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Suzuki Swift Sport

Auf dem Boden der Tatsachen

Suzuki hat ab sofort wieder einen kleinen, aber feinen Sportler im Portfolio. Der leichte Swift Sport lehrt einen, was es für ungefilterten Fahrspass wirklich braucht – und was nicht!

Endlich wagt es mal ein Hersteller, sich nicht am ewigen Leistungsrüsten zu beteiligen. Will man sich heute Kompaktsportler schimpfen, und sei es in der Kleinwagen-Klasse, ist man unter 200 PS eigentlich ein Niemand. Allerdings zeigt der freche Swift Sport, dass er auch mit moderaten 140 PS alles andere als ein «Niemand» ist! Sein Geheimnis ist das Gewicht.

 

Klein, aber oho

970 Kilo wiegt der Racker – fahrbereit samt Fahrer, wohlbemerkt. Das ist so wenig, dass sich das Hirn fast neu kalibrieren muss. So flott, wie der Fünfplätzer vom Start weg davonzieht, müsste er eigentlich mehr Pferde unter der Haube haben!

Hat er aber nicht, wir sind uns nur teils unnötig viele Kilos unterm Hintern gewohnt. Dabei zeigt der kleine Sportler, wie wenig Auto es braucht, um grossen Fahrspass zu erleben! Das geringe Gewicht ermöglicht harte und späte Bremsmanöver vor der Kurve, da wenig Rollneigung entsteht. Beim anschliessenden Rausbeschleunigen hilft kein Sperrdifferential, es ist abermals das Gewicht, welches dem Untersteuern entgegenwirkt – es drückt schlicht weniger Masse nach aussen.

Somit ist der leichte und kleine Sportler wie geschaffen für enge, verwundene Land- und Bergstrassen. Dort kommt sein quirliges Wesen am Besten zur Geltung und es ist ein riesen Spass, im knackigen Sechsgang-Getriebe nach dem passenden Gang zu suchen. Das Allerbeste sind jedoch gelungene Überholmanöver an engen Stellen, die man sich mit einem ausgewachsenen Sportwagen aufgrund der heute immer ausufernden Masse nicht getraut hätte! 

Alles dabei

Das Schöne am Swift ist, dass er für alle erschwinglich ist, die etwas Sportliches suchen. In den 24 000 Franken, die Suzuki aufruft, ist praktisch alles dabei. Infotainmentsystem mit Smartphone-Integration, Sportsitze, Abstandstempomat, Voll-LED-Licht – alles Serie. Lediglich Metallic-Lack, Mittelarmlehne, Regensensor, Einparkhilfe oder Ledersitze kosten extra.

Doch auch in Betrieb zeigt sich der Japaner bescheiden. Ein weiteres Mal sorgt das geringe Gewicht für einen Vorteil, denn trotz sportlicher Fahrweise pendelt sich der Verbrauch bei rund sieben Litern ein. Je länger man mit dem Baby Hot Hatch fährt, umso mehr mag man ihm. Er fährt sich ganz unauffällig, gibt aber mit der direkten Lenkung und dem angenehm straffen Fahrwerk stets zu verstehen, dass er zu mehr bereit ist. Dass im Interieur viel Hartplastik zum Einsatz kommt und die Sitzposition viel zu hoch ist – geschenkt. Suzuki hat begriffen, worum es im sportlichen Autobau geht: Dass weniger mehr ist.

Text: Koray Adigüzel

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02 Mai 2018