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Spendenausfahrt für «Arche»-Kinder

Oldtimer tun Gutes

Bereits zum vierten Mal trommelte Christina Brauckhoff einen Tross von 35 Oldtimern zusammen, um mit krebskranken Kindern durchs Schwarzenburgerland zu fahren.

An Krebs erkrankte Kinder, ihre Angehörigen und begleitendes Pflegepersonal können einmal im Jahr am Schwarzsee Ferien machen und vom schwierigen Alltag etwas Abstand bekommen. Organisiert wird diese Auszeit vom Arche-Fonds, der Familien mit krebsbetroffenen Kindern unterstützt. Und schon zum vierten Mal begann die Woche mit einer Oldtimerausfahrt, die vom Schwarzsee durch die malerische, in den Kantonen Fribourg und Bern gelegene Landschaft des Schwarzenburgerlandes führte. 

Die Qual der Wahl

Die Kinder durften sich einen Oldie aussuchen, wobei Ferrari und Porsche am schnellsten «ausgebucht» waren. Die Familien und Betreuer verteilten sich dann auf die restlichen Sitzplätze von Renault Alpine, Jaguar E, Citroën Dyane und Co., und los ging es in gemütlichem Tempo. Bei schwierigen Kreuzungen und Ortsdurchfahrten standen Helfer bereit, die eine flüssige Durchfahrt ermöglichten. Die Organisation war schlicht perfekt. 

Zwischenziel war das Panoramarestaurant Viva in Rüeggisberg. Ein besonderer Augenblick, denn es gab nicht nur einen tollen Apéro, sondern dem leitenden Arzt Prof. Dr. med. Roland Ammann konnte zur Finanzierung der Arche-Ferien auch sehr willkommenes Geld überreicht werden, welches die Teilnehmer im Vorfeld und während der Fahrt spendeten. Mit von der Partie war auch eine Vertreterin des Hilfswerks Humanitas, das einen Check von 5’000 Franken beisteuerte. Der Gesamterlös erreichte mit 12’000 Franken einen neuen Rekord. Insgesamt konnten dem Arche-Fond so bis dato bereits über 35’000 Franken an Spenden überreicht werden.

Termin für 2019 steht schon fest

Die treibende Kraft hinter dieser tollen Idee ist Christina Brauckhoff aus Wattenwil und ihre «Christinas Oldtimerausfahrten». Sie und ihr Team waren unermüdlich dran, alles bis ins kleinste Detail zu organisieren – inklusive Pannenhilfe. Denn tatsächlich blieben zwei Oldies auf der anspruchsvollen Strecke liegen. Das Feld war unglaublich bunt. Das älteste Auto war ein Amilcar CGSS von 1926. Schweiz-typisch waren sehr viele Amerikaner dabei, darunter auch eine originale Bundesrats-Limousine. Weiter gab es einige sehenswerte Youngtimer – der jüngste war ein Ferrari 575 M Maranello von 2003 – und ausgesprochene Schmankerl wie der selten gesehene Vauxhall Victor von 1964.  

Und auch die nächste Spendenfahrt am Sonntag 21. Juli 2019 ist bereits in Planung. Mit der Hoffnung natürlich, dass die Kinder, die 2018 dabei waren, nächstes Jahr wieder ganz gesund sein werden.

Weitere Infos unter: 
www.oldtimerausfahrten.ch
www.archefonds.ch

Text: Stefan Fritschi

Fotos: Matthias Lemke, Mark Siegenthaler

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21 Aug 2018