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Porsche Macan

Im Spotlight

Mit behutsamen Änderungen schickt Porsche den Macan in seinen nächsten Lebensabschnitt.

Ein grimmig dreinblickender Sicherheitsmensch vom Porsche Werksschutz bewacht den Eingang einer Bootshalle. Fotos sind von jetzt an verboten. Wer dennoch ein Handy zückt, um Schnappschüsse zu machen, dessen Linse wird zugeklebt.

Nur einem kleinen Kreis von Journalisten wird vor der offiziellen Weltpremiere in Shanghai ein erster Blick auf den neuen Porsche Macan gewährt. Und der hat sich zu einem wahren Erfolgsmodell gemausert. Rasant ging es bergauf. Statt der 2014 prognosti-zierten 50 000 Fahrzeuge verkauften die Zuffenhausener mehr als 350 000 Einheiten – rund ein Drittel davon nach China. Stolz wird verkündet, dass man rund 70 Prozent aller Macan-Kunden von Fremdmarken erobert hat.

Eine Frage des Lichts

Kein Wunder also, lässt es sich VW-Konzern-Designchef Michael Mauer nicht nehmen, die einschlägigen Änderungen persönlich vorzustellen. Auffälligstes Merkmal und mittlerweile ganz im Stil der Porsche-DNA tritt der kommende Macan mit dem dreidimensionalen LED-Heckleuchtenband an. Selbst an der Front hat sich etwas getan. So verleihen neue Hauptscheinwerfer mit LED-Technik und dreidimensionalen Modulen dem Kompakt-SUV ein schnittigeres Outfit. Optional lässt es sich mit dem Dynamic Light System Plus aufrüsten.

Gerade diese Aufrüstung machte eine Neugestaltung des Bugteils notwendig, wodurch der Macan noch breiter und zugleich satter auf der Strasse zu stehen scheint. Dieser Eindruck wird durch die neuen 20- und 21-Zöller unterstützt. 

Rundum optimiert

Selbst am Arbeitsplatz des Fahrers haben Mauer und sein Team Hand angelegt. Die Brücke zum 911er schlägt das optionale GT- Sportlenkrad. Und als Bestandteil des ebenfalls aufpreispflichtigen Sport Chrono Pakets hält der ins Lenkrad integrierte Mode-Schalter inklusive Sport Response Button Einzug in den Macan. Für das gute Klima sorgen im Newcomer ein Ionisator zur Verbesserung der Luftqualität sowie eine beheizbare Frontscheibe.

Besonders stolz ist Mauer aber auf den 11-Zoll-Touchscreen. Dessen Benutzeroberfläche lässt sich wie bei Panamera oder Cayenne mittels vordefinierter Kacheln individuell gestalten.

Motorendetails noch geheim

Auf die Sensortasten in der Mittelkonsole muss man leider (noch) verzichten. Dort findet nach wie vor ein Krieg der Knöpfe statt. Nicht aber auf neue Assistenzsysteme: Der Stauassistent mit Abstandsregeltempostat sorgt bis 60 km/h nicht nur für ein entspanntes Fahren, sondern hilft im Stau oder bei zäh fliessendem Verkehr neben dem teilautomatisierten Bremsen oder Beschleunigen auch durch Lenken.

Das Facelift komplettiert eine Feinabstimmung am Fahrwerk. Sie soll nicht nur die Ausnahmestellung als Sportwagen im Segment untermauern, sondern auch dank mehr Neutralität, besserer Fahrstabilität und verbessertem Komfort den Fahrspass erhöhen. Dafür stehen ebenfalls die nochmals optimierten Motoren ein, über deren technische Details die Verantwortlichen momentan noch den Mantel des Schweigens hüllen. Bekannt ist lediglich, dass zum Marktstart in China der Vierzylinder den Anfang macht.

Text: Jörg Petersen

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26 Jul 2018