf Ferrari Testarossa, 1989
  2. Luca Lamperti und Giovanna Tavernier auf Lancia Delta Integrale Evo, 1992
  3. Ricardo Garosci und Rudy Briani auf Maserati Levante Q4, 2018
    ….

11. Stefan Fritschi und Dimitris Hanazoglou auf Abarth 695 Rivale, 2018

Gesamtklassement St. Moritz Challenge Cup (26. August 2018): 

  1. Ottaviano Checchi und Giovanna Franchi auf Alfa Romeo Giulietta Spider, 1960
  2. Stefano Valente und Barbara Zen Valente auf Alfa Romeo 1900 C Touring, 1952
  3. Filippo Forcella und Alexander Schumann auf Alfa Romeo Alfetta GTV, 1979

 Text: Stefan Fritschi

Bilder: Alberto Cervetti

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01 Sep 2018