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Zürich Classic Car Award

Raritäten in der City

Der Zürich Classic Car Award brachte erwartungsgemäss wieder viele Traumautos aller Epochen auf den Bürkliplatz, darunter einige äusserst rare Stücke.

Der sowohl von historischen Fahrzeugen als auch von Autofans und zufällig vorbeikommenden Passanten sehr gut besuchte ZCCA hatte dieses Jahr erneut einige Überraschungen in Form von sehr seltenen oder gar einmaligen Fahrzeugen bereit. 

Wer wusste beispielsweise, dass der berühmte italienische Fahrradhersteller Bianchi auch Autos herstellte? Ein Tipo 20 des Jahres 1925 kam in völlig unrestauriertem Zustand und mit schöner Patina nach Zürich. Ein weiteres Highlight war der von Ghia Aigle im Waadtland karossierte Ford Thunderbird von 1956. Und auch der Lamborghini Espada von 1968 war kein gewöhnlicher Lambo, sondern eine Art Vorserienmodell, das sich in vielen Details und auch den Abmessungen vom späteren Produktionsfahrzeug unterscheidet. Die Migros stellte einen sehr frühen Verkaufswagen vom Typ Ford TT aus, der ein damals noch recht bescheidenes Produktsortiment in ländliche Gebiete brachte. Der TT ist die Lastwagen-Version der legendären Tin Lizzie.

Die Qual der Wahl

Insgesamt standen 72 Autos und eine Handvoll Motorräder zur Wahl. Die Fachjury — auch unter Beteiligung der auto-illustrierte — hatte es erneut nicht einfach, und einige Entscheidungen fielen ausserordentlich knapp aus. Gar keine Diskussionen gab es beim besten unrestaurierten Fahrzeug. Wann sieht man schon mal einen Maserati 3500 GT von 1961 in quasi Neuzustand und nur 25’000 Kilometern auf dem Tacho? Das Publikum entschied sich für den majestätischen Hispano Suiza J12 von 1938 als schönstes Auto auf dem Platz. Die Jury wählte den Ferrari 250 GT von 1959, der ausnahmsweise in edlem Dunkelblau anstatt Rosso Corsa antrat. 

Eine grosse Auswahl an Porsche-Fahrzeugen kam anlässlich des 70. Geburtstags der Marke zu besonderen Ehren, darunter auch ein ungewöhnlich gestylter 356 Zagato von 1962. Nicht ganz unerwartet gewann aber der unglaublich schöne und quasi rennbereite 904 GTS. Bei den Motorrädern siegte schliesslich ein Schweizer Produkt, nämlich eine Motosacoche 402 von 1924. Die Firma wurde übrigens in Genf von den Dufaux-Brüdern gegründet. Hätten Sie das gewusst? Solche Veranstaltungen sind somit eine nicht zu unterschätzende kulturelle Bereicherung — für Fans und Fachleute genauso wie für Laien. 

Die komplette Rangliste

Kategorie 1 (Publikumspreis): 

Hispano Suiza J12, 1938

Kategorie 2 (bestes unrestauriertes Auto):

Maserati 3500 GT, 1961

Kategorie 3 (Vorkrieg offen):

1. Rolls-Royce Phantom I, 1928 
2. Vauxhall ASX, 1933 
3. Rover 9/20HP, 1926
 

Kategorie 4 (Vorkrieg geschlossen):

1. Hispano Suiza J12, 1938
2. Cadillac Sport Coupe, 1939
3. La Salle Typ 5027, 1939
 

Kategorie 5 (bis 1960 offen):
1. BMW 507, 1957
2. Cisitalia 202SC, 1949
3. Lancia Appia Vignale Lusso, 1960
 

Kategorie 6 (bis 1960 geschlossen):
1. Triumph Italia, 1959
2. Mercedes 220S Coupé, 1958
3. Ford Comète, 1953

Kategorie 7 (nach 1960 über 4 Liter Hubraum):
1. Lamborghini Espada S1, 1968
2. AC Cobra 427, 1966
3. Lamborghini Miura, 1968

Kategorie 8 (nach 1960 unter 4 Liter Hubraum):
1. Alfa Romeo Giulietta Sprint, 1962
2. Fiat Abarth 2300 Coupé, 1962
3. Alvis TD 21 Graber, 1962

Kategorie 9 (70 Jahre Porsche):

1. Porsche 904 Carrera GTS, 1965
2. Porsche 356 Speedster, 1956
3. Porsche Carrera 3.0 RS, 1973

Kategorie 10 (Motorräder): 
1. Motosacoche 402, 1924
2. Dollar DR3, 1929
3. Nimbus Luxus Typ 2, 1937

Best of Show:
Ferrari 250 Pininfarina Coupé, 1959

Text: Stefan Fritschi

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28 Aug 2018