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Porsche 911 GT3 RS

3, 2, 1, grün!

Die Nordschleife unter sieben Sekunden? Der Porsche 911 GT3 RS der Serie 991 II hat es gleich viermal hintereinander geschafft. Kein strassenzugelassenes Auto ist näher am Motorsport, keines ist ehrlicher – und bleibt dabei alltagstauglich. Wir haben es auf dem GP-Kurs des Nürburgrings getestet.

16. April 2018, kurz bevor die auto-illustrierte auf dem Grandprix-Kurs des Nürburgrings den jüngsten Porsche 911 GT3 RS ausprobieren darf, finden sich ein paar Mechaniker, zwei Testfahrer, ein Notar und ein Exemplar des Prüflings auf der 20,6 Kilometer langen Nordschleife ein. Testfahrer Lars Kern und Werksfpilot Kevin Estre wechseln sich am Steuer ab und schaffen vier Mal hintereinander eine Zeit unter sieben Minuten. Der Notar nickt, die sensationellen 6:56.4 Minuten sind amtlich.

 

Extreme Fahrdynamik auf dem GP-Kurs … 

Der Vierliter-Sechszylinder-Boxer des 911 GT3 RS hat 20 PS mehr als der Vorgänger auf Basis des ersten 991, nämlich 520. Das ist der stärkste Saugmotor, den es bei Porsche je in einem Serienfahrzeug gegeben hat. 

Das ist aber nicht der Grund, warum er die Nürburgring-Nordschleife jetzt unglaubliche 24 Sekunden schneller absolviert als vorher. Vielmehr ist es eine Summe von vielen Einzelmassnahmen. So wurde das Fahrwerk mit serienmässiger Hinterachslenkung neu abgestimmt. Die Gummilager wurden durch Kugelgelenke aus dem Rennsport ersetzt. Die Bremskühlung erfolgt jetzt nicht mehr durch den Frontspoiler, sondern via zwei NACA-Lufteinlässe auf der Haube. Das Ergebnis der Einzelmassnahmen sieht man auf unserem Video. 

… und auf der Strasse

Trotzdem ist auch der GT3 RS ein recht zivilisiertes Auto geblieben, welches niemals heimtückisch oder böse reagiert: eine ehrliche Haut. Dann kann man auch gemütlich – oder etwas zügiger – schmale Bergsträsschen, deutsche Autobahnen oder den Weg zur Arbeit ohne Schweissausbrüche zu erfahren. Er ist weder unkomfortabel noch übermässig laut. Die Preisliste startet bei 258’000 Franken, wobei – gar nicht Porsche-like – sehr viele Optionen kostenlos wählbar sind, allerdings längst nicht alle. Das 30 Kilogramm sparende Weissach-Paket aus vielen Karbonteilen kostet beispielsweise 21’700 Franken extra. Aber mit welchem anderen Auto kann man nach dem Büro kurz auf die Nordschleife, und nach sieben Minuten fährt man schon wieder heim? Unbezahlbar! 

Text: Stefan Fritschi

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03 Mai 2018