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Euro-6d-Temp

Koreanische Saubermänner

Hyundai führt Euro 6d-Temp sukzessive für alle PW-Modelle ein – vom Basismotor bis hin zur Top-Motorisierung.

Die Einhaltung der künftigen Grenzwerte wird durch zusätzliche Abgasreinigungstechnik sichergestellt. So werden alle Modelle mit Benzindirekteinspritzer mit der Bezeichnung GDi und T-GDi in den kommenden Wochen und Monaten mit einem Benzinpartikelfilter ausgerüstet. Dieser filtert die bei Motoren mit Direkteinspritzung auftretenden Russpartikel aus dem Abgasstrom. Auch die Hyundai MPI Benzinmotoren mit Saugrohreinspritzung werden mit Hinblick auf Euro 6d-Temp optimiert.

SCR-System für die Diesel

Die CRDi Dieselmotoren erhalten zusätzlich zum Dieselpartikelfilter und zum Oxidationskatalysator ein SCR-System (selektive katalytische Reduktion), das durch Einspritzen einer Harnstofflösung die Stickoxid-Emissionen (NOX) in Stickstoff und Wasser umwandelt und sie dadurch reduziert.

 «Käufer eines neuen Hyundai – egal ob Diesel oder Benzinmotor – sind durch die umfangreiche Umstellung in Sachen Antrieb und Umwelt auf dem neuesten Stand und vor möglichen Fahrverboten sicher», sagt Veljko Belamaric.

WLTP-Messverfahren für eine grössere Realitätsnähe

Das Besondere an der neuen Abgasnorm Euro 6d-Temp: Das Einhalten der vorgeschriebenen Grenzwerte wird auf realitätsnähere, am alltäglichen Einsatz der Fahrzeuge orientierte Art nachgeprüft. Absolviert werden zwei Testverfahren: der Prüfstandstest WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicle Test Procedure) sowie erstmals das RDE-Verfahren (Real Driving Emissions), das die Einhaltung der Abgasgrenzwerte im realen Fahrbetrieb auf der Strasse überprüft.

Das WLTP-Verfahren wird den bisherigen Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) flächendeckend ablösen und wird bereits für die Abgasnorm Euro 6c verwendet, die seit September 2017 für die Typgenehmigung neuer Modelle verpflichtend ist und ab dem 1. September 2018 für alle Neuzulassungen gilt.

Wie beim Vorgänger-Zyklus NEFZ handelt es sich beim WLTP um eine reine Labormessung. Für die Abgasnorm Euro 6d-Temp werden die Schadstoffemissionen hingegen erstmals auch unter realen Fahrbedingungen im Strassenverkehr gemessen. Im sogenannten RDE-Verfahren (Real Driving Emissions) wird geprüft, ob die Grenzwerte insbesondere für Stickoxide und Russpartikel auch im normalen Fahrbetrieb eingehalten werden. Ab dem 1. September 2019 müssen alle Neuwagen, die in der EU zugelassen werden sollen, die Grenzwerte nach der Abgasnorm 6d-Temp auf dem Prüfstand und auf der Strasse erfüllen.

Text: Koray Adigüzel

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09 Jul 2018