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Jaguar I-Pace

Stummer Jäger

Mit dem I-Pace bootet Jaguar die Premiumklasse aus und schiebt nach dem Tesla Modell X das nächste Elektro-SUV in den Markt.

Elon Musk muss sich warm anziehen. Mit dem Jaguar I-Pace erhält Mister Tesla für sein Modell X erstmals einen Konkurrenten, der mit allen Wassern gewaschen ist. Gleichzeitig weisen die Briten Audi, Mercedes & Co. in die Schranken. Ein halbes Jahr bevor die Ingolstädter den e-Tron und die Stuttgarter den EQC in den Markt schieben, sprintet ihnen die Raubkatze davon. 

 

Platz in Hülle und Fülle

In Sachen Platzverhältnisse hat er dank Verzicht auf den Verbrenner und den rund drei Metern Radstand viel zu bieten. So kommen sich die Passagiere weder vorn noch hinten punkto Schulterfreiheit ins Gehege. Selbst für die Beine gibt es ausreichend Platz. Hinter dem eleganten Sportlenkrad lässt es sich auf den straffen Sitzen jedenfalls sehr gut leben. Einzig deren Oberschenkelauflagen dürften länger sein. Am Machtzentrum des Fahrers gibt es indes nichts auszusetzen. Digitale Rundinstrumente und zwei über der Mittelkonsole sitzende Touchscreens sorgen für klare und einfache Bedienbarkeit.

Keine Kompromisse macht der I-Pace ebenfalls in Sachen Transportwesen. Trotz der abfallenden Dachlinie schluckt der Laderaum immer noch ausreichende 656 Liter. Maximal sind es auf der dann nicht ganz ebenen Fläche 1453 Liter. Also weniger als das Modell X, das mit maximal 2180 Litern aufwartet. Quasi als kleine Entschädigung hat der Jaguar unter der Fronthaube ein Gepäckfach à la Porsche, das nochmals 27 Liter aufnimmt. Doch auch hier schlägt das Modell X mit 187 Litern zu.

Fauchen ist nicht

Genug der Theorie und hin zur Praxis. Also D-Knopf in der Mittelkonsole gedrückt, und das Ready in den Rundinstrumenten zeigt an, dass das Raubtier sprungbereit ist. Fauchen ist nicht. Lautlos setzt sich der Fünftürer in Bewegung – angetrieben von je einem Elektromotor an Vorder- und Hinterachse. Toben die richtig los, geht die Post ab. 400 PS und 696 Nm stehen von der ersten Drehzahl an bereit und lassen das 2,2 Tonnen Schwergewicht singenderweise in 4,8 Sekunden auf 100 km/h sprinten. Im ersten und einzigen Gang wohlgemerkt.

Drei in einem

Dank nahezu neutraler Gewichtsverteilung liegt er selbst in schnell gefahrenen Kurven satt auf der Strasse. Das Torque Vectoring sorgt für Neutralität und bremst, um die Untersteuertendenz zu minimalisieren, die kurveninneren Räder ein. Das durften wir auf dem Circuit von Portimao erfahren. Selbst für mittelschweres Gelände steht er seinem Bruder, dem E-Pace, in nichts nach und meistert auch schwierige Geländeabschnitte. Auch Wasserdurchfahrten sind möglich, ohne dass einem ein Stromschlag die Haare zu Berge stehen lässt. Und wer im I-Pace nach Langstreckenkomfort giert, findet selbst den in Jaguar typischer Manier. Straff, aber dennoch komfortabel versieht er dann seinen Dienst – und kostet erst noch 200 Franken weniger als ein vergleichbares Model X!

Text: Jörg Petersen 

Der vollständige Testbericht ist in der ai 07/2018, die ab 29. Juni am Kiosk erhältlich ist, nachzulesen.

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20 Jun 2018